Energetische Nutzung von Maisstroh als landwirtschaftlicher Reststoff 

Landwirte aus der Region und Badenova Wärmeplus erprobten und optimierten die energetische Nutzung von Maisstroh als Ergänzung zu Silomais in Biogasanlagen.

Ein Mähdrescher mit roten Anbaugeräten erntet Mais auf einem Feld unter bewölktem Himmel, im Hintergrund sind Bäume zu sehen.
Projektdaten
ProjektnameEnergetische Nutzung von Maisstroh als landwirtschaftlicher Reststoff
Projektnummer2015-05
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durchBadenova Wärmeplus GmbH
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme205.234 €

Maisstroh als Biogassubstrat nutzbar machen

Das Projekt „Energetische Nutzung von Maisstroh“ hat das Ziel, das bislang ungenutzte Körnermaisstroh als wirtschaftlich verwertbares Substrat für Biogasanlagen zu erschließen. Damit soll ein Beitrag zur effizienteren Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe und zur Reduktion speziell angebauten Silomaises geleistet werden.

Ernteverfahren und Substratanalyse

Gemeinsam mit Landwirt:innen aus der Region testete Badenova Wärmeplus verschiedene Erntetechniken, um das Stroh möglichst bodenschonend und praxisnah zu bergen. Dabei wurde untersucht, wie sich die Strohernte in bestehende Abläufe integrieren lässt, insbesondere auf kleinen Feldern mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit. Für mehrere Maissorten analysierten die Mitarbeiter:innen den optimalen Zerkleinerungsgrad und die beste Silierung zur Maximierung des Gasertrags.

Ergebnisse und Praxistauglichkeit

In den Jahren 2015 bis 2017 wurde das Verfahren angewandt und für die Biogasanlagen in Neuried und im Gewerbepark Breisgau optimiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Körnermaisstroh ein gut geeignetes und mit vorhandener Technik nutzbares Substrat darstellt, das bis zu 20 Prozent des Substratbedarfs decken kann und eine kostengünstige Ergänzung im Biogasmix bietet.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Maisstroh hat Potential für Biogassubstrat: Dies ergaben die Untersuchungen der Beprobungen, wobei die Methanhektarerträge durch Maisstroh etwa 20 bis 25 Prozent Silomais substituieren können, ohne dadurch zusätzlichen Flächenbedarf entstehen zu lassen.

  • Maisstrohnutzung abhängig von Bodenbeschaffenheit und Organisation der landwirtschaftlichen Strukturen: Hier liegen die Vorteile bei großflächigen, zusammenhängenden und zusammengehörenden Flächen, die den Aufwand der Maisstrohernte gering halten. Zudem erhöht ein zu hoher Kiesbesatz auf den Ackerflächen den Verschleiß der eingesetzten Erntetechnik, welches ggf. ebenfalls zur Unwirtschaftlichkeit führen kann.

  • Maisstrohnutzung abhängig von Materialaufbereitung: Neben der Bergung ist auch die Beschaffenheit des Materials entscheidend für die energetische Verwertung. Nur durch die Vorlagerung eines Zerkleinerungsvorgangs kann ein zur Maistrohnutzung geeignetes Material gewonnen werden.

Downloads und weitere Infos

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