Pfluglose Bodenbearbeitung im Dreisamtal
Das Projekt erprobt die Reihenfrässaat als pflugloses Bodenbearbeitungsverfahren im Dreisamtal.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Einführung der Reihenfrässaat und Untersuchung der boden-physikalischen Langzeiteffekte |
| Projektnummer | 2004-02 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Agentur für die Nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA) |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 99.800 € |
Pfluglose Bodenbearbeitung im Praxiseinsatz
Mit dem Projekt erprobte die Freiburger Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarland (ANNA) die Reihenfrässaat als pflugloses Bodenbearbeitungsverfahren an drei Standorten im Dreisamtal. Ziel war es, die Auswirkungen der Methode auf Bodenstruktur, Nitratwerte und Erträge unter Praxisbedingungen zu untersuchen. Hintergrund war das wachsende Interesse vieler Landwirte an Verfahren, die den Boden schonen und gleichzeitig den Arbeitsaufwand verringern.
Reihenfrässaat unter Praxisbedingungen testen
Bei der Reihenfrässaat werden Aussaat und Düngung in einem Arbeitsschritt durchgeführt, während der übrige Boden weitgehend unbearbeitet bleibt. Nach erfolgreichen Parzellenversuchen untersuchte ANNA das Verfahren von Januar 2004 bis Dezember 2006 unter realen Bedingungen. Dabei beobachteten die Fachleute die Entwicklung von Bodenstruktur, Nitratwerten und Erträgen sowie die Erfahrungen der beteiligten Landwirte. Gleichzeitig wurde die Reihenfräse weiterentwickelt, um die Aussaat zu verbessern.
Weniger Arbeitsaufwand bei vergleichbarer Wirtschaftlichkeit
Die Ergebnisse zeigten, dass die pfluglose Methode ebenso wirtschaftlich war wie herkömmliche Verfahren, dabei jedoch nur etwa halb so viel Arbeitszeit erforderte. Gleichzeitig profitierten nicht nur Nützlinge, sondern auch Schädlinge von der verbesserten Bodenqualität, sodass mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden mussten. Die Untersuchungen zeigten zudem, dass Herbizide aufgrund der Bodenverhältnisse weniger leicht ins Grundwasser ausgewaschen werden. Um interessierte Landwirte über das Verfahren zu informieren, ergänzte das Projekt die Untersuchungen durch Feldbegehungen und Flyer.
Downloads und weitere Infos
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