Rechenmodell zur Stickstoffprognose
Ein internetbasiertes Rechenmodell hilft, anhand von Referenzflächen den Stickstoffgehalt im Boden genauer vorherzusagen.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | ReferNz |
| Projektnummer | 2006-14 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | ANNA- Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarland |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 237.586 € |
Stickstoffgehalt im Boden präzise vorhersagen
Ziel des Projekts war es, den Stickstoffgehalt im Boden genauer vorherzusagen und dadurch eine bedarfsgerechtere Düngung zu ermöglichen. Hintergrund ist, dass ein Übermaß an Düngemitteln das Grundwasser belastet und zur Entstehung von Klimagasen beitragen kann. Während der seit den 1970er Jahren genutzte Nitratinformationsdienst auf Durchschnittswerten aus Bodenproben basiert, sollte mit dem Projekt eine genauere Prognose für einzelne landwirtschaftliche Flächen geschaffen werden.
Internetbasiertes Rechenmodell für die Düngeplanung
Im Wasserschutzgebiet Hausen entwickelte die Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarland (ANNA) gemeinsam mit Badenova das Rechenmodell „RefereNz“. Grundlage sind Untersuchungen auf ausgewählten Vergleichsflächen, mit deren Hilfe sich die Entwicklung der Nitratwerte auf einzelnen landwirtschaftlichen Flächen vorhersagen lässt. Dafür geben Landwirte über eine internetbasierte Plattform Informationen zur Bewirtschaftung ihrer Flächen ein, etwa zu Anbau, Bodenbearbeitung und Düngung. Das System berechnet anschließend, wie sich der Stickstoffgehalt im Boden im Laufe eines Jahres entwickelt.
Stickstoffmodell für Grundwasserschutz und Klimaschutz
Um den Umgang mit dem neuen System zu erleichtern, wurden Landwirte von Beginn an in das Projekt eingebunden. Gemeinsam mit Vertretern von Behörden, Wasserwirtschaft und IT fanden dazu Workshops statt. Das zunächst für Mais entwickelte Modell kann mit entsprechenden Daten auch auf andere Kulturpflanzen übertragen werden. Langfristig unterstützt ReferNz eine stärker bedarfsorientierte Düngung und leistet damit einen Beitrag zum Grundwasserschutz sowie zur Verringerung von Klimagasen wie CO₂, Lachgas und Ammoniak.
Downloads und weitere Infos
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