CO2-Land - Regionale Klimakooperation zur Speicherung von CO2 in landwirtschaftlichen Böden 

Um die Klimabilanz der konventionellen Landwirtschaft zu verbessern, soll hiermit ein regionaler Zertifikathandel für den Humusaufbau etabliert werden.

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Garten und betrachtet Pflanzen. Einige tragen Hüte, andere haben die Arme verschränkt. Im Hintergrund sind Stromleitungen und Felder zu sehen.
Projektdaten
ProjektnameCO2-Land - Regionale Klimakooperation zur Speicherung von CO2 in landwirtschaftlichen Böden
Projektnummer2019-13
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durchSchwegler Consulting
Laufzeit bis
Fördersumme128.327 €

Landwirtschaft als Schlüssel zur CO₂-Speicherung

Maßnahmen zur Einsparung und Vermeidung von CO₂ werden in vielen Bereichen vorangetrieben. Der internationale Zertifikathandel hatte sich jedoch aufgrund politischer Rahmenbedingungen und fallender Preise als wenig wirksam erwiesen. Auch in der Landwirtschaft ist der CO₂-Ausstoß ein viel diskutiertes Thema. Ursachen liegen in der intensiven, humuszehrenden Bewirtschaftung, der einseitigen Düngung und dem hohen Energieeinsatz. Gleichzeitig stellen Böden weltweit das größte Kohlenstoffreservoir dar und bieten damit ein enormes Potenzial als natürliche CO₂-Senke. Dieses Potenzial sollte durch gezielte Maßnahmen gehoben werden.

Humusaufbau durch freiwillige Zertifikate

Das Projekt basierte auf der Idee, den Humusaufbau in der Landwirtschaft durch einen freiwilligen, regionalen Zertifikathandel zu fördern. Unternehmen und Bürger konnten durch den Erwerb von CO₂-Zertifikaten Landwirtinnen und Landwirte direkt unterstützen und so gemeinsam zum Klimaschutz beitragen. Ein regional angepasster Maßnahmenkatalog wurde entwickelt, um praktikable und wirksame Schritte für den Humusaufbau zu definieren. Ziel war es, eine nachhaltige und regenerative Landwirtschaft wirtschaftlich tragfähig zu machen und gleichzeitig die CO₂-Bindung im Boden zu erhöhen.

Klimaschutz mit lokalem Bezug

Durch die direkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen entstand ein Modell, das Klimaschutz mit lokalem Engagement verband. Der freiwillige Zertifikathandel ermöglichte eine neue Form der Wertschätzung für ökologische Leistungen in der Landwirtschaft. Gleichzeitig wurde das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Böden und nachhaltiger Bewirtschaftung gestärkt. Das Projekt zeigte, wie regionale Ansätze zur CO₂-Speicherung einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten können und dabei die Landwirtschaft als aktiven Partner einbeziehen.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Der wirtschaftliche Aufbau und Betrieb am gewählten Standort mit der Lastmanagement-gesteuerten Technik bei reduzierter Netzanschlussleistung konnte bewiesen werden.

  • Die gewonnen Erkenntnisse aus Planung und Betrieb können unmittelbar auf aktuelle Projekte übertragen werden.

  • Das möglichst positive Kundenerlebnis kann nur durch reale Aussagen vor Ort validiert werden.

Downloads und weitere Infos

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