Abwärmenutzung für Alterungsöfen „Abwärme statt Erdgas“
Beim Pressen entstehende Abwärme fließt direkt in die Alterungsöfen, ersetzt dort Gas und führt zu einer energieeffizienteren Produktion.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Abwärmenutzung für Alterungsöfen „Abwärme statt Erdgas“ |
| Projektnummer | 2026-A-006 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Richter Aluminium GmbH |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 150.000 € |
Abwärmenutzung in der Aluminiumverarbeitung
Im Produktionsprozess der Aluminiumverarbeitung entsteht beim Abkühlen der Profile von 500 °C auf 250 °C eine erhebliche Menge ungenutzter Abwärme (ca. 380 kW bzw. 2,2 GWh pro Jahr). Ziel des Projekts ist es, diese Energie sinnvoll zu nutzen und damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion zu gehen. Die heiße Abluft der Pressen (T > 300 °C) soll künftig direkt in die benachbarten Alterungsöfen geleitet werden. Dadurch lassen sich sowohl der Energiebedarf (aktuell Erdgas) reduzieren als auch die Wärmebelastung in der Produktionshalle senken.
Direkte Abwärmenutzung für Alterungsöfen
Die geplante Maßnahme sieht vor, die entstehende Abwärme über eine neue Abluftführung direkt in die Alterungsöfen einzuspeisen. Ventilatoren sorgen für den erforderlichen Luftstrom, während Spitzenlasten weiterhin durch vorhandene Energiequellen abgesichert werden. Langfristig ist der Einsatz elektrischer Heizelemente vorgesehen, um den Prozess weiter zu dekarbonisieren. Im Basic Engineering sollen Temperaturmessungen, Machbarkeitsanalysen und eine energetische Bewertung durchgeführt werden. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob die Maßnahme in die Umsetzung geht.
Synchronisierung von Press- und Alterungsprozessen
Für eine maximale Energieeffizienz soll der Prozessablauf des Pressens und Alterns so aufeinander abgestimmt werden, dass der Wärmebedarf der Alterungsöfen zeitgleich mit der anfallenden Abwärme der Pressen entsteht. Dies erhöht die nutzbare Abwärmemenge und verringert den Einsatz externer Energiequellen erheblich. Die geplante Prozessoptimierung ist damit ein wesentlicher Schritt zur Reduktion von CO₂ Emissionen, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur nachhaltigen Modernisierung des Standorts Schutterwald von Aluminium Richter.
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