Urwaldpfad in Ebringen
Die Gemeinde Ebringen verzichtet am Schönberg auf rund 70 Hektar Waldfläche auf eine wirtschaftliche Nutzung für einen Rückzugsraum der Lebewesen.
)
| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Naturwaldpfad Schönberg |
| Projektnummer | 2013-01 |
| Projektart | Umweltkommunikation |
| Umsetzung durch | Gemeinde Ebringen |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 20.000 € |
Naturnahe Waldentwicklung am Schönberg bei Ebringen
Am Schönberg bei Ebringen verzichtet die Gemeinde auf eine wirtschaftliche Nutzung von rund 70 Hektar Waldfläche. Ziel ist es, naturnahe Wälder wieder zuzulassen, damit sie sich langfristig in Richtung Urwald entwickeln können. Dadurch entsteht ein wichtiger Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig leisten diese Wälder einen Beitrag zum Klimaschutz, da sie Kohlenstoff dauerhaft binden. Über 20.000 Kubikmeter Holz speichern langfristig das Äquivalent von rund 25.000 Tonnen CO₂. Die Gemeinde verbindet mit diesem Ansatz den Schutz der biologischen Vielfalt mit einem langfristigen Nutzen für das Klima und setzt bewusst auf eine natürliche Entwicklung des Waldes.
NatUrwaldpfad am Schönberg als Lern- und Erlebnisraum
Die Besonderheiten des Waldes werden über den NatUrwaldpfad erlebbar gemacht, der sich auf einer Länge von dreieinhalb Kilometern durch das Waldgebiet zieht. Entlang des Weges vermitteln Schautafeln anschauliche Informationen zu den Tier- und Pflanzenarten, die im Wald vorkommen. Ergänzend erklärt eine Broschüre, welche Vögel, Insekten, Pilze und Baumarten im Gebiet zu finden sind. Der Pfad macht dabei auch interessante Zusammenhänge und versteckte Details der Waldnatur verständlich. Fernrohre und Plattformen laden dazu ein, den Wald aufmerksam zu beobachten und seine Besonderheiten aus nächster Nähe wahrzunehmen. So wird der Wald nicht nur geschützt, sondern zugleich als Bildungs- und Erlebnisraum zugänglich gemacht.
Naturbildung und kommunales Engagement für Klimaschutz
Der NatUrwaldpfad richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche aus der Umgebung, spricht aber ebenso Wanderer und Touristen an, die NatUrwald entdecken und erleben möchten. Mit dem Angebot vermittelt die Gemeinde Ebringen Naturwissen und macht ökologische Zusammenhänge nachvollziehbar. Gleichzeitig setzt sie ihr Engagement im Klimaschutz konsequent fort. Das Projekt soll zudem andere Gemeinden ermutigen, ebenfalls Teile ihrer Waldflächen einer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Der Naturwaldpfad steht damit für einen bewussten Umgang mit Natur, Bildung und Klimaschutz auf kommunaler Ebene. Weitere Informationen stellt die Gemeinde Ebringen auf ihrer Webseite zur Verfügung.
Downloads und weitere Inofs
Einblicke in weitere Förderprojekte
)
2025-A-002 | Bühlertal
Humus-Wasser Modellregion
Regenerative Landwirtschaft und Humusaufbau für besseren Wasserrückhalt und klimaresilente Böden im Schwarzwald.
)
2025-B-006 | Landkreis Lörrach
NEMO Landkreis Lörrach
Das Netzwerk für nachhaltige Mobilität schafft klimafreundliche, barrierefreie Mobilitätsangebote im ländlichen Raum und erleichtert den Alltag ohne eigenes Auto.
)
2025-B-002 | Offenburg
Biochar Action Hub
Digitale Plattform für Klimaschutz mit Pflanzenkohle – Vernetzung und Austausch in Baden-Württemberg und darüber hinaus