Vino PV am Tuniberg
Durch den Überbau von Wein mit PV-Anlagen soll Fläche gespart, Strom erzeugt und der Wein vor Klimawandelfolgen geschützt werden.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Vino PV |
| Projektnummer | 2022-001 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Laufend |
| Fördersumme | 149.970 € |
Doppelnutzung für Klimaschutz und Weinbau
Das Projekt Vino PV Munzingen verfolgt das Ziel, landwirtschaftliche Flächen durch Agriphotovoltaik (Agri-PV) doppelt zu nutzen – für die Erzeugung von erneuerbarem Strom und den Weinbau. Damit soll ein Beitrag zur Energiewende geleistet und gleichzeitig der Weinbau an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden. Die PV-Module bieten Schutz vor Wetterextremen und können die Reifezeit der Trauben verzögern, was die Qualität verbessert und die Arbeitsbedingungen erleichtert.
Aufbau und Forschungsschwerpunkte
Am Tuniberg wird eine Forschungs- und Demonstrationsanlage errichtet, bei der Reben mit lichtdurchlässigen PV-Modulen überbaut werden. Begleitet wird das Projekt von der Stadt Freiburg, dem Fraunhofer ISE und dem Weinbauinstitut Freiburg. Neben dem technischen Aufbau stehen begleitende Forschungsarbeiten im Fokus: Das Fraunhofer ISE untersucht die gesellschaftliche Akzeptanz von Agri-PV, während das Weinbauinstitut die Auswirkungen auf Rebenentwicklung, Pflanzenschutz und Weinqualität erforscht. Die Stadt Freiburg übernimmt die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.
Hintergrund und Bedeutung der Flächendoppelnutzung
Angesichts des steigenden Energiebedarfs und der ambitionierten Ausbauziele für Photovoltaik ist die Mehrfachnutzung landwirtschaftlicher Flächen ein zentraler Lösungsansatz. Sie hilft, Nutzungskonflikte zu vermeiden und die Flächen effizienter zu nutzen. Besonders im Weinbau bietet Agri-PV Vorteile: Schutz vor Extremwetter, bessere Traubenqualität und ein Beitrag zur Klimaanpassung. Das Projekt Vino PV zeigt, wie innovative Technologien und Landwirtschaft gemeinsam zur nachhaltigen Transformation beitragen können.
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