Wasserkraftanlage Schwabentorwehr 

Die Stadt Freiburg erzeugt mit der Wasserkraftanlage Schwabentorwehr, die gleichzeitig unter Denkmalschutz steht, umweltftreundlichen Strom aus Wasserkraft.

Unter einem strahlend blauen Himmel fließt ein ruhiger Fluss mit kleinen Kaskaden zwischen von Bäumen gesäumten Ufern und angrenzenden Gebäuden.
Projektdaten
ProjektnameMachbarkeitsstudie und Realisierungskonzept einer Wasserkraftanlage in historischem/denkmalpflegrischem Umfeld
Projektnummer 2013-07
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durch Stadt Freiburg
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme12.500 €

Innovative Wasserkraftnutzung in Freiburgs Innenstadt

In Freiburg wird bereits an vielen Stellen umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft erzeugt. Das Potenzial für herkömmliche Anlagen ist jedoch weitgehend ausgeschöpft. Um dennoch weitere Möglichkeiten zu erschließen, rücken innovative Konzepte für schwierige Standorte in den Fokus. Ein Beispiel hierfür ist das Schwabentorwehr unterhalb der Greiffeneckbrücke. Das historische Wehr steht unter Denkmalschutz und liegt in einem sensiblen innerstädtischen Bereich. Ziel des Projekts ist es, zu prüfen, ob auch an solchen besonderen Standorten eine wirtschaftliche und verträgliche Nutzung der Wasserkraft möglich ist.

Herausforderungen am Schwabentorwehr

Das Schwabentorwehr befindet sich an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, was Bauarbeiten erheblich erschwert. Zusätzlich verläuft entlang der Dreisam ein stark frequentierter Fuß- und Radweg, auf den Rücksicht genommen werden muss. Die mehrstufige Anlage weist eine Höhendifferenz von etwa 2,5 Metern auf und darf dabei keine störenden Geräusche verursachen, um Anwohnende und Spaziergänger nicht zu beeinträchtigen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen kommen gängige Lösungen wie eine Wasserkraftschnecke, wie sie beispielsweise am Sandfang eingesetzt wird, an diesem Standort nicht in Frage. Auch das Stadtbild und der denkmalgeschützte Charakter des Wehrs stellen hohe Anforderungen an mögliche technische Lösungen.

Machbarkeitsstudie als Grundlage für künftige Projekte

Im Auftrag der Stadt Freiburg untersuchte ein interdisziplinäres Expertenteam, ob eine Wasserkraftanlage am Schwabentorwehr technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die im Rahmen eines Innovationsfondsprojekts erstellte Studie berücksichtigt neben den baulichen Einschränkungen auch den Denkmalschutz, die beengten Platzverhältnisse in der Innenstadt sowie ökologische Aspekte wie den Fischaufstieg. Selbst wenn am Schwabentorwehr letztlich keine Anlage realisiert wird, liefern die Ergebnisse wichtige Erkenntnisse. Andere Kommunen können die Studie als Grundlage nutzen, um vergleichbare Projekte unter ähnlichen Bedingungen in historischen Innenstadtbereichen zu prüfen.

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