CO2 freies Schulgebäude
Ein klimaschonender Schulanbau, der mit erneuerbaren Energie-Technologien den Energieverbrauch CO2-frei deckt, sowie Wärme und Kälte automatisch steuert.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | CO2-freier Schulanbau |
| Projektnummer | 2012-08 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Freie Christliche Schule Freiburg |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 37.250 € |
CO₂‑freier Schulneubau mit erneuerbaren Energien in Freiburg
An der Freien Christlichen Schule in Freiburg entstand ein Neubau, der seinen Energiebedarf vollständig CO₂‑frei deckt. Ziel des Projekts war es, erneuerbare Energien konsequent einzusetzen und ein zukunftsfähiges Gebäudekonzept zu realisieren. Dabei kombinierten die Verantwortlichen bewährte Technologien zu einem effizienten Gesamtsystem, das sowohl den Heiz‑ und Kühlbedarf als auch ein angenehmes Raumklima sicherstellt. Der Neubau zeigt, wie Bildungsgebäude nachhaltig geplant und betrieben werden können.
Energieversorgung durch Erd‑, Solarwärme und Lüftungstechnik
Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes basiert auf einer Kombination aus Erd- und Solarwärme sowie einer automatisierten Lüftungsanlage. Im Winter erwärmen Erdwärmetauscher und eine Solaranlage die Zuluft des Heizsystems. Im Sommer nutzt das System die kühlende Wirkung des Erdreichs, um die Räume zu temperieren. Zusätzlich gewinnt die Lüftungsanlage Wärme aus der verbrauchten Abluft zurück. Die verbleibende benötigte Energie liefert die Fernwärmeversorgung der badenova in Landwasser, die mit Deponie‑ und Biogas betrieben wird. Ein automatisiertes Steuerungssystem reguliert Wärme und Kälte bedarfsgerecht und sorgt ganzjährig für ein angenehmes Raumklima.
Monitoring, CO₂‑Einsparung und Bildungswirkung
Ein umfassendes Monitoring erfasst fortlaufend Energieverbrauch und ‑bedarf des Neubaus. Die Ergebnisse werden regelmäßig in schulinternen und öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Durch das energieeffiziente Konzept spart die Freie Christliche Schule jährlich rund 26 Tonnen CO₂ ein. Gleichzeitig dient das Gebäude als anschauliches Beispiel für den Einsatz klimaschonender Technologien und macht erneuerbare Energien für die rund 600 Schülerinnen und Schüler im Schulalltag direkt erlebbar.
Drei wesentliche Erkenntnisse aus dem Projekt
Es gibt grundsätzlich durchaus Möglichkeiten zukunftsfähig und dennoch wirtschaftlich zu bauen. Aber es ist klar, dass für eine erfolgreiche Umsetzung solcher „Ideen“ durchdachte Konzepte, projektspezifische Planungsleistungen, sorgfältige Ausführung und ein kontinuierlich überwachter Betrieb sowie deren Auswertung und Umsetzung Hand in Hand gehen müssen.
Aus Bauherrensicht stellen wir fest, dass sich der Mehraufwand für die Erarbeitung, Prüfung und Entscheidung der verschiedenen Konzepte, erhöhten Investition und das aufwendige Monitoring durch die bereits jetzt schon sichtbaren Ergebnisse auf jeden Fall gelohnt hat.
Eine weitere Erkenntnis ist, dass eine gewisse Flexibilität notwendig ist, um sich während der Planungs-, Ausführungs- und Betriebsphase neuen Gegebenheiten anzupassen und sicherlich eine Bereitschaft Kompromisse einzugehen.
Downloads und weitere Infos
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