Energiekompetenz an Jugendhilfeeinrichtungen 

Eine Kombination aus Sanierung und Bildungskonzept zur nachhaltigen Energienutzung und Vermittlung von Energiekompetenz an Jugendhilfeeinrichtungen.

Ein modernes Gebäude mit großen Fenstern, einem roten Anbau und einem Wasserrad, umgeben von viel Grün. Im Hintergrund ist ein Turm zu sehen.
Projektdaten
Projektname Nachhaltige Energienutzung und Energiekompetenz an Jugendhilfeeinrichtungen
Projektnummer 2010-16
ProjektartUmweltkommunikation
Umsetzung durch Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Anton
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme42.192 €

Nachhaltige Energiekompetenz in der Jugendhilfe stärken

Bildungsprojekte zum nachhaltigen Umgang mit Energie sind bisher vor allem im schulischen Kontext etabliert und oft auf den Unterricht begrenzt. In Jugendhilfeeinrichtungen und der Ganztagesbetreuung fehlen dagegen weitgehend vergleichbare Konzepte, obwohl gerade dort ein großer Einfluss auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen möglich ist. In Heimen und Wohngruppen erfahren sie Unterstützung in vielen Lebensbereichen, wodurch nachhaltiges Verhalten dauerhaft vermittelt und eingeübt werden kann.

Energie‑ und Bildungskonzept im Kinder‑ und Jugendhilfezentrum St. Anton

Das Kinder‑ und Jugendhilfezentrum St. Anton in Riegel griff dieses Potenzial auf und entwickelte ein umfassendes Konzept zur nachhaltigen Energienutzung und zur Förderung von Energiekompetenz in Jugendhilfeeinrichtungen. Mit seinem vielfältigen Angebot, das von Beratung über verschiedene Wohngruppen bis hin zu einer eigenen Schule reicht, spricht das 1861 gegründete Zentrum eine große und heterogene Zielgruppe an. Das Konzept entstand in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz‑ und Energieagentur Baden‑Württemberg (KEA) und dem Verein Solare Zukunft e.V. und verbindet technische Maßnahmen mit pädagogischen Ansätzen.

Verzahnung von Sanierung, Bildung und Wissenstransfer

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine neue Heizungsanlage, die den Energieverbrauch senkt und zugleich als Bestandteil eines Energieparcours dient. Dieser kann von Mitarbeitenden genutzt werden, um auch externe Besucher durch die Anlage zu führen. Die eingesparten Energiekosten fließen in weitere Energiesparmaßnahmen, Schulungen der Mitarbeitenden sowie in Angebote zugunsten der betreuten Kinder und Jugendlichen. Beide Gruppen sind aktiv in alle Projektschritte eingebunden und entwickeln so Fachwissen zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. In Workshops geben sie das Modell an andere Caritas‑Einrichtungen weiter. Die Kombination aus baulicher Sanierung und Bildungskonzept macht das Projekt zu einem Vorbild für weitere Jugendhilfeeinrichtungen.

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