2019-05
Dezentrale Erdgasfahrzeugbetankung – Brücke zur Elektromobilität
Mithilfe einer Technik zur schnellen und einfachen Betankung von Erdgasfahrzeugen von zuhause aus, soll die Popularität dieser Fahrzeuge gesteigert werden.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Dezentrale Erdgasfahrzeugbetankung – Brücke zur Elektromobilität |
| Projektnummer | 2019-05 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Projektträger | Badenova Netze GmbH |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 148.163 € |
Alternative Antriebe für den Klimaschutz
Elektromobilität wurde stark gefördert, konnte aber noch keinen entscheidenden Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Das Projekt setzte daher auf Erdgas- und Bioerdgasfahrzeuge als ergänzende Lösung. Diese basiert auf bewährter Technik und einer kostengünstigeren Anschaffung.
Dezentrale Betankung mit HYGEN
Mit der Technik der Firma HYGEN konnten Fahrzeuge direkt zu Hause oder am Arbeitsplatz betankt werden. Im Projekt wurden entsprechende Anlagen in Privathaushalten installiert und getestet. Für Gewerbekunden wurde die größere HYGEN+ entwickelt, die bis zu vier Fahrzeuge gleichzeitig versorgen.
Praxistests und Skalierung
Die Anlagen wurden in verschiedenen Szenarien erprobt. Ziel war es, die Alltagstauglichkeit zu prüfen und die Akzeptanz zu erhöhen. Das Projekt zeigte, dass die dezentrale Betankung eine praktikable Lösung für kleinere Flotten und private Nutzer darstellte.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Der Genehmigungsaufwand und die Genehmigungskosten für neue technische Lö-sungen wie den Gasdroid sind in Deutschland auf Grund eines dichten Netzes aus technischen und rechtlichen Vorgaben sehr hoch. Es stellt sich die Frage, ob eine technische Neuentwicklung nicht in anderen Ländern leichter Fuß fassen kann.
Auch die Elektromobilität zeigt, dass eine Betankung von Fahrzeugen daheim und am Arbeitsplatz bequem und machbar ist und nachgefragt wird. Das von Hygen präsentierte Verdichtersystem wäre grundsätzlich nicht nur für eine Erdgas-, sondern auch für eine Wasserstoffbetankung geeignet, käme also für eine dezentrale Betankungslösung für Wasserstoff-Elektrofahrzeuge in Frage. Da das Verdichterprinzip geringere Kosten verursacht als konventionelle Hubkolbenverdichter, gäbe es hier evtl. eine Anwendungsnische für den Verdichter. Allerdings gibt es erste Wasserstoff-Verdichter, die auf Basis von mit Feststoffen gefüllten Gasspeichern arbeiten, also ganz ohne bewegliche Kolben auskommen. Aus diesen könnte ein dezentrales (Wasserstoff-) Gasbetankungssystem abgeleitet werden, das dem Hygen-Ansatz überlegen ist.
Das im Projekt erprobte System ist im gewerblichen Bereich aus Genehmigungs- und Kostengründen nicht wirtschaftlich einsetzbar. Ein dezentrales Betankungssystem aber hätte grundsätzlich Kosteneinsparpotenziale, weil Fahrten zu einer öffentli-chen Tankstelle vermieden werden können. Daher könnte eine solche dezentrale Lösung erneut ins Auge gefasst werden, wenn grünes Gas im Gasnetz verfügbar ist. Allerdings ist dabei auch zu bedenken, dass mit jeder Individualbetankungsanlage die Auslastung einer öffentlichen Betankungsinfrastruktur schlechter wird, was kaum dazu beitragen wird, die Zahl der Tankstellen zu steigern.
Downloads und weitere Infos
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