Kindergarten im Passivhausstandard 

Bei der Sanierung des Kindergartens Hintermatt hat die Stadt Schopfheim innovative Technologien eingerichtet, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen.

Ein modernes zweistöckiges Gebäude mit großen Fenstern, umgeben von viel Grün. Am Eingang stehen Kinderfahrräder in einer Reihe.
Projektdaten
Projektname Sanierung auf Passivhaushniveau mit innovativer Wärmedämmung und Monitoring
Projektnummer 2012-01
ProjektartBau & Anwendung
Umsetzung durch Stadt Schopfheim
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme134.000 €

Energetische Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Hintermatt

Um zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen, sanierte und erweiterte die Stadt Schopfheim den Kindergarten Hintermatt. Das ursprüngliche Gebäude war ein Flachbau mit hohem Energieverbrauch. Im Zentrum des Projekts stand die Verbindung von funktionaler Erweiterung und deutlicher energetischer Verbesserung. Ziel war es, den Energiebedarf des Gebäudes nachhaltig zu senken und gleichzeitig ein modernes, komfortables Umfeld für Kinder und Beschäftigte zu schaffen.

Kombination aus Erdwärme, Solarenergie und innovativer Dämmtechnik

Für die Wärmeversorgung kombiniert die Stadt eine Wärmepumpe mit vier Erdsonden mit erneuerbaren Energietechniken. Die Wärmepumpe ersetzt den bisherigen ölbefeuerten Heizkessel und übernimmt zusätzlich die Kühlung der Räume im Sommer. Thermische Solarkollektoren unterstützen die Heizung und sorgen für die Erwärmung des Brauchwassers. Eine zentrale Rolle spielt außerdem eine sogenannte transluzente Wärmedämmung. Dabei werden die Außenwände mit einer nur zehn Zentimeter starken Schicht aus transparentem Polykarbonat verkleidet. Diese ist deutlich dünner als herkömmliche Dämmmaterialien und zugleich Bestandteil des Lüftungssystems. Durch integrierte Luftschächte erwärmt die Sonneneinstrahlung die Luft, die anschließend in die Innenräume geleitet wird und so Heizenergie einspart. Das gut gedämmte Dach lässt auch in den Wintermonaten viel Tageslicht in die Räume.

Effiziente Gebäudetechnik und Passivhausstandard

Eine speziell abgestimmte Regelungstechnik steuert und überwacht das gesamte Lüftungs- und Heizsystem. Dadurch kann mit geringeren Luftvolumenströmen gearbeitet werden, was die Anlage insgesamt kostengünstiger macht. Durch die umgesetzten Maßnahmen sank der Energieverbrauch des Kindergartens von zuvor rund 65kWh pro Quadratmeter und Jahr auf etwa 12 bis 15kWh. Damit erreicht das Gebäude den Passivhausstandard. Die Kombination aus effizientem Lüftungssystem, innovativer Dämmung und kontinuierlichem Monitoring macht energieeffizientes Bauen im Alltag sichtbar und erlebbar – für Kinder, Eltern und Anwohner gleichermaßen.

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