Klimaneutrales Neubaugebiet in Kehl durch Niedertemperatur-Wärmenetz  

Umweltfreundliche Wärme für das Neubaugebiet Hühnerbünd II in Kehl durch den Einsatz von Grundwasser als Energiequelle für Wärmepumpen.

Vier Männer stehen im Freien und halten einen großen Scheck in den Händen. Im Hintergrund ist eine Baustelle mit einem Bagger zu sehen.
Projektdaten
ProjektnameKlimaneutrales Neubaugebiet Kehl Hühnerbund Il mittels Niedertemperatur-Wärmenetz und Grundwasser-Wärmepumpen
Projektnummer2022-003
ProjektartBau & Anwendung
Umsetzung durchWärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG
Laufzeit bis
ProjektstatusNicht abgeschlossen
Fördersumme150.000 €

Klimaneutrale Wärmeversorgung durch Niedertemperatur-Wärmenetz

Das Projekt verfolgt das Ziel, im Kehler Ortsteil Neumühl eine klimaneutrale Wärmeversorgung für das Neubaugebiet Hühnerbünd II zu etablieren. Durch den Einsatz eines innovativen Niedertemperatur-Wärmenetzes mit Grundwasser-Wärmepumpen und Photovoltaik soll eine nachhaltige, effiziente und umweltfreundliche Alternative zur konventionellen Wärmeversorgung geschaffen werden. Die Versorgungssicherheit und Energieeffizienz stehen dabei ebenso im Fokus wie der Beitrag zum lokalen Klimaschutz.

Nutzung von Grundwasser und Solarenergie

Das geplante Wärmenetz basiert auf einer Vorlauftemperatur von 45 °C und nutzt Grundwasser als Energiequelle. Über Brunnen wird das Wasser gefördert, durch Wärmepumpen energetisch genutzt und anschließend wieder in den Boden zurückgeführt. Die Gebäude werden über spezielle Heizkörper beheizt, im Sommer kann das System zur Kühlung genutzt werden. Für die Warmwasserbereitung kommen dezentrale Booster-Wärmepumpen zum Einsatz, die das Wasser auf 60 °C erhitzen. Ein kleiner Erdgas-Brennwertkessel deckt nur die Spitzenlast ab.

Technische Umsetzung und Zukunftsperspektive

Die Wärmepumpen benötigen Strom, der mittelfristig vollständig durch Photovoltaikanlagen auf den Bestandsgebäuden gedeckt werden soll. Damit wird eine nahezu vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung möglich. Das Projekt zeigt, wie moderne Technik und erneuerbare Energien kombiniert werden können, um zukunftsfähige Lösungen für die kommunale Wärmeversorgung zu schaffen. Es dient als Modell für weitere nachhaltige Quartiersentwicklungen in der Region.

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