2015-03

Dialog mit der Landwirtschaft in Kombination mit einem praxisorientierten Bewirtschaftungsversuch zum Thema Flachlandmähwiesen im Wasserschutzgebiet Ebnet 

Die Stadt Freiburg und das Umweltschutzamt erproben ein nachhaltiges, grundwasserschonendes Bewirtschaftungskonzept für die Düngung von Landwirtschaftsflächen

Ein Traktor mit großen roten Rädern und einem grünen Anbaugerät auf einem Feldweg, vor dem Hintergrund von Bäumen und Hügeln.
Projektdaten
ProjektnameDialog mit der Landwirtschaft in Kombination mit einem praxisorientierten Bewirtschaftungsversuch zum Thema Flachlandmähwiesen im Wasserschutzgebiet Ebnet
Projektnummer2015-03
ProjektartForschung & Studien
ProjektträgerStadt Freiburg, Umweltschutzamt
Laufzeit bis
Fördersumme49.011 €

Nachhaltige Mähwiesenbewirtschaftung

Das Projekt verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Interessen von Landwirt:innen, Umweltschützer:innen und Wasserversorger:innen miteinander zu vereinen. Es soll gezeigt werden, wie Mähwiesen mit möglichst wenig und kostengünstigem Dünger hohe Erträge liefern können, ohne das Grundwasser zu gefährden. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, die Artenvielfalt in den Wiesen zu erhalten und die Vorgaben der EU-Richtlinie Natura 2000 umzusetzen.

Versuche im Wasserschutzgebiet Ebnet

Im Wasserschutzgebiet Ebnet bei Freiburg erproben das Umweltschutzamt Freiburg gemeinsam mit Landwirt:innen und Partnern neue Düngeverfahren. Über drei Jahre hinweg wurden zwei Methoden getestet. Ein spezielles Gerät injiziert Flüssigdünger direkt unter die Grasnarbe. Ein gekörnter Dünger wird oberflächlich auf die Grasnarbe ausgebracht. Auf fünf Versuchsflächen wurden Ertrag und Artenvielfalt genau kartiert, um die Auswirkungen der beiden Verfahren zu vergleichen.

Ergebnisse und Wissenstransfer

Am Ende entstand ein Modell, das zeigt, mit wenig und preiswertem Dünger lassen sich gute Erträge erzielen, das Grundwasser bleibt geschützt und die Mähwiesen als wertvoller Lebensraum erhalten. Die detaillierte Kartierung ermöglicht es, die Ergebnisse auch auf andere Flächen zu übertragen. Damit Landwirt:innen von den Erkenntnissen profitieren können, fanden mehrere Feldtage und Abendveranstaltungen statt, bei denen die Methoden vorgestellt und diskutiert wurden.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Es ist wichtig, miteinanderin Kontakt zu kommen, miteinander zu Kommunizieren und sich in die Belange aller Beteiligten hineinzudenken. Mit den Feldtagen und den Abendveranstaltungen boten wir hierfür einen passenden Rahmen. Praktische Demonstrationen sind oft anschaulicher als theoretische Vorträge.

  • Es konnten praktikable und finanziell interessante Düngeverfahren vorgesellt werden, die bereits in anderen Betrieben und auf anderen Flächen eingesetzt werden. Durch die praktizierten Verfahren konnten die FFH-Mähwiesen erhalten werden. Äußere Einflüsse (Wetter) überlagern die einzelnen Varianten stark. Versuchsdauer sollte optimaler Weise länger sein.

  • Durch die Zusammenstellung eines interdisziplinärenTeamskonnte sowohl auf viel Fachwissen, Unterstützung und auch auf historische Daten (Düngung in den letzten 25 Jahren, Wetterdaten, praktisch Erfahrungen vor Ort) zugegriffen werden.

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