Nachhaltiges Heizsystem für innerstädtisches Baugebiet
Innovative Wohnkonzepte mit alternativen Energietechniken
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Wohnen am Schlossberg |
| Projektnummer | 2008-16 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Siedlungswerk Stuttgart |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 235.000 € |
Nachhaltige Energie für 150 Wohnungen
Mit dem Neubau von 150 Wohnungen im Projekt „Wohnen am Schlossberg“ setzte das Siedlungswerk Stuttgart auf ein innovatives Energiekonzept zur Reduzierung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen. Ziel des Projekts war es, lokale Energiequellen optimal zu nutzen und die Wohngebäude möglichst klimafreundlich zu versorgen. Dafür wurde eine auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmte Kombination aus Wärmepumpe, Holzpelletheizung und Wasserkraft entwickelt.
Innovative Kombination lokaler Energiequellen
Kern des Energiekonzepts ist eine an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Kombination aus Holz- und Wasserenergie. Ein auf dem Gelände vorhandener Brunnen dient dabei gleich doppelt: als Wärmequelle für eine elektrische Wärmepumpe und zur Kühlung der Gebäude im Sommer. Zusätzliche Wärme liefern Holzpelletkessel. Über ein spezielles 4-Leiternetz werden Heizung, Kühlung und Warmwasser effizient miteinander verbunden. Den benötigten Strom erzeugt zudem eine kleine Wasserkraftschnecke im angrenzenden Gewerbekanal. Die Kombination der verschiedenen Systeme ermöglicht eine besonders effiziente Wärme-, Kälte- und Warmwasserversorgung der Wohnungen.
Energieeffizientes Wohnen mit Vorbildcharakter
Das Siedlungswerk Stuttgart setzte mit dem Projekt eine besonders ressourcenschonende Energieversorgung um. Durch die intelligente Nutzung lokaler Energiequellen konnte der Primärenergiebedarf auf nur 136 Megawattstunden pro Jahr reduziert werden. Besonders bemerkenswert ist die CO₂-Bilanz: Mit lediglich 25 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verursacht das Energiekonzept rund 90 Prozent weniger Emissionen als eine herkömmliche Gasbrennwertheizung. Damit zeigt das Projekt beispielhaft, wie sich Wohngebäude energieeffizient und klimafreundlich versorgen lassen.
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