Aufbereitung von schwermetallhaltigen Aschen aus Biomasseverbrennungsanlagen
Die Hochschule Offenburg testete, ob Asche aus Biomasseöffen, die oft schwermettalbelastet ist, in Baustoffen gebunden und weiterverwertet werden kann.
)
| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Aufbereitung von schwermetallhaltigen Aschen aus Biomasseverbrennungsanlagen |
| Projektnummer | 2015-13 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | Hochschule Offenburg |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 96.600 € |
Verwertung belasteter Biomasseaschen in Baustoffen
Das Projekt der Hochschule Offenburg hat zum Ziel, hochbelastete Aschen aus Biomasseöfen als Ersatzstoff in der Herstellung von Baumaterialien nutzbar zu machen. Damit sollte eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zur Deponierung geschaffen werden, bei der Schwermetalle dauerhaft gebunden und CO₂-intensive Rohstoffe wie Sand ersetzt werden.
Materialanalysen und Anwendungstests
Die Wissenschaftler analysierten zunächst die Zusammensetzung und Schwermetallbelastung verschiedener Aschen. Anschließend untersuchten sie deren Einfluss auf die Eigenschaften von Polymerbeton, Geopolymer, Sinterleichtbaustoffen und Schaumglas. Zwei Varianten erwiesen sich als besonders geeignet und wurden hinsichtlich Kosten und Umweltwirkung mit konventionellen Baustoffen verglichen.
Ausblick und wirtschaftliche Umsetzung
Gemeinsam mit Partner:innen aus der Wirtschaft wurden zwei Verwertungswege für eine größere Anwendung vorbereitet. Das Projekt zeigte, dass sich belastete Biomasseaschen dezentral und wirtschaftlich sinnvoll verwerten lassen und eröffnete neue Perspektiven für nachhaltige Baustoffproduktion.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Der Rohstoff Sand kann prinzipiell in Schaumglas, Leichtbeton, Sinterleichtbaustoffen und in Polymerbeton durch Aschen aus der Biomassefeuerung substituiert werden. Dabei werden die Baustoffanforderungen (Druckfestigkeit, Dichte, Aushärtezeit) erreicht.
Werden Aschen mit geringen Schwermetallgehalten als Zuschlagstoff bei der Herstellung von Recyclingbaustoffen verwendet, können die Produkte ohne Einschränkung eingesetzt werden.
Die Eignung der Asche als Zuschlagstoff für einzelne Verwertungswege hängt von der Feuerungsanlage, der eingesetzten Biomasse, der Art der Aschen und dem Schwermetallgehalt der Asche ab.
Downloads und weitere Infos
Einblicke in weitere Förderprojekte
)
2025-B-002 | Offenburg
Biochar Action Hub
Digitale Plattform für Klimaschutz mit Pflanzenkohle – Vernetzung und Austausch in Baden-Württemberg und darüber hinaus
)
2026-A-001 | Lörrach
Brandsichere PV-Fassade für das Lörracher Rathaus
Das Projekt liefert alle wichtigen Nachweise – inklusive eines realen Brandversuchs – damit eine neue solaraktive Hochhausfassade im Denkmalschutz genehmigt werden kann.
)
2026-A-003 | Freiburg
Zukunftsfähige Energie- und Ladeinfrastruktur für den LKW-Verkehr
Aufbau eines vernetzten Energie- und Ladesystems mit PV, Batteriespeichern und Mittelspannungsring zur Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs.