2019-06
PV-Wechselrichter für Mikoi-PV-Anlagen
In diesem Projekt wurde untersucht, ob Mirko-Solaranlagen (Mikro-PV), die man z.B. am Balkon installieren kann, technisch und wirtschaftlich machbar sind.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | PV-Wechselrichter für Mikoi-PV-Anlagen |
| Projektnummer | 2019-06 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Projektträger | Badenova AG & Co. KG |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 88.711 € |
Solarstrom für alle – einfach über die Steckdose
Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, die technische Realisierbarkeit von Mikro-Photovoltaikanlagen in der Region zu demonstrieren. Im Gegensatz zu großen PV-Anlagen, die aus mehreren Modulen, Wechselrichtern und komplexer Installation bestehen, können Mini-PV-Systeme mit ein bis zwei Modulen direkt über die Steckdose ins Hausstromnetz eingespeist werden. Die einfache Installation auf Balkonen, Terrassen, Carports oder Fassaden macht die Technologie besonders attraktiv für Mieterinnen und Mieter sowie für Haushalte ohne eigenes Solardach. Der Wechselrichter ist bereits integriert, sodass der erzeugte Strom direkt genutzt werden kann.
Testfelder und Öffentlichkeitsarbeit
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Anwendungsgebiete identifiziert und exemplarisch ausgestattet. Dazu gehörten Gärten, Carports, Balkone in Mehrfamilienhäusern, öffentliche Einrichtungen, Außengebäude der Badenova sowie Mietwohnungen. Die technischen Komponenten wurden installiert, dokumentiert und auf ihre Funktionalität geprüft. Zusätzlich wurde ein mobiles Mikro-PV-System zu Demonstrationszwecken aufgebaut. Die begleitende Öffentlichkeitsarbeit informierte sowohl die interessierte Bevölkerung als auch relevante Akteure wie Netzbetreiber, Vermieter oder Feuerwehr. Zwei Jahre nach Projektbeginn entstand aus einer Kooperation mit der Energieversorgung Mittelrhein der Online-Shop Solarista. Parallel dazu betrieb die Badenova mit GrünHausEnergie eine Plattform für Zubehör und Erweiterungen.
Skalierung und Zukunftsperspektiven
Ein weiteres Ziel des Projekts war es, die Rahmenbedingungen für eine reibungsfreie Skalierung von Balkonsolaranlagen zu erarbeiten. Neben der technischen Lösung wurden Prozesse analysiert, Schwachstellen identifiziert und Potenziale aufgezeigt. Der gesamte Ablauf von der Idee über Kauf, Anmeldung, Montage bis zur Inbetriebnahme sollte möglichst einfach gestaltet werden. So konnte eine breite Nutzergruppe aktiv zur ökologischen Energieerzeugung beitragen. Die kontinuierlichen Ergebnisse des Projekts wurden in Zwischenberichten und auf Informationsseiten veröffentlicht. Ergänzend erklärte Energiepionier Hannes Fugmann in einem Videobeitrag anschaulich, wie einfach die Anmeldung einer Mikro-PV-Anlage erfolgen konnte.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Der Kauf einer Mikro-PV-Anlage geht schnell und ist leicht. Umso wichtiger ist es, vorher zu prüfen, ob der Vermieter oder die Miteigentümer der Installation zustimmen, eine Einspeisesteckdose vorhanden ist, der Aufstell- oder Montageort für die Mikro-PV-Anlage geeignet ist, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten für eine Installation ausreichen und/oder eine Fachkraft zur Installation hinzuzuziehen ist. Siehe dazu auch den Leitfaden für die Inbetriebnahme einer Mini-PV-Anlage im Anhang zum Projekt-Abschlussbericht.
Über einen notwendigen Zählerwechsel und die Anmeldung beim Netzbetreiber wird viel diskutiert. In der Praxis aber bieten immer mehr Netzbetreiber ein vereinfachtes Anmeldeverfahren an und der Zählerwechsel ist fast immer nur dann problematisch, wenn nicht nur der Zähler sehr alt ist, sondern auch die gesamte sonstige Elektro-installation des Hauses. Mit dem weiteren Rollout von modernen Messeinrichtungen, die ein kluger Netzbetreiber von sich aus gleich als Ein- und Ausspeisezähler parametriert, wird sich die Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber weiter vereinfachen, ebenso bei Netzbetreibern, die einen Zählerwechsel zu einer modernen Messeinrichtung kostenlos anbieten.
Am Markt erhältliche Mikro-PV-Anlagen sind oft nur auf den ersten Blick günstig, sicher und für ihren Anwendungszweck optimiert. Die häufig verkauften, schweren Aufdachmodule sind an einem Balkongeländer oft nur schwer zu befestigen, teuer im Transport und für Über-Kopf-Installationen und bei Verschattungen ungeeignet. Zeit und Kosten sind für Handwerker, Montage und Anmeldungen einzukalkulieren. Wer vor allem auf die Wirtschaftlichkeit seine Mikro-PV-Anlage aus ist, sollte vor dem Erwerb der Anlage eine Gesamtkostenbetrachtung bzw. einen Vergleich verschiedener Anlagenvarianten durchführen – und natürlich auch den Zeitaufwand für diesen Vergleich berücksichtigen.
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