Reallabor positive Klimabilanz in (kommunalen) Betrieben 

Hier wird eine Vielzahl von Modulen zur Emissionsreduktion und der Schaffung von Kohlenstoffsenken in Betrieben am Beispiel des Mundenhofs erarbeitet.

Eine lange Reihe von Komposthaufen, aus denen Dampf aufsteigt, teilweise mit grünen Planen abgedeckt, im Hintergrund ein Traktor auf einem Feldweg.
Projektdaten
ProjektnameReallabor positive Klimabilanz in (kommunalen) Betrieben
Projektnummer2021-V-010
ProjektartBau & Anwendung
Umsetzung durchEuropean Biochar Industry Consortium e.V. (EBI)
Laufzeit bis
Fördersumme150.000 €

Emissionen reduzieren und kommunale Vorbildfunktion stärken

Das Projekt am Freiburger Mundenhof zielt darauf ab, durch modulare Maßnahmen zur Emissionsreduktion und Schaffung von Kohlenstoffsenken einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die entwickelten Module sollen nicht nur die Klimabilanz des Mundenhofs verbessern, sondern auch als übertragbare Lösungen für andere kommunale Betriebe und landwirtschaftliche Einrichtungen dienen. Ziel ist es, durch praxisnahe Ansätze eine positive Netto-Klimabilanz zu erreichen und gleichzeitig als Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften zu wirken.

Pflanzenkohle und klimafreundliche Reststoffverwertung

Ein zentrales Element des Projekts ist die Herstellung von Pflanzenkohle durch Pyrolyse aus organischen Reststoffen wie Mist, Laub und Grünschnitt. Diese Methode bindet dauerhaft Kohlenstoff und verhindert dessen Freisetzung in die Atmosphäre. Die Pflanzenkohle wird in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, etwa in der Kompostierung, zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Förderung des Humusaufbaus. Dadurch entstehen Kohlenstoffsenken, die zur Resilienz gegenüber Klimafolgen beitragen. Die Maßnahmen werden öffentlichkeitswirksam umgesetzt, um Wissen und Akzeptanz zu fördern.

Modularer Ansatz und Übertragbarkeit

Der Mundenhof dient als Modellbetrieb, dessen vielfältige Strukturen – von Landwirtschaft über Gastronomie bis hin zu Logistik – eine breite Palette an Klimaschutzmaßnahmen ermöglichen. Die Module decken unterschiedliche Sektoren ab, darunter Energieeffizienz, erneuerbare Energien, nachhaltige Baustoffe und Grünflächenmanagement. Durch den modularen Aufbau können Kommunen und Betriebe einzelne Maßnahmen flexibel übernehmen und kombinieren. Schulungs- und Informationsangebote unterstützen die Verbreitung und erleichtern die individuelle Planung auf dem Weg zur Klimaneutralität.

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