Versickerung von Regenwasser im Vauban 

Evaluierung der Regenwasserversickerung im Vaubangelände – ein Model zur Abschätzung der Effekte von Regenwasserbewirtschaftung.

Ein begruentes Dach mit Pflanzen auf einem modernen Gebaeude, umgeben von Baeumen und einem Wohngebiet unter strahlend blauem Himmel.
Projektdaten
ProjektnameVersickerung von Regenwasser im Vauban
Projektnummer 2009-09
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durch Uni Freiburg, Institut für Hydrologie
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme188.517 €

Regenwasserbewirtschaftung in stark versiegelten Stadtgebieten

In Großstädten versickert Regenwasser zunehmend schlechter, da immer mehr Flächen bebaut oder versiegelt sind. Die bestehenden Kanalsysteme verfügen häufig nur über begrenzte Kapazitäten und sind bei Starkregen schnell überlastet. Zusätzlich werden Schadstoffe durch den Regen in Gewässer gespült. Zwar geht man davon aus, dass städtische Grünflächen, Bäume oder begrünte Dächer diese Effekte abschwächen können, doch fehlten bislang belastbare statistische Daten, um diesen Zusammenhang fundiert zu bewerten. Ziel des Projekts war es daher, die Auswirkungen unterschiedlicher Flächennutzungen auf den Regenwasserabfluss wissenschaftlich zu untersuchen.

Messungen und Analysen im Freiburger Stadtteil Vauban

Das Institut für Hydrologie der Universität Freiburg untersuchte diese Fragestellungen im Stadtteil Vauban. Als vergleichsweise junger Stadtteil eignet sich Vauban besonders gut, um zu überprüfen, inwieweit die ursprünglichen Annahmen der Stadtplanung zum Regenwasserabfluss zutreffen. Aufgrund des undurchlässigen Lehmbodens, der Wasser nur schlecht aufnimmt, wurde dort von Beginn an vorgesehen, Regenwasser überwiegend über Pflasterrinnen und Sammelgräben abzuleiten. Die Freiburger Hydrologen kombinierten Computermodelle mit umfangreichen Messreihen, was in dieser Form bislang einzigartig ist. Erfasst wurden unter anderem Niederschlagsmengen, Abfluss und Verdunstung, die Wasseraufnahme von Grünflächen sowie die Speicherfähigkeit bewaldeter Areale. Ergänzend lieferten Luftbilder Informationen über die Anzahl und Verteilung begrünter Dächer im Untersuchungsgebiet.

Simulationswerkzeug FReWaB für Kommunen und Planung

Als Ergebnis des Projekts steht nach dessen Abschluss das Simulationswerkzeug FReWaB – Freiburger RegenWasserBewirtschaftung – zur Verfügung. Dieses Modell ermöglicht es, die Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung auf die Wasserbilanz eines konkreten Standorts oder Grundstücks abzuschätzen. FReWaB richtet sich an Gemeinden, Behörden und weitere Interessierte, die Regenwasserabfluss und Versickerung besser planen und bewerten möchten. Das Modell sowie weiterführende Informationen werden über die Webseite des Instituts für Hydrologie der Universität Freiburg bereitgestellt und dienen als Grundlage für eine fundierte, standortbezogene Bewertung von Regenwasserbewirtschaftungskonzepten.

Downloads und weitere Infos

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