Grid-Sensitive Energy Community 

Energieverbraucher bilden regionale Energiecommunities und helfen so Überlastungssituationen zu vermeiden und die unbedingt benötigte Leistung zu reduzieren.

Regionale Energiecommunities koordinieren ihren Verbrauch netzsensitiv, um Leistungsspitzen zu vermeiden und das Stromnetz zu entlasten.
Projektdaten
ProjektnameGrid-Sensitive Energy Community Coordination – Vorhabenteil Feldversuch
Projektnummer2023-B-003
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durchbadenovaNETZE GmbH
Laufzeit bis
ProjektstatusNicht abgeschlossen
Fördersumme137.601 €

Intelligente Netzsteuerung durch Energiecommunities

Das zentrale Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines netzdienlichen Koordinationssystems für Energiecommunities, das zur besseren Auslastung bestehender Infrastruktur im Niederspannungsnetz beiträgt. Durch die intelligente Steuerung von Erzeugung und Verbrauch soll der Bedarf an physischem Netzausbau reduziert, Netzengpässe vermieden und gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Das Projekt versteht sich als Modell für nachhaltige Energieversorgung und will zeigen, wie durch lokale Kooperation und innovative Technik die Energiewende aktiv gestaltet werden kann.

Konzept und regionale Umsetzung

Im Rahmen einer Durchführbarkeitsstudie wird untersucht, wie Energiecommunities durch koordinierte Steuerung zur Entlastung des Stromnetzes beitragen können. Der Feldtest findet in Freiburg-Opfingen statt, ist aber grundsätzlich auf andere Regionen übertragbar. Ziel ist es, eine Produktidee zu entwickeln, mit der Energiedienstleister künftig flexible Tarife anbieten können. Das Projekt setzt auf die aktive Einbindung der Bevölkerung, um Bewusstsein für Stromeinsparung zu schaffen und eine Vorbildwirkung zu erzielen. Gleichzeitig werden Eingriffe in die Umwelt durch vermiedenen Netzausbau reduziert – ein wichtiger Aspekt gerade im städtischen Raum.

Innovation durch Technik und Kooperation

Das Projekt arbeitet mit renommierten Partnern wie dem Fraunhofer ISE und der Universität Freiburg zusammen. Zum Einsatz kommen neuartige Koordinationsmechanismen, die Prosumer – also gleichzeitig erzeugende und verbrauchende Mitglieder der Community – gezielt einbinden. Ergänzt wird dies durch innovative Messtechnik, etwa das OLI-Messsystem mit Schnittstelle zum Netzbetreiber sowie neue Messsysteme bei badenovaNETZE zur Erfassung der Niederspannungsabgänge. Die Kombination aus technischer Innovation, sozialer Beteiligung und regionaler Umsetzung macht das Projekt zu einem beispielgebenden Modell für die Energiewende.

Downloads und weitere Infos

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