Holistic Compost Lab - Zentrum für Bodengesundheit
Eine regionale Anlaufstelle für alle, die ihren Boden gesünder machen und eine sich selbst verstärkende Aufwärtsspirale zur Regeneration in Gang setzen wollen
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Holistic Compost Lab |
| Projektnummer | 2023-03 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Steingrubenhof |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Laufend |
| Fördersumme | 144.951 € |
Bodengesundheit als Schlüssel zur Ökosystemregeneration
Das Holistic Compost Lab verfolgt das Ziel, die schleichende Zerstörung unserer Böden nicht nur zu stoppen, sondern aktiv umzukehren. Als bundesweit neuartiges Zentrum für angewandte Bodengesundheit soll es die Wiederherstellung funktionierender Ökosysteme durch den gezielten Aufbau eines gesunden Boden-Mikrobioms ermöglichen. Im Fokus steht dabei das „Soil Food Web“ – ein komplexes Netzwerk mikrobiellen Lebens, das zentrale Funktionen wie CO₂-Bindung, Nährstoffkreisläufe und Wasserspeicherung übernimmt. Das Projekt möchte das Bewusstsein für die Bedeutung des Bodenlebens stärken und konkrete Lösungen für die Regeneration degradierter Böden bieten.
Wissenschaftlich fundierte Kompostproduktion und Ökosystemaufbau
Im Holistic Compost Lab wird ein biologisch hochdiverses Boden-Mikrobiom gezüchtet, das als Kompostextrakt oder Komposttee zur Beimpfung geschädigter Böden dient. Durch die Aktivierung mikrobieller Prozesse werden natürliche Ökosystemfunktionen wie Humusaufbau, CO₂-Speicherung, Wasserhaltefähigkeit und Nährstoffverfügbarkeit wiederhergestellt. Die Mikroorganismen gehen Symbiosen mit Pflanzen ein, fördern deren Wachstum und wandeln abgestorbene Wurzelmasse in langfristig gebundenen Kohlenstoff um. So entsteht eine regenerative Spirale, die nicht nur die Bodenfruchtbarkeit erhöht, sondern auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingten Störungen stärkt.
Produktionsstätte, Forschungszentrum und Bildungsort
Das Holistic Compost Lab gliedert sich in drei Bereiche: eine Produktionsstätte für mikrobiell hochwertigen Kompost, ein Forschungs- und Kompetenzzentrum für dessen Anwendung sowie ein offenes Info- und Bildungszentrum für Bodengesundheit. Es richtet sich an Landwirte und Landwirtinnen, Kommunen und Privatpersonen, die ihre Böden regenerieren und aktiv zum Klimaschutz beitragen möchten. Ziel ist es, eine ertragsstabile, chemiefreie Landwirtschaft zu ermöglichen, die auf natürlichen Prozessen basiert und gleichzeitig die Gesundheit von Mensch und Umwelt fördert.
Auch weitere Förderprojekte befassen sich mit dem Thema Bodenaufbau und -regeneration. Wie organische Abfallprodukte und Pflanzenkohle hochwertigen Kompost ergeben können zeigt das Projekt Reallabor positive Klimabilanz in (kommunalen) Betrieben auf dem Mundenhof.
Um den Nachweis von Humusaufbau geht es dagegen im Projekt Humusaufbau-Monitoring mit Remote Sensing Es hat zum Ziel regionale CO2-Klimazertifikate mithilfe einer neuen Monitoring Technologie attraktiver zu machen.
Einblicke in weitere Förderprojekte
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2026-A-006 | Schutterwald
Aluminiumproduktion mit Abwärme statt Erdgas
Beim Pressen entstehende Abwärme fließt direkt in die Alterungsöfen, ersetzt dort Gas und führt zu einer energieeffizienteren Produktion.
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2026-A-004 | Freiburg
Charlie – BioChar und Kohlendioxid aus biogenen Reststoffen
Ziel des Projekts ist der Nachweis der techno-ökonomischen Machbarkeit der synergetischen Herstellung von biogenem CO2 und Biochar aus biogenen Roh- und Reststoffen am Beispiel des Standorts Eichelbuck.
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2026-A-005 | Freiburg
Food4Impact-FT 1844
Die Freiburger Turnerschaft entwickelt ein nachhaltiges Ernährungsmodell für klimafreundliche Verpflegung im Breitensportverein.