Lassen sich Spurenstoffe im Wasser durch bessere Filter entfernen?
Untersuchung zur Tauglichkeit von Aktivkohlefiltration und Filtration durch Umkehrosmose zur Aufbereitung von belastetem Wasser.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Spurenstoffentfernung aus weichen Brunnenwässern durch Optimierung einer Umkehrosmoseanlage |
| Projektnummer | 2009-10 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | Offenburger Wasserversorgung |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 112.100 € |
Belastung des Trinkwassers mit Dimethylsulfat
Seit 2007 stellt die Offenburger Wasserversorgung (OWV) im Gewinnungsgebiet Sägeteich erhöhte Konzentrationen von Dimethylsulfat (DMS) fest. Bei DMS handelt es sich um ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln. Die gemessenen Werte liegen teilweise über dem baden‑württembergischen Grenzwert. Als Ursache gelten unter anderem Obst‑ und Weinbauflächen im Wassereinzugsgebiet. Die bestehenden Filteranlagen der OWV sind nicht in der Lage, die Schadstoffkonzentrationen deutlich zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund wurde ein Projekt gestartet, um alternative Aufbereitungsverfahren zu untersuchen.
Vergleich von Aktivkohlefiltration und Umkehrosmose
Im Rahmen des Projekts wurden zwei Verfahren zur Wasseraufbereitung miteinander verglichen: die Aktivkohlefiltration und die Filtration durch Umkehrosmose. Ziel war es, das für die Offenburger Wasserversorgung am besten geeignete Verfahren zu identifizieren. Die Umkehrosmose arbeitet mit einer halbdurchlässigen Membran, die gelöste Stoffe aus dem Wasser zurückhält. Dieses Verfahren kommt bislang noch selten zur Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz. Ein wesentlicher Untersuchungsaspekt bestand darin, die Wirksamkeit der Filter zu bewerten, die in früheren Untersuchungen eine Rückhaltung von 70 bis 90 Prozent der Schadstoffe erreicht hatten.
Wirksamkeit und Potenzial der Umkehrosmose
Ein besonderes Augenmerk lag auf der langfristigen Leistungsfähigkeit der Umkehrosmose. Dabei zeigte sich, dass ein zentrales Problem dieser Filtertechnik in der Ablagerung schwer löslicher Salze auf der Membranoberfläche liegt, was die Funktion beeinträchtigen kann. Erweisen sich die Versuche dennoch als erfolgreich, besitzt die Umkehrosmose ein großes Potenzial für die Trinkwasseraufbereitung. Das Verfahren könnte künftig auch bei anderen Wasserversorgern eingesetzt werden, um organische Stoffe im Wasser effektiver zu entfernen.
Downloads und weitere Infos
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