2021-08
Grünwandfassade - Entwicklung eines biodiversen, wandgebundenen Fassadengrünwandsystems für Gewerbe- und Industriebauten zur Regenwasserreinigung vor Ort bei reduziertem Flächenverbrauch
Eine Grünwandfassade soll den Flächenverbrauch von Gebäuden ausgleichen und dabei das Regenwasser reinigen sowie in den natürlichen Wasserkreislauf zurückführen
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Grünwandfassade - Entwicklung eines biodiversen, wandgebundenen Fassadengrünwandsystems für Gewerbe- und Industriebauten zur Regenwasserreinigung vor Ort bei reduziertem Flächenverbrauch |
| Projektnummer | 2021-08 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Projektträger | Beispielprojektträger (aus Excel) |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 150.000 € |
Nachhaltig gebaut mit ökologischer Wirkung
Die geplante Grünwandfassade gleicht beim Neubau einer Produktionshalle den Flächenverbrauch aus und reinigt gleichzeitig das Regenwasser direkt vor Ort. Durch die Rückführung in den natürlichen Wasserkreislauf entstand ein ökologischer Mehrwert unmittelbar am Gebäude. Die Fassade bot Lebensraum für zahlreiche Organismen und senkte langfristig die Betriebskosten. Das Projekt zeigte, wie moderne Architektur mit Umweltverantwortung verbunden werden konnte.
Technik traf Natur in der Wandkonstruktion
Die Grünwand wurde als wandgebundenes System entwickelt und nutzte den gewachsenen Oberboden des Baugrundstücks. So blieben die Bodenfunktionen trotz Bebauung erhalten. Regenwasser vom Dach wurde in die Wand geleitet, dort gespeichert und gereinigt. Die Konstruktion schuf ein Gleichgewicht zwischen den Schutzgütern Boden, Wasser, Tier, Pflanze, Mensch und Klima. Das modulare Baukastensystem erfüllte alle bautechnischen Anforderungen und bot hohe Planungssicherheit für Investor:innen.
Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft
Die Investition in die Grünwandfassade zahlte sich mehrfach aus. Sie sparte Fläche beim Grundstückskauf, reduzierte den Aufwand für Statik und senkte dauerhaft Kosten für Wasser, Energie und Wartung. Zusätzlich erfüllte sie Kriterien für Ökopunkte und trug zur CO₂-Speicherung, Sauerstoffproduktion, Feinstaubbindung und Schallreduktion bei. Bei breiter Anwendung in Gewerbegebieten oder entlang von Verkehrswegen konnten solche Fassaden als lebende Schallschutzwände dienen. In Kombination mit Gründächern und Photovoltaik entstand ein wirkungsvoller Beitrag zur Gestaltung nachhaltiger Lebensräume.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Der technische Erfolg des Grünwandfassadensystems liegt in seiner konsequenten Umsetzung nachhaltiger Technologien. Die Integration des natürlichen Oberbodens in die Wandkonstruktion, die effiziente Regenwasserbewirtschaftung und die Schaffung eines biodiversen Lebensraums zeugen von einer innovativen Synergie aus Architektur und Umweltschutz. Dieser technologische Durchbruch vereint Ästhetik mit ökologischer Effizienz, setzt neue Maßstäbe in der Bauindustrie und demonstriert die Machbarkeit eines nachhaltigen, grünen Bauparadigmas.
Die ökologischen Erwartungen und Zielsetzungen wurden erfolgreich umgesetzt. Die Integration des gewachsenen Oberbodens in die Wandkonstruktion ermöglichte die Schonung von Horizontalflächen und den Erhalt des natürlichen Lebensraums. Die effiziente Regenwasserbewirtschaftung trug nicht nur zur Bewässerung der Grünwand bei, sondern auch zur natürlichen Reinigung und Rückführung in den Wasserkreislauf. Die geschaffene Biodiversität in der Vertikalen unterstreicht den Erfolg der ökologischen Zielsetzungen. Klimaverbesserung, CO2-Speicherung und die Reduktion von Emissionen wurden realisiert, was das Grünwandfassadensystem zu einem lebenden Beispiel für nachhaltiges Bauen macht.
Durch die Förderung des Badenova Innovationsfonds wurde die Erstleung des Prototypens ermöglichte. Die daraus gewonnen Erkenntnisse über das Grünwandfassadensystems waren für die Akzeptanz und den Markteintritt grundlegend. Die am Standtort Breisach realisierte Grünwand macht den ökologischen und ökonomischen Nutzen sichtbar, führten zu einem vertieften Verständnis der ökologischen Auswirkungen, technologischen Optimierungen und Anpassung an verschiedene Kontexte. Dies ermöglichte die stetige Verbesserung des Systems und dessen erfolgreiche Umsetzung in realen Bauprojekten.
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