Internetplattform pfluglose Bodenbearbeitung 

Informationen zu umweltverträglichen Landbearbeitungsmethoden – wirtschaftliche und ökologische Vorzüge, Methoden, Förderprogramme, Beratungsstellen, Betriebe.

Ein roter Traktor pfluegt an einem bewoelkten Tag ein großes, braun-gelbes Feld, im Hintergrund sind grüne Huegel und Baeume zu sehen.
Projektdaten
Projektname Informationsplattform pfluglose Bodenbearbeitung
Projektnummer 2009-15
ProjektartUmweltkommunikation
Umsetzung durch ANNA - Agentur für nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme69.876 €

Pfluglose Bodenbearbeitung in Deutschland

Pfluglose Bodenbearbeitung ist in Deutschland bislang wenig verbreitet. Während weltweit rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen im Direktsaatverfahren bewirtschaftet werden, liegt der Anteil hierzulande lediglich bei etwa 1,5Prozent. Dabei bieten pfluglose Verfahren sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile. Durch den geringeren Einsatz von Maschinen sinken Produktionskosten und Arbeitsaufwand. Gleichzeitig sparen Landwirte Treibstoff und reduzieren den CO-Ausstoß. Ziel entsprechender Initiativen ist es daher, diese Form der Bodenbearbeitung bekannter zu machen und ihre Potenziale aufzuzeigen.

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile pflugloser Verfahren

Ein zentraler Vorteil pflugloser Methoden besteht darin, dass sie das Bodenökosystem kaum beeinträchtigen. Dadurch wird die Erosion verringert und die Bodenstruktur sowie die Befahrbarkeit verbessern sich. Im Boden können sich mehr Pflanzen, Insekten und Mikroorganismen ansiedeln, wodurch ein stabiles Porensystem entsteht. Dieses fördert den Abbau von Pflanzenresten und erhöht die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, was den Nitrat-Eintrag ins Grundwasser reduziert. Im Vergleich zum herkömmlichen Pflügen gelangt zudem weniger Humus in Gewässer, wo er sonst von Bakterien zu klimaschädlichem Methan abgebaut würde. Da mehr Pflanzenreste im Boden verbleiben, wird zusätzlich Kohlenstoff gebunden und der Ausstoß von CO₂ in die Atmosphäre verringert. Besonders wirksam ist dieser Effekt beim Anbau von Zwischenfrüchten, die bei pfluglosen Verfahren üblich sind. Diese versorgen den Boden mit Nährstoffen und senken den Bedarf an Dünger.

Informationsplattform zur pfluglosen Bodenbearbeitung am Oberrhein

Um Vorurteile gegenüber pfluglosen Verfahren abzubauen und über Ertrag, Aufwand und praktische Umsetzung zu informieren, wurde eine internetbasierte Informationsplattform zur pfluglosen Bodenbearbeitung am Oberrhein aufgebaut. An dem Projekt beteiligt sind unter anderem die Freiburger Agentur für nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA), die Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung, das grenzüberschreitende Institut zur rentablen umweltgerechten Landbewirtschaftung (ITADA) sowie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg. Die Plattform bietet ein kontinuierlich aktualisiertes Archiv zur bestehenden Forschung sowie eine Literatur- und Adressdatenbank. Sie richtet sich an Landwirte, Maschinenhersteller und Wissenschaftler und stellt Informationen zu Methoden, Förderprogrammen, Beratungsstellen und Betrieben bereit. Damit schafft sie eine wichtige Grundlage, um umweltverträglichen Landbearbeitungsmethoden einen stärkeren Stellenwert zu verschaffen.

Downloads und weitere Infos

Einblicke in weitere Förderprojekte

Brandsichere PV-Fassade für das Lörracher Rathaus

2026-A-001 | Lörrach

Brandsichere PV-Fassade für das Lörracher Rathaus

Das Projekt liefert alle wichtigen Nachweise – inklusive eines realen Brandversuchs – damit eine neue solaraktive Hochhausfassade im Denkmalschutz genehmigt werden kann.

Food4Impact-FT 1844

2026-A-005 | Freiburg

Food4Impact-FT 1844

Die Freiburger Turnerschaft entwickelt ein nachhaltiges Ernährungsmodell für klimafreundliche Verpflegung im Breitensportverein.

Optimierung von Fernwärme- Kundenanlagen

2025-A-001 | Freiburg

Optimierung von Fernwärme- Kundenanlagen

Intelligente Steuerung von Fernwärme-Kundenanlagen für mehr Effizienz, stabile Netze und eine klimaneutrale Wärmeversorgung.