Post-EEG: Ihre PV-Anlage bleibt ein Gewinn

Nach 20 Jahren läuft für viele Photovoltaikanlagen die staatliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Doch das bedeutet nicht das Aus für Ihre Solaranlage – im Gegenteil: Mit den richtigen Lösungen können Sie Ihre Anlage auch nach dem Förderende weiterhin effizient und gewinnbringend betreiben.

Ob Einspeisung zum Marktwert, Eigenverbrauch mit Speicher oder neue Fördermodelle – Badenova zeigt Ihnen, wie Sie Ihre PV-Anlage fit für die Zukunft machen und weiterhin von Solarstrom profitieren.

Ihre Optionen nach dem Förderende

Auch nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung bleibt Ihre Photovoltaikanlage ein wertvoller Bestandteil Ihrer Energieversorgung. Je nach Anlagengröße, Verbrauchsverhalten und technischen Voraussetzungen haben Sie verschiedene Möglichkeiten, den erzeugten Solarstrom weiterhin sinnvoll zu nutzen:

Volleinspeisung zum Marktwert

Wenn Sie den erzeugten Strom komplett ins öffentliche Netz einspeisen möchten, erhalten Sie eine sogenannte „Anschlussvergütung“. Diese orientiert sich am Marktwert Solar und wird bis Ende 2027 garantiert. Sie fällt zwar deutlich geringer aus als die ursprüngliche EEG-Vergütung, bietet aber eine einfache Weiterbetriebsoption mit minimalem Aufwand.

Hinweis: Die Vermarktung erfolgt über den Netzbetreiber oder einen Direktvermarkter. Vermarktungskosten werden pauschal abgezogen.

Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung

Statt den gesamten Strom einzuspeisen, können Sie ihn größtenteils selbst verbrauchen. Das reduziert Ihre Stromrechnung und macht Sie unabhängiger vom Markt. Nur der Überschuss wird eingespeist und vergütet. Vor allem in Verbindung mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauchsanteil deutlich steigern.

Vorteil: Besonders wirtschaftlich für Haushalte mit hohem Eigenbedarf und technischer Bereitschaft zur Umrüstung (Zähler, Wechselrichter).

Direktvermarktung

Größere Anlagen (ab 100 kWp) oder professionelle Betreiber können den Solarstrom auch direkt an der Strombörse vermarkten. Bei der Vermarktung Ihres selbst erzeugten Stroms steht die badenova als Direktvermarkter ebenfalls an Ihrer Seite. Dazu erhalten Sie alle Informationen auf unserer Seite zum Thema Direktvermarktung (Link TBD).

Gut zu wissen: Die Direktvermarktung kann lukrativer sein, ist aber mit mehr Aufwand und technischen Anforderungen verbunden.

Eine PV-Anlage m Morgenlicht

Badenova Magazin "Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung?"

"Photovoltaik ist in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Methoden der erneuerbaren Energieerzeugung geworden. Immer mehr Hausbesitzende und Unternehmen entscheiden sich dafür, in Solaranlagen zu investieren, um umweltfreundlichen Strom zu produzieren und langfristig Kosten zu sparen. Doch bevor man sich für eine Photovoltaikanlage entscheidet, ist es wichtig, die damit verbundenen Kosten genau zu verstehen."

Was lohnt sich für wen? 

Nach dem Förderende stellt sich für viele Betreiber die Frage: Welche Weiterbetriebsoption ist für meine Anlage wirtschaftlich sinnvoll?

Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab: Anlagengröße, Stromverbrauch im Haushalt oder Betrieb, technischer Zustand der Anlage – und nicht zuletzt von Ihrer Bereitschaft, Zeit und Geld in eine Umrüstung zu investieren. 
 
Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die Optionen besser einzuordnen:

Option

Vorteile

Voraussetzungen

Für wen geeignet?

Volleinspeisung (Marktwert)

  • Einfache Abwicklung

  • Keine technische Anpassung nötig

Anmeldung beim Netzbetreiber

Betreiber:innen, die keine Umrüstung vornehmen wollen

Eigenverbrauch + Überschuss

  • Höhere Wirtschaftlichkeit

  • Mehr Unabhängigkeit

Zählerwechsel Stromspeicher empfehlen

Haushalte mit hohem Stromverbrauch

Direktvermarktung

  • Potenziell höhere Vergütung

  • Marktnahe Lösung

Fernsteuerbarkeit Marktzugang

Große Anlagen >100 kWp oder Gewerbebetriebe

Tipp: Badenova bietet Ihnen Unterstützung bei der Wahl der richtigen Betriebsform und begleitet Sie auf Wunsch durch den gesamten Umstellungsprozess. 

Lösungen für Anlagen über 10 kWp

Größere Photovoltaikanlagen bieten besonders attraktive Potenziale – insbesondere im Zusammenspiel mit modernen Stromspeichern.

Mit einem Speicher erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil deutlich und machen sich unabhängiger vom Strommarkt. Das steigert nicht nur die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage, sondern auch Ihre Versorgungssicherheit.

Ihre PV-Anlage von Badenova

Badenova begleitet Sie auf dem Weg zu Ihrer individuellen Photovoltaik-Lösung – vom Vorab-Angebot bis zur schlüsselfertigen Installation. Alles aus einer Hand. Erfahren Sie jetzt mehr über die einzelnen Schritte zur eigenen Photovoltaikanlage.

Warum sich der Weiterbetrieb lohnt

  • Ihre Solaranlage ist meist technisch noch voll funktionsfähig

  • Jeder selbst erzeugte und verbrauchte Strom spart Kosten

  • Mit einem Stromspeicher kann der Eigenverbrauchsanteil deutlich erhöht werden

  • Durch die badenova-Zusatzvergütung lohnt sich auch die Volleinspeisung weiterhin

  • Badenova steht für eine dezentrale, bürgernahe Energiewende – machen Sie Ihre PV-Anlage weiterhin zum Teil davon.

Technische und rechtliche Anforderungen

Auch nach dem Ende der EEG-Förderung bleibt der Weiterbetrieb Ihrer Photovoltaikanlage rechtlich und technisch geregelt. Wer seine Anlage weiterhin nutzen möchte, sollte einige Punkte beachten – insbesondere im Hinblick auf Zählertechnik, Meldepflichten und Steuerfragen.

Zählertechnik und Messkonzepte

Für Eigenverbrauch oder Direktvermarktung ist in der Regel ein Zweirichtungszähler erforderlich, der sowohl Einspeisung als auch Bezug misst. In manchen Fällen muss auch der Netzanschluss oder die Kommunikationstechnik angepasst werden.

Hinweis: Badenova oder Ihr Netzbetreiber beraten Sie zu notwendigen Anpassungen und übernehmen ggf. die Umrüstung.

Intelligente Messsysteme

Bei Anlagen über 7 kWp ist die Nachrüstung eines sogenannten Smart Meters (intelligentes Messsystem) gesetzlich vorgeschrieben. Dieses erlaubt eine genauere Erfassung und teilweise auch die Steuerung von Erzeugung und Verbrauch. Lesen Sie für weitere Informationen gerne unseren Blogartikel Smart Meter - was der digitale Stromzähler wirklich bringt.

Pflicht gemäß Messstellenbetriebsgesetz – Übergangsfristen beachten!

Steuerliche Aspekte

Seit 2023 gelten neue Regelungen:

Für viele Betreiber kleiner PV-Anlagen entfällt die Umsatzsteuer auf Einnahmen und Anschaffungskosten

Bei Verkauf oder Eigenverbrauch muss unter Umständen Einkommensteuer gezahlt werden – abhängig von der Anlagengröße und Nutzung

Tipp: Informieren Sie sich beim Steuerberater oder bei der Verbraucherzentrale über die für Sie geltenden Regeln.

Marktstammdatenregister

Auch nach dem EEG-Förderende besteht die Pflicht zur Registrierung und Aktualisierung Ihrer Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Verstöße gegen die Meldepflicht können zu Vergütungsverlusten führen.

Häufige Fragen (FAQ)