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20.12.2023

Neue Preise für Fernwärme in 2024

Zeitversetzte Weitergabe der Beschaffungspreise sorgt für Preisanstieg. Staatliche Faktoren beeinflussen die Preisgestaltung zusätzlich.

Quellen: Statistisches Bundesamt/Destatis, badenovaWÄRMEPLUS
Quellen: Statistisches Bundesamt/Destatis, badenovaWÄRMEPLUS

Um auch in Krisenzeiten eine sichere Versorgung zu gewährleisten, beschafft badenovaWÄRMEPLUS Energie über große Zeiträume hinweg. In den vergangenen zwei Jahren hat sich dieses Vorgehen bewährt, da so das Preisniveau für Fernwärme, insbesondere im Vergleich mit anderen Heizarten, wie Erdgas, Heizöl oder Holzpellets niedrig gehalten werden konnte. Allerdings musste auch während der vergangenen Hochpreisphase kontinuierlich weiter eingekauft werden. Entsprechend der gestiegenen Beschaffungskosten sind auch die Indizes des statistischen Bundesamts, die für die Preisanpassung verbindlich sind, gestiegen. Das schlägt sich nun zeitversetzt ab dem 1. Januar 2024 in gestiegenen Arbeitspreisen für Fernwärme nieder.

Staatliche Unterstützung läuft aus

Die Bundesregierung plante eine Verlängerung der Energiepreisbremsen bis zum 31. März 2024. Nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts wird diese Entlastung jedoch schon zum Jahresende 2023 auslaufen. Das betrifft neben Strom und Gas auch die Fernwärme.

Auch die Mehrwertsteuersenkung auf 7%, um Verbraucherinnen und Verbraucher in der Energiekrise zu entlasten, wird wahrscheinlich zum 01.03.2024 wieder auf 19% angehoben – hier steht die finale politische Entscheidung noch aus. Die staatliche Gasspeicherumlage sowie der von der Bundesregierung neuerlich erhöhte CO2-Preis beeinflussen den Fernwärmepreis zusätzlich.

Perspektive für den Wärmemarkt

Um die Umwelt zu schonen und die finanzielle Belastung kleinzuhalten, kommen in den badenovaWÄRMEPLUS Wärmenetzen verstärkt erneuerbare Energien und industrielle Abwärme zum Einsatz. Nicht-erneuerbare Brennstoffe wie Erdgas sollen bis 2035 vollständig abgelöst werden. So soll die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffmärkten hergestellt werden, durch die dann auch die CO2-Bepreisung wegfallen wird.

Aktuell sinken die Beschaffungspreise wieder. Diese Entwicklung und die zunehmende Umstellung auf Erneuerbare Energien werden sich zeitverzögert wieder positiv auf den Fernwärmepreis auswirken. Eine Absenkung des Arbeitspreises im Jahr 2025 wird dadurch wahrscheinlicher.

Detaillierte Informationen zur Zusammensetzung des Fernwärmepreises sind hier zu finden.