Informationen rund um die Antragsstellung

Fördervoraussetzungen

  • Umsetzung im badenova Netzgebiet
  • Bestehende Kundenbeziehung
  • Projektstart frühestens im Jahr der Antragsstellung

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bis zu 150.000 Euro Förderung
  • Maximal 50 Prozent Förderquote
  • Klare positive, ökologische Ausrichtung
  • Antragsfrist 31. Oktober

Kriterien zur Bewertung der Projekte

Ob Privatperson, Verein, Firma oder Kommunen – praktisch jeder badenova Kunde ist antragsberechtigt. Um jedoch in den Genuss einer Förderung zu kommen, muss Ihr Projekt bestimmte Kriterien erfüllen:

Innovationsgrad

  • Das Projekt basiert auf dem Einsatz eines innovativen Produktes oder Verfahrens oder auf einem neuartigen Konzept.

Ökologische Wirkung

  • Die angestrebte Problemlösung verringert Schadstoff-Emissionen in Luft und Wasser (z.B. merkliche CO2-Einsparungen) oder führt zu sonstiger Schadstoffreduktion im Ökosystem.
  • Das Projekt zielt auf den effizienten Umgang mit Wasser und/oder Energie oder setzt alternative, regenerative Energieformen ein.

Machbarkeit und Risiko

  • Das Gesamtkonzept des Projektes ist plausibel.
  • Das Vorhaben ist innerhalb seiner Laufzeit mit dem vorgeschlagenen Finanzierungsplan realisierbar.
  • Die technischen Entwicklungsziele können bis Laufzeitende erreicht werden.

Multiplikatoreneffekt

  • Über den einzelwirtschaftlichen Einsatz hinaus zeigt das Projekt auf, wie die angestrebte Problemlösung auf andere Einsatzmöglichkeiten übertragen werden kann.
  • Neben den direkten Effekten werden über Signal- oder Multiplikatorwirkung nennenswerte indirekte Impulse in der Region ausgelöst. Dies können Nachahmungseffekte sein, die Schaffung von ökologischem Bewusstsein in der Bevölkerung sowie Betrieben, Imagegewinn als innovative oder ökologisch orientierte Region, Qualifizierungs- und Lerneffekte in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Bewilligungsverfahren

Die Projektanträge werden einmal pro Jahr von unabhängigen Sachverständigen auf ihre Förderfähigkeit geprüft und Empfehlungen ausgesprochen. Diese Empfehlung stellen die Grundlage für eine Bewertung im Kommunalbeirat und letztendlich dem Entscheid durch den Aufsichtsrat der badenova. Das gesamte Verfahren umfasst 6 Monate. Projekte dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits begonnen haben.


Unterlagen zur Antragsstellung

Ausführliche Informationen zum Vergabeverfahren, den Richtlinien und der inhaltlichen Ausrichtung des Innovationsfonds können Sie den Richtlinien entnehmen.

Ergänzende Unterlagen und Informationen

Von der Idee zur Innovation ist es oftmals kein einfacher Weg. Hier finden Sie Hilfestellungen wie Sie Ihr Projekt verbessern können. Aus den Workshops und mit den Antragstellern zusammen sind diese für einen gemeinsamen Klima- und Wasserschutz entstanden.


Ihre Ansprechpartner

Gerne beraten und unterstützen wir Sie bei der Antragstellung.

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in bereits geförderte Projekte

Dezentrale, fassadenintegrierte Lüftungsanlagen für energetisch sanierte Gebäude
Offenburg

Umweltfreundliche Lüftung für sanierte Gebäude

In einem neuen Projekt untersuchte die Hochschule Offenburg, welche Fassadensysteme sich am besten eignen, Gebäude kostengünstig mit energieeffizienter Lüftung nachzurüsten. Hierbei eignen sich Schul- und Wohngebäude mit ihren unterschiedlichen Nutzerprofilen, um allgemeine Modelle für zentrale und dezentrale Anlagen zu erstellen. In Wohngebäuden möchten Nutzer Temperatur und Luftfeuchtigkeit dezentral steuern können. Für die meisten Klassenzimmer, Flure oder Aufenthaltsräume hingegen sind zentral gesteuerte Anlagen am effizientesten. Einzelne Sondernutzungsräume wie z. B. Computerräume, Rektorate oder Lehrerzimmer benötigen jedoch dezentrale Systeme. Zu Beginn des Projektes messen die Wissenschaftler die Luftqualität in den bereits klimatechnisch sanierten Offenburger Schulen. Anschließend installierten sie mehrere Anlagentypen in Schulgebäuden sowie – in Zusammenarbeit mit lokalen Wohnbaugesellschaften – in sanierten Mietshäusern. In den Schulgebäuden spielten sie verschiedene Szenarien durch und vergleichen die Ergebnisse mit einem Referenzraum. In den Wohngebäuden arbeiten Wandgeräte, Rohr-, oder Brüstungslüfter, wobei in Wohn- und Schlafzimmern der CO2-Gehalt, in Küche und Bad die Feuchtigkeit ausschlaggebend ist. Dabei berücksichtigten die Experten Kosten für Einbau und langfristige Wartung, wie energieeffizient die Anlagen sind und wie gut sie Feuchtigkeit, Lufthygiene und CO2-Konzentration regulierten. Auch analysierten sie, wie man die neuen Anlagen in bestehende Gebäudeautomation einbinden und so Energie und Kosten sparen kann. Mit den Ergebnissen brachten die Wissenschaftler den Maßnahmenkatalog für Schulen auf den neuesten Stand. Infoflyer und Artikel in der Fachliteratur informieren Architekten, Handwerker, Wohnbaugesellschaften und Hausbesitzer. Das Projekt macht so Schüler und Öffentlichkeit vertraut mit energieeffizienten Methoden für die Gebäudelüftung und bietet Interessierten einen Überblick über vorhandene Technologien. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Die CO2-Konzentration steigt in Unterrichtsräumen ohne Lüftung während der Unterrichts sehr schnell auf sehr hohe, bedenkliche Werte, sinkt aber nur sehr langsam und liegt häufig auch am nächsten Tag noch über dem Wert der Außenluft. Dies kann am nächsten Tag zu noch höheren Werten führen. Dementsprechend sind Lüftungsmaßnahmen zu empfehlen. In den Schulen ist die Wahl der geeigneten Lüftungsmaßnahme stark von der Raumbelastung abhängig. In schwach belasteten Räumen genügen u. U. CO2-Ampeln, die Lüftungsbedarf anzeigen. In hochbelasteten Räumen wird der Einbau von dezentralen Lüftungsgeräten empfohlen. In Mietwohnungen hängt der Verlauf der relativen Feuchte im Raum stark vom Nutzer verhalten (Lüften, Duschen, Kochen) ab. Lüftungsmaßnahmen sind dennoch auch bei geringer Belastung empfehlenswert. Bei Mieterwechsel kann sich die Situation deutlich verändern.

Solare Straßen-/Wegebeleuchtung mit intelligenter Lade-/Licht-/Betriebssteuerung
Gundelfingen

Intelligente LED-Leuchten für Radwege

Zwar legen auch in ländlichen Gegenden viele Menschen kurze Wege gerne mit dem Rad zurück, dort sind aber viele Wege, insbesondere zwischen Ortschaften, schlecht oder gar nicht ausgeleuchtet. Diese ans öffentliche Stromnetz anzuschließen lohnt sich meist nicht. Deswegen statteten die Gemeinden Gundelfingen und Vörstetten einen vielbefahrenen Radweg zwischen den beiden Ortschaften mit einem Netz von solarbetriebenen LED-Leuchten aus. Die Leuchten in diesem autarken System sind mit intelligenten und vernetzten Lade- und Lichtsteuerungen ausgestattet. Das erlaubt es, Leuchtdauer und Intensität flexibel zu bestimmen und die Sonnenenergie in den lichtarmen Wintermonaten optimal zu nutzen. Das geschieht auch bedarfsorientiert. Wenn die Bewegungsmelder erkennen, dass sich ein Radfahrer oder Fußgänger nähert, wird die Beleuchtungsintensität erhöht und die benachbarten Leuchten ebenfalls aktiviert. An speziellen Standorten, z. B. bei einer Bushaltestelle, kann die Beleuchtung an den Fahrplan angepasst werden. Zwar sind die Investitionskosten noch höher als bei konventionellen Leuchtsystemen, da aber Anschluss- und laufende Stromkosten wegfallen und die LED-Leuchten sehr wartungsarm sind, könnte sich die solarbetriebene Version langfristig lohnen. Mit dem Projekt zeigen die beiden Gemeinden eine elegante Lösung, um die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern mit einem autarken und nachhaltigen Beleuchtungssystem zu erhöhen. Fahren Sie doch mal vorbei und überzeugen sich selbst vom Mehrwert und Charme der innovativen Beleuchtung. Details rund um das abgeschlossen Vorheben können Sie dem detailierten Abschlussbericht entnehmen. Drei wesentliche Projekterkenntnisse: Reine kombinierte Geh-/Radwege, ohne Wirtschaftsweg, weit ab von Verkehrsstraßen des öffentlichen Straßenverkehrs können technisch optional/funktional besser und kostengünstiger mit einer solaren Wegebeleuchtung ausgeleuchtet werden. Vorrangig einer sicheren und zuverlässigen Ausleuchtung zu den stark frequentierten Zeiten (früh morgens und in den Abendstunden) ist ein Verzicht auf eine aufwendige Leuchten Steuerung (Schwarmsteuerung) und einer durchgängigen Beleuchtung in den Nachstunden, angebracht. Frühzeitige Einbindung aller von der Maßnahme betroffenen Personen, Angrenzer, Landwirte, Radwegnutzer, Gemeinden und Behörden, ersparen aufwendige Änderungen in der Planung und informieren rechtzeitig über die Planung der solaren Straßen-/Wegebeleuchtung.