Zurück zur Übersicht

Nachhaltiger Schulmarktstand

Das Projekt entstand im Rahmen der neu entwickelten Schulart „Berufsfachschule Pädagogische Erprobung“ der Handelslehranstalt Gernsbach und der für diese Schulart gegründeten Schülerfirma. Ziel dieser Schülerfirma ist es das nachhaltige kaufmännische Handeln im Rahmen eines selbstständigen Marktstandes auf dem Wochenmarkt praktisch erlebbar zu machen. Das im Unterricht erlernte Wissen setzen sie in der kaufmännischen Verkaufsabwicklung, der Kassenführung und der Abrechnung auf einem Bankkonto praktisch um. Für den klimaneutralen Transport der regionalen Waren mit einem Elektro-Lastenrad soll auf dem Schulgelände mit Unterstützung von regionalen Unternehmen eine Kleinwindkraftanlage entstehen, sodass der Strom für das Lastenrad regional erzeugt wird. Darüber hinaus soll mit der Kleinwindkraftanlage und dem Elektro-Lastenrad exemplarisch die Vereinbarkeit von kaufmännischem Handeln und einer Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen bewirkt werden. Dieses Projekt dient daher als alternative Unterrichtsform dazu, die Schüler für Veränderungspotenziale zu sensibilisieren und eigenes Handeln anzustoßen.

Neues aus dem Projekt:

Für Ihre Aktivitäten im Rahmen des Projekts werden die Schüler nun in Stuttgart mit einem Preis im Wettbewerb „Nachhaltiges Wirtschaften“ ausgezeichnet. Bei der Ehrung am 28. November durch das Umwelt- und das Kultusministerium erhalten die Schüler nicht nur ein Preisgeld von 500 Euro, sondern auch einen Workshop in der L-Bank. Überreicht wird die Urkunde von Staatssekretär Dr. Andre Baumann.

Zudem hat es das Projekt der HLA Gernsbach unter die TOP 10 des StartGreen@School-Award geschafft, wo nun über die Halbfinalisten online abgestimmt werden kann. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 5.000 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. November 2019 im Bundesumweltministerium in Berlin statt.

Projektdaten

Projektnummer 2019-02
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Förderverein der Handelslehranstalt Gernsbach
Laufzeit 01.09.2018 - 31.07.2019
Zuschuss 12.200€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Klimaschutz konkret
Freiburg

Energiesparwettbewerb für einen nachhaltigen Lebensstil

In einem zweijährigen Bildungsprojekt der Freiburger Innovation Academy, einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, konkurrierten drei Freiburger Gymnasialklassen in einem Energiesparwettbewerb. Während einem Infoabend zu Beginn wählten Eltern, Lehrer und Veranstalter die Messhaushalte aus. Dabei achteten die Veranstalter darauf, in allen drei Klassen in etwa die gleiche Anzahl an Mietwohnungen, Einfamilienhäusern und Heizanlagen zu vergleichen. Außerdem erhielt jeder Haushalt ein Startset bestehend aus einem wassersparenden Duschkopf, einer abschaltbaren Steckdosenleiste und einer LED-Lampe. In den folgenden Monaten lernten die beteiligten Klassen fächerübergreifend, aus welchen Energiequellen Strom und Wärme stammen und wie man Energie spart; wie man verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln umgeht und wie sich Haushaltsmüll vermeiden lässt. Exkursionen vertieften das Wissen und vermitteln praktische Zusammenhänge. Über ein Jahr hinweg haben die Schülerinnen und Schüler gemessen, wie viel Strom, Wasser und Wärme ihre Familien verbrauchen. Zusätzlich hielten die beteiligten Familien fest, wie viele Kilometer sie in ihren Autos zurücklegen haben. Die drei Klassen erarbeiteten außerdem eine Ausstellung, in denen die Schüler mit Postern und Kurzfilmen ihre Erfahrungen und Ergebnisse präsentieren. Anschließend prämierte eine Jury die beste Präsentation und wertet die anonymisierten Energiespardaten aus. Energiespardaten und Präsentation trugen jeweils zur Hälfte zur Gesamtwertung bei; die Siegerklasse erhielt einen Zuschuss zur nächsten Klassenfahrt. Über den Wettbewerb hinaus, zielt das Projekt darauf ab, langfristig das Verhalten der beteiligten Haushalte zu verändern. Von der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen profitieren beide Seiten.

Freiburger CO2- Diät
Freiburg

Freiburger CO2- Diät

Was kann ein Einzelner dagegen tun, dass das Klima immer wärmer wird? Bei dieser Frage hilft die Freiburger CO2-Diät, bei der das Umweltschutzamt in Zusammenarbeit mit Energieberatern, Architekten und Handwerkern konkrete Hinweise gibt, wie jeder Tag für Tag dazu beitragen kann, das Klima zu schützen. Im ersten Schritt schärfen sie dafür das Bewusstsein, wie viel CO2 ein Mensch am Tag, sei es unterwegs im Auto oder daheim beim Kochen, überhaupt produziert. Mit dem ‚persönlichen CO2-Fußabdruck’ können Interessierte das für die Bereiche Mobilität, Konsum, Wohnen und Ernährung bereits seit Sommer 2007 online auf der Homepage berechnen. Nach der Analyse stellt die zweite Komponente ‚Bewusst Handeln’ ein Paket aus Tipps und Informationen vor, die helfen, den Alltag klimafreundlicher zu gestalten. Adresslisten wie die Grünen Seiten Freiburg mit Energieberatern, Handwerkern oder Secondhandläden gehören ebenso dazu wie Informationen zu Radwegen, dem öffentlichen Nahverkehr oder zum klimafreundlichen Einkaufen. Eine Aktionsplattform stellt besonders vorbildliche Projekte vor, die die Stadt beim Wettbewerb für erfolgreiche CO2-Sparer prämiert. Nicht alle Quellen, die CO2 verursachen, lassen sich einfach beseitigen. Deshalb bietet die Stadt im letzten Baustein umweltbewussten Bürgern an, ihre CO2-Emissionen auszugleichen, indem sie in einen Fond einzahlen. Dieser unterstützt klimafreundliche Projekte, unter anderem ein kleines Wasserkraftwerk in Honduras und ein Biomassekraftwerk in Indien, das Kleinbauern mit Ernteresten aus dem Senfanbau beliefern.