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Optimierte Energieproduktion, -verbrauch und -speicherung in der Fleischverarbeitung

Lastmanagementsystem, Solaranlagen, BHKW und intelligente Energiespeicher optimieren Energieerzeugung und Verbrauch in der Denzlinger Metzgerei Linder.

Die im Glottertal ansässige Metzgerei Linder verlagert ihre Fleischzerlegung und -verarbeitung nach Denzlingen und nimmt dies zum Anlass, den Neubau mit einer energieeffizienten Wärme- und Stromversorgung auszustatten. Ziel ist es, die verschiedenen Verbraucher so zu optimieren, dass möglichst viel Strom aus der Eigenproduktion verbraucht werden kann und der Strombezug aus dem öffentlichen Netz ohne Nutzungsspitzen erfolgt.

Dazu kombiniert die Metzgerei erneuerbare Energien mit einem Lastmanagementsystem, das den Verbrauch einzelner Nutzer regelt und durch einen intelligenten Stromspeicher je nach Bedarf Strom aufnimmt oder abgibt. Auf dem Dach des Neubaus erzeugen Solarmodule Strom, den die Metzgerei überwiegend selbst nutzt. Erzeugen die Module mehr Energie als momentan benötigt, wird diese in einem Speicher mit 100 kWh Kapazität zwischengelagert. Gleichzeitig fungiert auch die Kälteanlage des Kühlhauses als Energiespeicher. Nach einer Anlaufphase von etwa einem halben Jahr analysiert die Metzgerei ihren verbleibenden Energieverbrauch und installiert anschließend ein an Wäme- und Strombedarf angepasstes BHKW oder eine Mikrodampfturbine. Beide Anlagen können auch den in der Fleischverarbeitung benötigten Dampf erzeugen. Rauch- und Kochanlagen werden bivalent entweder mit Dampf oder mit Strom aus Solaranlage und BHKW betrieben und machen das System flexibel. Ein innovatives Reinigungskonzept, betrieben mit Schaum auf nur 45°C, ergänzt das vorbildliche Energiekonzept und spart Wasser, Heizenergie und Reinigungsmittel.

Pro Jahr spart das System etwa 267 Tonnen CO2 ein und kann in Zukunft auch als Pufferspeicher für das öffentliche Stromnetz dienen, wenn dort Produktionsspitzen aus erneuerbaren Energien anfallen. Die ausführliche Dokumentation der Betriebserfahrungen macht die Metzgerei Linder zu einem Vorbild für andere Betriebe in der Lebensmittelindustrie.

Projektdaten

Projektnummer 2014-13
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Metzgerei Lindner
Laufzeit Mitte 2013 bis Dezember 2016
Zuschuss 175.000

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

E-Mail: Innovationsfonds@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

E-Mail: Innovationsfonds@badenova.de

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