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Abwärme für die Wärmepumpe

Abwasser aus den Duschen und dem Badebereich von Schwimm- oder Thermalbädern hat mit Temperaturen um 35 Grad immer noch ein großes Abwärmepotential. In den meisten Fällen geht dieses aber verloren, wenn die Bäder das Wasser ungenutzt in die Kanalisation leiten. Nicht so im Thermalbad Vita Classica in Bad Krozingen. Dort nahm die Kur und Bäder GmbH zusammen mit Badenova als Contractor im Herbst 2005 ein Wärmemanagementsystem in Betrieb, das erstmals in der Region das warme Abwasser nutzt.

Eine erdgasbetriebene Wärmepumpe erhitzt das Wasser wieder auf die 65 Grad, die für Duschen und Heizen nötig sind. Die Pumpe ist Teil eines intelligenten Regelsystems, das alle Badbereiche umfasst und so den Wärmebedarf erheblich senkt. Die Vita Classica braucht nun nur noch etwa 40 % dessen, was sie zuvor an Erdgas benötigte, wobei die Pumpe im ersten Betriebsjahr knapp ein Drittel mehr Wärme lieferte als erwartet. So spart das Bad jährlich etwa 7.000 Tonnen CO2 ein.

Die umfangreiche Messtechnik visualisiert die Ergebnisse für Badegäste und Betreiber und ermöglicht es, die Pumpe ständig zu optimieren. Die Anlage in Bad Krozingen ist Vorbild für andere Bäder.

Die Anlage ist im Herbst 2005 in Betrieb gegangen, anschließend erfolgte die Optimierung und die Auswertung der Betriebsdaten.

Projektdaten

Projektnummer 2004-18
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Kur und Bäder GmbH
Laufzeit April 2004 bis Dezember 2009
Zuschuss 207.050

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Neubau Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
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Forschungsbau im Passivhausstandard

Gebäude nach ökologischen Kriterien zu errichten, setzt sich immer mehr durch. Meistens handelt es sich dabei jedoch bisher um Wohn- oder Firmengebäude. Weil sie besonders strenge technische oder hygienische Normen einhalten müssen, ist es bei Forschungsinstituten und Universitäten dagegen schwieriger, energieeffizient zu bauen. Der Neubau des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, zuvor in verschiedenen Gebäuden der Universitätsklinik Freiburg untergebracht, ist ein fortschrittliches Beispiel auf diesem Gebiet. Im Passivhausstandard erbaut, weist es mehrere innovative Ansätze auf, darunter eine Lüftungsanlage, die dank moderner Technik die Luft nur halb so oft wechselt wie in der Norm vorgeschrieben und dennoch die strengen Kriterien für den Umgang mit gefährlichen Stoffen erfüllt. Weil der Neubau natürliche Ressourcen geschickt nutzt, kommt das neue Institut auch beim Kühlen und Wärmen mit weniger Energie aus als üblich: Hinter seiner Glassfassade befindet sich eine Brettstapelwand, hinter der die Sonne die Luft erwärmt. Im Winter leitete das System die so erwärmte Luft in die Räume. Im Sommer durchläuft die Zuluft Erdregister, deren Wärmetauscher sie abkühlen. In den Betondecken eingebaute Rohrschlangen kühlen oder wärmen und halten das Gebäude auf einer nahezu konstanten Temperatur. Als Vorbild für andere Universitätsgebäude zeigt der Neubau, dass es auch mit den weit reichenden Sicherheitsvorschriften im Forschungsbereich möglich ist, klimafreundlich zu bauen.

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Um Stoffe zu trocknen oder zu fixieren benutzt die Textilindustrie bisher elektrische Trockner oder indirekte Heizsysteme wie beispielsweise Ölumlaufkessel. Diese sind aber relativ energie- und schadstoffintensiv. Die Dreiländereck-Textilveredelung GmbH, eine Tochter der Firma Brennet, erprobte nun erstmals in diesem Bereich einen Promeos-Porenbrenner. Dieser verbrennt ein Gas-Luft-Gemisch in einer Hochtemperaturkeramik. Die flammenlosen Spezialbrenner können je nach Bedarf 2 bis 1000 KW liefern und sind in individuellen Formen lieferbar. Das System leitet ein Luft-Brennstoffgemisch auf eine glühende, poröse Keramikplatte, in deren Poren das Gemisch flammenlos, stabil und schnell verbrennt. Die Keramik gibt die Wärme effizient, gleichmäßig und ohne Temperaturschwankungen an die Umgebung ab, um so die Stoffe sicher zu trocknen. Das System heizt sich schneller auf als konventionelle Anlagen und verringert die Energiekosten um etwa ein Drittel. Auch die Kosten für Wartung und Instandhaltung sind geringer. Außerdem stoßen Keramikbrenner kaum Schadstoffe aus. Weil das Gemisch gleichmäßig und bei hoher Temperatur verbrennt, entsteht anders als in den Außenbereichen offener Flammen kaum CO2. Die kurze Reaktionszeit verhindert, dass Stickoxide entstehen. Das Projekt war erfolgreich und somit kann die Brennet AG, die ihre Jerseystoffe bisher schon nach Öko Tex Standard 100 produziert, weitere Brenner umrüsten und so Anstoß geben für eine umweltfreundliche Produktion in der Textilindustrie.

Lörrach macht Elektrizität mobil
Lörrach

Elektroautos im Carsharing Lörrach

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