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CO2-Bindung durch Humus

Humus stellt eine wichtige CO2- und Stickstoff-Senke dar. Sind hohe Anteile davon im Boden enthalten, ist dies bewiesener Maßen förderlich für das Pflanzenwachstum. Leider haben sich jedoch die Humusgehalte der Böden seit den 1930er Jahren durchschnittlich um 50-70 Prozent reduziert. Die Ursache des Humusabbaus ist in starker Bodenbearbeitung, Monokulturen, hohen Stickstoffgaben und starker Düngung von Fäulnisprodukten zu finden. Eine regenerative Landwirtschaft und Depotdüngung hingegen wären förderlich für den Humusaufbau. Welche Zusammenhänge und Interaktionen zwischen Kulturförderung und Bodenleben, als bestimmende Größen für den Humusaufbau bestehen, sollen in diesem Projekt erhoben werden und zu einem besseren Verständnis führen. In mehreren unterschiedlich angelegten Praxis- und Feldversuchen zur Umsetzung einer Regenerativen Landwirtschaft, sowie die Durchführung von Depotdüngung in verschiedenen Ausprägungsstufen und Varianten sollen Erkenntnisse über die Bodenbearbeitung bringen. Mit den Auswertungen dieser Versuche sollen eine Datenbasis geschaffen werden, aufgrund dessen Basis eine optimierte nachhaltige und humusfördernde Landwirtschaft betrieben werden kann, welche für eine pflanzliche Nahrungsmittelproduktion in der Region und darüber hinaus nützlich ist.

Projektdaten

Projektnummer 2019-07
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft
Laufzeit 01.05.2019 - 30.04.2022
Zuschuss 149.582€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Versickerung von Regenwasser im Vauban
Freiburg

Funktioniert die Regenwasserversickerung wie geplant?

Weil mehr und mehr Flächen bebaut oder mit Beton versiegelt sind, versickert in den Großstädten Regenwasser immer schlechter ins Grundwasser. Die Kapazitäten des Kanalsystems sind oft begrenzt und deswegen bei Starkregen überlastet. Darüber hinaus schwemmt der Regen Schadstoffe in die Gewässer. Während man davon ausgeht, dass städtische Grünflächen, Bäume oder begrünte Dächer das Problem mildern, fehlen noch statistische Daten, die das erforschen. Im Freiburger Stadtteil Vauban untersuchte das Institut für Hydrologie der Universität Freiburg diese Zusammenhänge. Als junger Stadtteil ist das Vauban besonders gut dafür geeignet zu überprüfen, inwieweit die Stadtplaner tatsächlich vorhersagen konnten, wie der Regen abfließt. Weil der undurchlässige Lehmboden Wasser schlecht aufnimmt, entschieden sich die Planer damals dafür, Regenwasser weitgehend über Pflasterrinnen und Sammelgräben abzuleiten. Anders als herkömmliche Methoden arbeiten die Freiburger Hydrologen nicht nur mit Computermodellen, sondern stellen selbst umfassende Messreihen an, die in dieser Kombination bisher einzigartig sind. Sie untersuchen, wie viel Regen fällt, abfließt und verdunstet, wie viel Wasser Grünflächen aufnehmen können und ob bewaldete Flächen mehr Wasser speichern. Luftbilder geben Auskunft darüber, wie viele begrünte Dächer überhaupt vorhanden sind. Nach Projektabschluss steht das Simulationswerkzeug FReWaB (Freiburger Regen Wasser Bewirtschaftung) Gemeinden, Behörden und andere Interessierten zur Verfügung. Das Model ermöglicht die Abschätzung der Effekte von Regenwasserbewirtschaftung auf die Wasserbilanz eines spezifischen Standortes oder Grundstückes.. Das Modell sowie weiterführende Informationen finden Sie unter der Webseite des Instituts für Hydrologie der Universität Freiburg. Einige der während des Projektes angelegten Messstellen (einen Übersichtsplan (PDF, 1.5MB) finden Sie hier