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Ein nachhaltiges Mobiltätsnetzwerk für Neuenburg

2022 richtet die Stadt Neuenburg am Rhein die Landesgartenschau aus und gestaltet dafür die Grünanlagen am Rhein neu. Dazu gehört auch ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept, das Touristen und Bürgern erlaubt, ohne eigenes Auto zum Ausstellungsgelände zu gelangen. Dieses soll jetzt schon das Neuenburger Mobilitätsangebot ergänzen. Eine Mobilitätsstation am Rathaus bietet zukünftig 5 ausleihbare E-Bikes sowie Ladestationen für weitere fünf E-Bikes, wie auch Fahrradparklätze und Schließfächer.

Öffentlichkeitsarbeit und Projekte machen das Angebot bekannt und werben für umweltfreundliche Mobilität vor, während und nach der Landesgartenschau. Dazu gehören Projekte, Ausstelllungen und Ausflüge zur nachhaltigen Energieproduktion, Klimawandel und Wasserschutz in Schulen und Kindergärten. Diese sowie Fortbildungen für Lehrer führt die Stadt zusammen mit der lokalen Volkshochschule und mit den Vereinen Solare Zukunft und fesa e. V. durch. Für Erwachsene bietet das Projekt unter anderem eine lange Filmnacht, geführte Radtouren zum Thema Nachhaltigkeit und einen CO2-Spartag. Mit diesen Maßnahmen sensibilisiert die Stadt Neuenburg schon vor der Landesgartenschau Bürger und Touristen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Projektdaten

Projektnummer 2015-02
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Neuenburg am Rhein
Laufzeit Januar 2015 bis Juni 2019
Zuschuss 90.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Interkommunale Nahwärmeversorgung Oberwolfach und Wolfach
Oberwolfach

Interkommunale Nahwärmeversorgung Oberwolfach und Wolfach

Ziel des Vorhabens ist es, die bestehende Nahwärmeversorgung zu modernisieren und in den Bereichen der Nachbargemeinde Wolfach und dem Ortsteil Oberwolfach auszubauen und so den lokalen Beitrag zum Klimaschutz zu steigern. Das Herzstück der bestehenden Nahwärmeversorgung ist der Holzhackschnitzelkessel in der Heizzentrale. Auch in der neuen Heizzentrale soll ein möglichst hoher Anteil über einen zentralen Holzhackschnitzelkessel gedeckt werden. Zusätzlich zu der in der Heizzentrale genutzten Holzheizung soll ein externer Holzkessel einer Schreinerei in den Wärmeverbund integriert werden. Das dort bei der Produktion anfallende Resteholz kann so energieeffizient und ressourcenschonend eingesetzt werden. Die Grundlast der Wärmeversorgung soll zukünftig in der Heizperiode über den Holzhackschnitzelkessel in der Heizzentrale und in den Sommermonaten über den Holzkessel in der Schreinerei gedeckt werden. Parallel zu den beiden Holzkesseln wird ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von rund 1.000 kWel installiert. Dieses große Blockheizkraftwerk soll hierbei in Verbindung mit einem großen Pufferspeicher nach Anforderungen des Strommarktes betrieben werden und anfallende Stromspitzen verringern. Dadurch soll der lokale Stromspitzenbezug reduziert werden. In den Sommermonaten, in denen große Mengen Photovoltaikstrom verfügbar sind, wird das Blockheizkraftwerk nicht betrieben. Zur Optimierung der Effizienz und Wärmeausbeute wird zusätzlich eine Wärmepumpe in der Heizzentrale errichtet. Diese soll sowohl die Abwärme des Blockheizkraftwerkes als auch zusätzlich über eine Abgaskondensation nutzbar gemachte Wärme der Holzheizung als Quelle nutzen.

Modellprojekt Modernisierung der Häuser Rislerstraße, Niedrigenergiehaus im Bestand
Freiburg

Freiburger Wohnblocks Modell für Sanierung

Wohngebäude auf den neuesten energietechnischen Stand zu bringen spart Städten und Gemeinden langfristig Kosten und Energie. Die Freiburger Stadtbau GmbH nahm deshalb an einer Studie teil. Sie untersucht bundesweit Modellprojekte, die Gebäude zu Passivhäusern sanierten. Im Freiburger Fall waren dies zwei 1961 errichtete Wohngebäude mit je 18 bzw. 24 Wohnungen. Die Bewohner heizten bisher konventionell mit Gas, Öl, Kohle oder Holz und bezogen ihr Warmwasser über Durchlauferhitzer. Nun sind die Häuser an eine Zentralheizungsanlage angeschlossen, das Warmwasser kommt, unterstützt von einer Solaranlage, ebenfalls aus einer Zentrale. Um zu verhindern, dass die Gebäude ihre Heizwärme nach außen abgeben, erhielten Fassaden, Dachböden und die Kellerdecken eine isolierende Dämmschicht. Passivhausfenster reduzieren den Wärmeverlust noch zusätzlich. Ein Haus erreichte so den Bundesstandard KfW40, das andere KfW60. Vergrößerte Balkone, eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung im einen, sowie eine kontrollierte Wohnungslüftung im anderen Haus bieten den Bewohnern mehr Komfort. In der zweijährigen Messphase stellte die deutsche Energieagentur, welche die Maßnahmen begleitete, fest, dass die Häuser 80 Prozent der ursprünglichen Heizenergie einsparen. Unterstützt durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ist das Projekt Vorbild für ähnliche Vorhaben. Alleine die Freiburger Stadtbau GmbH verfügt über tausende ähnliche Gebäude.