Zurück zur Übersicht

Energiekonzept für ein Neubaugebiet

Um herauszufinden, wie man die Neubaugebiete Gießenfeld und Hölzele am besten klimafreundlich mit Wärme versorgen kann, erstellte die Gemeinde Efringen-Kirchen ein Energiekonzept. Neben konventionellen, beispielsweise mit Erdöl befeuerten Anlagen untersuchte die Studie auch mit erneuerbare Energien betriebene Anlagen. Dazu gehörten beispielsweise Solaranlagen oder die Geothermie, die Wärme aus dem Boden nutzt.

Das Energiekonzept sollte dabei helfen, zu entscheiden, ob es für die Gemeinde günstiger ist Fernwärme mit Gasabsorptionspumpen, Gaskesseln oder BHKW zu kombinieren.

Projektdaten

Projektnummer 2009-07
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Gemeinde Efringen-Kirchen
Laufzeit November 2008 bis September 2009
Zuschuss 10.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Wassergestützte Latentwärmespeicher in Putz- und Dünnestrichsystemen
Freiburg

Innovativer Putz reguliert die Gebäudetemperatur

Während unsanierte Altbauten immer noch zuviel Energie für Heizen und Kühlen verbrauchen, versucht man Neubauten inzwischen thermisch träge zu errichten. Das heißt, dass solche Gebäude nur langsam auf die Umgebungstemperatur reagieren. Sie heizen sich im Sommer also nicht so schnell auf oder können im Winter gespeicherte Wärme über einen längeren Zeitraum abgeben. Dabei helfen neben einer guten Isolierung spezielle, innovative Wärmespeichermaterialien. Zusammen mit dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) untersuchte die Maxit Deutschland GmbH, wie sich mikroverkapseltes Paraffin für diesen Zweck eignet. Die Paraffinkugeln gehören zu den sogenannten Phasenwechselmaterial, weil sie, umhüllt von einer Mikrokapsel, je nach Temperatur ihren Zustand von flüssig zu fest ändern. Wenn die Kugeln schmelzen, nehmen sie Wärme aus der Umgebung auf. Wenn es kälter wird und das Paraffin wieder erstarrt, gibt es die Wärme wieder frei und kann so Temperaturschwankungen abschwächen. Die Projektbeteiligten testeten, in welchem Verhältnis man die Paraffinkugeln Estrich zumischen kann. Um herauszufinden, wann Fließfähigkeit und Materialeigenschaft am besten sind, erprobten Maxit und ISE verschiedene Estriche unter unterschiedlichen Bedingungen. Obwohl das Konzept funktioniert, erwiesen sich die Materialkosten letztendlich als noch zu hoch, so dass Maxit vorerst kein System mit mikroverkapseltem Paraffin auf den Markt bringt.