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Erlebnisweg Ameisenpfad Bötzingen

Ein neuer Naturerlebnispfad bringt im Bötzinger Erlenschachwald beim Waldspielplatz dem jungen Zielpublikum auf spielerische Weise das Ökosystem Wald nahe. Aus der Perspektive von Ameise Fridolin können Kinder durch ein ausgefeiltes erlebnispädagogisches Programm ihr Bewusstsein für die Umwelt erweitern. Unter anderem ein Barfusspfad und ein Balancierparcours vermitteln unter dem Motto "Lernen durch Erleben" spielerisch und auf greif- und erfahrbare Weise komplexe umweltpädagogische Inhalte: Klettergerüste, ein Barfußpfad oder ein überdimensionales Xylophon demonstrieren Arbeitsteilung und Lebenszyklen im Ameisenhügel, das natürliche Gleichgewicht des Lebensraumes Wald und die Rolle des Menschen darin.

Projektdaten

Projektnummer 2008-23
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Gemeinde Bötzingen
Laufzeit Das Projekt wurde im Juli 2009 abgeschlossen
Zuschuss 25.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Informationsplattform pfluglose Bodenbearbeitung
Freiburg

Internetplattform pfluglose Bodenbearbeitung

Pfluglose Bodenbearbeitung ist in Deutschland immer noch relativ ungebräuchlich. Während Landwirte weltweit etwa ein Drittel der Anbauflächen im Direktsaatverfahren bestellen, sind es in Deutschland nur 1, 5 Prozent. Dabei bieten pfluglose Verfahren wirtschaftliche wie ökologische Vorzüge. Weil weniger Maschinen im Einsatz sind, verringern sich Produktionskosten und Arbeitseinsatz. Darüber hinaus sparen die Landwirte Treibstoff und verringern den CO2-Ausstoß. Der größte Vorteil pflugloser Verfahren liegt darin, dass sie kaum in das Ökosystem Boden eingreifen. Das verringert die Erosion und verbessert Bodenstruktur und Befahrbarkeit. Mehr Pflanzen, Insekten und Mikroorganismen besiedeln das Erdreich, in dem ein stabiles Porensystem entsteht. Neben einem verbesserten Abbau von Pflanzenresten, kann der Boden mehr Wasser speichern, so dass weniger Nitrat ins Grundwasser gelangt. Anders als beim herkömmlichen Pflügen wäscht auch kaum Humus in die Gewässer aus, wo es Bakterien sonst zu klimaschädlichem Methan abbauen. Weil mehr Pflanzenreste im Boden verbleiben, bindet er mehr Kohlenstoff und verhindert so, das CO2 in die Atmosphäre gelangt. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt durch den Anbau von Zwischenfrüchten, die bei der pfluglosen Methode üblich sind. Sie versorgen den Boden außerdem mit Nährstoffen, so dass weniger Dünger nötig ist. Um die pfluglosen Methoden bekannter zu machen und gängige Vorurteile zu Ertrag oder Aufwand aufzuklären, entstand eine internetbasierte ‚Informationsplattform Pfluglose Bodenbearbeitung am Oberrhein’ in Zusammenarbeit mit der Freiburger Agentur für nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA), der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung, des grenzüberschreitenden Instituts zur rentablen umweltgerechten Landbewirtschaftung (ITADA) sowie des landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg. Mit einem ständig aktualisierten Archiv, das die bestehende Forschung strukturiert, einer Literatur- und einer Adressdatenbank gibt die neue Informationsplattform schnell und einfach Auskunft über Methoden, Förderprogramme, Beratungsstellen oder Betriebe. Die Datenbank, die sich an Landwirte ebenso richtet wie an Maschinenhersteller oder Wissenschaftler, bietet die Grundlage dafür, umweltverträglicheren Landbearbeitungsmethoden einen prominenteren Stellenwert zu verschaffen. Mehr Informationen auf der Webseite des Projekts

geowindow100
Buchenbach

Geologische Abläufe sichtbar machen

Der Wasserkreislauf ist ein komplexer und dynamischer Prozess, abhängig von geologischen Gegebenheiten, Klima und, nicht zuletzt, von menschlichen Eingriffen. Dies im Unterricht anschaulich und verständlich darzustellen ist eine große Herausforderung, nicht zuletzt weil die meisten Lehrbücher nur statische Schemata darstellen. Der Geologe und Pädagoge Mathias Faller entwickelte deshalb das Geowindow; ein Modell, mit dem Lehrer und Schüler komplexe geologische und biologische Phänomene dynamisch nachbilden, manipulieren und beobachten können. Ein geowindow besteht aus einem nach oben geöffneten Rahmen, der zwei Glasfenster umfasst. Von oben oder über die seitlichen Ventile kann man mit verschiedenen Materialien wie Sand, Gestein oder Naturmaterialien selbständig verschiedene Szenarien schrittweise imitieren, zum Beispiel vulkanische Aktivität, Grundwasser in verschiedenen Gesteinsschichten und Bodenarten, die Tektonik des Oberrheingrabens oder die Entstehung von Ressourcen wie Erdgas oder Erdöl. Im Projekt entwickelte Matthias Faller das Geowindow zur Serienreife und ergänzte einzelne Komponenten. Mit einem mobilen Bildungsmodul zum Thema Grundwasser und Wasserkreislauf stellte er das Geowindow an rund 100 Schulen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Veranstaltungen vor. Mit Erfolg, nicht nur in Deutschland. Auch Bestellungen aus Tschechien, England und den Niederlanden sind schon eingegangen. Drei wesentliche Erkenntnisse: •Ohne die Förderung aus dem Innovationsfond Klima & Wasserschutz und die Kooperation mit badenova bei der Bildungsarbeit hätte das geowindow keine Chance für eine erfolgreiche Weiterentwicklung und Markteinführung gehabt. •Geowindow schließt eine Lücke in der didaktischen Vermittlung von Geosystemen, Stoffkreisläufen und macht die Themenkreise Grundwasser und nachhaltige Entwicklung für alle Altersstufen begreifbar. •Die geowindow-Termine brachten Menschen jeden Alters zusammen, regten an zum Lernen und Austausch zur nachhaltigen Entwicklung und zur Weiterentwicklung des GeoWindow. Weiterführende Informationen und anschauliches Bildmaterial finden Sie auch auf der Projektseite des Herstellers.