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Kochen im Wald

Der Ansatz naturpädagogische Inhalte schon im frühen Kindesalter zu vermitteln verfolgt der Waldkindergaten Flitzebogen e.V. erfolgreich schon seit mehr als 20 Jahren. Die Anforderungen an die Betreuung, Förderung und Bildung von Kindern im Vorschulalter haben sich in den letzten Jahren stark verändert und erweitert. Zuverlässige Betreuungszeiten für Kinder unter 3 Jahren werden benötigt und auch der Anspruch auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung ist hinzugekommen. Zudem werden KiTas nicht mehr nur als Betreuungseinrichtungen gesehen, sondern auch als Anlaufstellen für Eltern und Familien. Um all diesen Entwicklungen und Anforderungen gerecht zu werden muss das Konzept einer Wald-KiTa ebenfalls angepasst und weiterentwickelt werden. Die Prämisse einer Wald-KiTa besteht darin, dass weiterhin alle Tätigkeiten in der Natur stattfinden. Aus diesem Grund müssen dort auch Voraussetzungen geschaffen werden, die diesem Grundkonzept auch gerecht werden. So ist eine ganzwöchig geöffnete Wald-Krippe geplant und eine Wald-Küche soll die Essensversorgung sicherstellen, in der die Wichtigkeit von nachhaltigen regionalen und saisonale Lebensmittel vermittelt wird. Auch soll ein Begegnungsort geschaffen werden der als Treffpunkt und Anlaufstelle dient, um das Bewusstsein der heimischen Natur zu stärken.

Projektdaten

Projektnummer 2019-10
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Flitzebogen e.V.
Laufzeit 01.01.2019 - 31.12.2020
Zuschuss 103.125€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Modulares aktives Energiecontrolling
Stetten

Alle Energieverbräuche unter Kontrolle

Herkömmliche Messungen von Gas-, Strom-, oder Wasserverbrauch für große Gebäudekomplexe sind meist zeitaufwändig, ineffizient und durch menschliche Messfehler oft auch nicht exakt genug. Mögliche Fehlerquellen und Einsparpotentiale werden häufig erst bei der Auswertung am Jahresende erkannt. Die Diakonie Stetten entwickelte zusammen mit ALV Prozess- u. Anlagentechnik ein innovatives, internetbasiertes Energiecontrolling- und -managementsystem für ihre knapp 40 Gebäude, das die Bedürfnisse nach einer ständigen, zeitnahen und zentralen Kontrolle voll erfüllt. Die Besonderheit des Systems ist, dass es über eine speziell entwickelte Software alle Messdaten an einen Server überträgt und via Internet verschiedenen Benutzerkreisen zugänglich ist. Es erlaubt Kontrolle rund um die Uhr und alarmiert bei Störungen oder Auffälligkeiten per Email oder SMS beispielsweise den zuständigen Hausmeister. Außerdem können die Nutzer den Energie- oder Wasserverbrauch nach Tages- oder Jahreszeit auswerten, so Prognosen erstellen und damit die Gebäude effizienter verwalten. Durch den einfachen Aufbau, die intuitive Nutzeroberfläche und die übersichtliche visuelle ist das System auch für Laien zugänglich und passt sich vollkommen an die örtlichen Gegebenheiten an. Mit ihrem modularem Energiecoaching ist die Diakonie Stetten Beispiel dafür, wie moderne EDV-Technik auch bei großen Gebäudekomplexen Energie sparen können.

Vorsicht Plastik!
Freiburg

Vorsicht Plastik!

Plastik ist heute nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Das Ziel der Innovation Academy ist, die Menschen auf die negativen Seiten des Kunststoffes aufmerksam zu machen und ihnen Alternativen an die Hand zu geben. Der Einsatz von Plastik ist in einigen Lebensbereichen unverzichtbar, in anderen aber überflüssig und schädlich. In jüngerer Zeit werden uns die negativen Folgen der globalen Plastikflut mehr und mehr bewusst. Millionen Tonnen an Plastik gelangen jährlich in die Ozeane. Zahllose Meerestiere sterben an den Folgen, und über den Nahrungskreislauf nehmen wir Menschen das Plastik wieder auf. Mikroplastik entsteht zum Beispiel beim Waschen von synthetischen Textilien, durch Abrieb von Reifen oder wird in Kosmetikprodukten bewusst zugesetzt. Es wurde selbst im Eis der Arktis schon nachgewiesen. Der Export unseres Plastikabfalls, z.B. nach Südostasien, ist mitverantwortlich für die Verschmutzung von Stränden. Dass Plastik nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit schädlich sein kann, zeigen Studien, die Mikroplastik im Blut von Menschen nachgewiesen haben. Obwohl Freiburg oft als „Green City“ beworben wird und sich die meisten Bürger*innen selbst ein großes Umweltbewusstsein bescheinigen, ist auch hier ein steigendes Aufkommen an Plastikabfall festzustellen. Das Projekt „Vorsicht Plastik!“ möchte hier ansetzen, Denkanstöße bieten und Möglichkeiten aufzeigen, den eigenen Konsum „plastikärmer“ zu gestalten. Es sollen Teilnehmende aus allen sozialen Schichten angesprochen werden. Ein besonderes Augenmerk gilt denjenigen, die in einem familiären und soziokulturellen Kontext aufwachsen, in welchem Umweltschutz und damit auch die Auswirkungen der „Plastikkrise“ bisher kaum eine Rolle spielen. Wir möchten ein Umdenken und eine Verhaltensänderung erreichen, indem sich die Teilnehmenden auf vielfältige Weise der Thematik nähern. Neu entwickelte, interaktive Lernmodule sollen Grundlagen vermitteln. Besuche bei einem verpackungsfreien Supermarkt sollen aufzeigen, wie beim Einkauf auf Plastik verzichtet werden kann. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden in einem Workshop, wie man Kosmetikprodukte selbst herstellt. Im Projekt geht es folglich nicht nur um Umweltbildung im Sinne der Vermittlung von Hintergrundwissen zum Thema Plastik und des Aufzeigens möglicher Alternativen. Der Schwerpunkt liegt darin, dass die Teilnehmenden selbst Erfahrungen sammeln und das Gelernte somit besser in ihren Alltag übernehmen und auch an ihr Umfeld weitergeben können. Im Vergleich zu einem Antrag bei der LUBW wurde der Antrag für den Innovationsfonds der badenova um zwei Elemente ergänzt: Als Antwort auf die Corona-Krise mit den zeitweisen Schulschließungen und anderen Einschränkungen, wird zusätzlich ein Modul für den Online-Unterricht entwickelt. Neben der Einsatzmöglichkeit im Rahmen der aktuellen Corona-Pandemie lässt sich das pädagogische Programm so auch von Schulen nutzen, für welche eine Fahrt nach Freiburg zu weit oder zu teuer ist. Die fertigen Materialien und die Homepage sollen auch ins Französische übersetzt werden. Konkretes Interesse hierzu wurde bereits von Seiten des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Freiburg signalisiert. Innovation Academy hat mit zwei französischen Muttersprachlerinnen im Team hierzu die Kompetenz. Das Programm könnte so auch von anderen deutsch-französischen Schulen oder für den Französischunterricht genutzt werden. Zusätzlich könnten zukünftig auch Schulen aus dem Elsass das Programm anwenden.

Klimaschutz konkret
Freiburg

Energiesparwettbewerb für einen nachhaltigen Lebensstil

In einem zweijährigen Bildungsprojekt der Freiburger Innovation Academy, einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, konkurrierten drei Freiburger Gymnasialklassen in einem Energiesparwettbewerb. Während einem Infoabend zu Beginn wählten Eltern, Lehrer und Veranstalter die Messhaushalte aus. Dabei achteten die Veranstalter darauf, in allen drei Klassen in etwa die gleiche Anzahl an Mietwohnungen, Einfamilienhäusern und Heizanlagen zu vergleichen. Außerdem erhielt jeder Haushalt ein Startset bestehend aus einem wassersparenden Duschkopf, einer abschaltbaren Steckdosenleiste und einer LED-Lampe. In den folgenden Monaten lernten die beteiligten Klassen fächerübergreifend, aus welchen Energiequellen Strom und Wärme stammen und wie man Energie spart; wie man verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln umgeht und wie sich Haushaltsmüll vermeiden lässt. Exkursionen vertieften das Wissen und vermitteln praktische Zusammenhänge. Über ein Jahr hinweg haben die Schülerinnen und Schüler gemessen, wie viel Strom, Wasser und Wärme ihre Familien verbrauchen. Zusätzlich hielten die beteiligten Familien fest, wie viele Kilometer sie in ihren Autos zurücklegen haben. Die drei Klassen erarbeiteten außerdem eine Ausstellung, in denen die Schüler mit Postern und Kurzfilmen ihre Erfahrungen und Ergebnisse präsentieren. Anschließend prämierte eine Jury die beste Präsentation und wertet die anonymisierten Energiespardaten aus. Energiespardaten und Präsentation trugen jeweils zur Hälfte zur Gesamtwertung bei; die Siegerklasse erhielt einen Zuschuss zur nächsten Klassenfahrt. Über den Wettbewerb hinaus, zielt das Projekt darauf ab, langfristig das Verhalten der beteiligten Haushalte zu verändern. Von der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen profitieren beide Seiten.