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Lassen sich Spurenstoffe im Wasser durch bessere Filter entfernen?

Seit 2007 stellt die Offenburger Wasserversorgung (OWV) im Gewinnungsgebiet Sägeteich erhöhte Konzentrationen von Dimethylsulfat (DMS) fest. Die Werte des Abbauproduktes von Pflanzenschutzmitteln liegen teilweise sogar über dem baden-württembergischen Grenzwert, was unter anderem am Obst- und Weinbau im Wassereinzugsgebiet liegt. Die bestehenden Filteranlagen können die Schadstoffmenge nicht wesentlich verringern, weshalb die OWV nun ein neues Verfahren testete.

Das Projekt verglich Aktivkohlefiltration und Filtration durch Umkehrosmose um das Verfahren zu identifizieren, welches für das Offenburger Wasser am besten geeignet ist. Die so genannte Umkehrosmose, die das Wasser mithilfe einer halbdurchlässigen Membran filtert, kommt bisher noch kaum zum Einsatz. Eines der Projektziele war es deshalb zu untersuchen, wie wirksam die Filter, die bei bisherigen Untersuchungen 70 bis 90 Prozent der Schadstoffe zurückhalten, auf lange Sicht sind. Eines der Probleme bei der Filtermethode ist, dass sich häufig schwerlösliche Salze auf der Membranoberfläche anlagern.

Wenn sich die Versuche als erfolgreich erweisen, besitzt die Umkehrosmose großes Potential auch bei anderen Versorgern das Wasser besser von organischen Stoffen zu reinigen.

Alle Informationen finden Sie im Meilensteinplan (PDF, 14KB) (PDF 14,4 kB).

Projektdaten

Projektnummer 2009-10
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Offenburger Wasserversorgung
Laufzeit Juli 2009 bis Dezember 2011
Zuschuss 112.100

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

seismische Datenoptimierung
Neuried

Neubewertung seismischer Daten

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau beim RP Freiburg (LGRB) und die Gemeinde Neuried erstellten gemeinsam eine Projektstudie Tiefe Geothermie (Hydrogeothermie) über die Optimierung geophysikalischer Untersuchungen am Beispiel Neuried durchzuführen. Hierbei wurden bereits vorliegende Daten aus Untersuchungen der 70-er und 80-er Jahren neu ausgewertet und mittels neuer Messungen deren Eignung für die Planung oder als Ersatz für neue Untersuchungen getestet. Das LGRB erstellte eine Übersicht der im Archiv vorhandenen älteren seismischen Messungen und erarbeitete eine Empfehlung für Kommunen im badenova-Marktgebiet, wie diese das Thema seismischer Untergrunderkundung sinnvoll angehen können und welche Unterstützung des LGRB hierbei anbieten kann. Alte geographische Untersuchungsdaten und Analysen, die für Geothermieprojekte relevant sein könnten, gibt es vielerorts. Inwieweit sie sich aber dafür eignen, aktuelle Projekte zu planen ist unsicher. Um das herauszufinden verglich die Gemeinde Neuried zusammen mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau beim Regierungspräsidium Freiburg (LGRB) verglich alte Daten aus den 70er und 80er Jahren mit neuen Untersuchungen. Anschließend erarbeiteten sie einen Leitfaden, der es zusammen mit einer Übersicht anderen Kommunen erlaubt, ähnliche Daten in ihre Geothermieprojekte mit einzubeziehen. Das Projekt kann Gemeinden die ohnehin schon kostenintensiven Analysen etwas erleichtern. In Neuried half es dabei, Informationen zu sammeln für das geplante Geothermiekraftwerk auf dem Erlaubnisfeld Neuried-Ichenheim, dass auf heißes Wasser in mehreren Tausend Metern Tiefe angewiesen ist.