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Neue Heizzentrale an Hochschule Offenburg

Rundum erneuert nahm die die Hochschule Offenburg 2007 ihre neue Heizungs- und Lüftungsanlage in Betrieb. Zum Einsatz kommen neben einem Erdgaskessel mit Wärmetauschern zwei innovative BHKW, die mit einer Mikrogasturbine und mit einem Gasmotor laufen. Besonders die Mikrogasturbine findet sich bisher kaum in Deutschland, obwohl sie mit 120 KW thermisch und 65 KW elektrisch. Insgesamt braucht die Anlage 15 Prozent weniger Wärme und spart so im Jahr 330 Tonnen CO2 ein.

In einem verglasten Anbau untergebracht, versorgen die neuen Anlagen die Hochschule nicht nur mit Wärme und Strom, sondern dienen darüber hinaus als Anschauungsmaterial für Forschung und Lehre. Besonders die Fächer Maschinenbau und Verfahrenstechnik interessieren sich für die Messergebnisse, welche die BHKW und die neue Absorptionskältemaschine liefern. Außerdem tragen nationale und internationale Tagungen tragen bei, die Technologien bekannter zu machen.

Projektdaten

Projektnummer 2007-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Amt Vermögen und Bau Baden- Württemberg, Freiburg
Laufzeit bis September 2009
Zuschuss 196.500

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Molkebiogasanlage- erste Nullenergie-Käserei in Baden-Württenberg
Teningen

Molke-Biogasanlage in der Nullenergiekäserei

Die Herstellung von Milchprodukten verbraucht viel Energie; es entstehen dabei aber auch Abfallprodukte, die sich wiederum zur Energiegewinnung eignen. Dazu zählt Molke, welche die Molkereien nur bedingt als Lebens- und Futtermittel einsetzen können. Die Käserei Monte Ziego in Teningen, Baden-Württembergs größter Ziegenmilchverarbeiter, hat dieses Potential erkannt und in ihr Konzept einer Nullenergiekäserei integriert. Während ein erstes Innovationsfondsprojekt 2010 zum Bau der Nullenergiekäserei beitrug, ermöglichte das Folgeprojekt nun den Bau der mit Molke betriebenen Biogasanlage. Befeuert mit Biogas aus Molke erzeugt ein BHKW Strom und die Wärmenergie für die Käseproduktion und die Pasteurisierungsanlage. Die Ziegenmilchproduktion, und somit das Angebot an Molke, schwankt je nach Jahreszeit. Um eine gleichmäßige Energieversorgung zu garantieren, kann die Anlage daher auch mit Bioerdgas oder aber mit Kuhmolke aus anderen regionalen Molkereien betrieben werden. Die Biogasanlage ist Teil des Gesamtkonzepts Nullenergiekäserei, welche die gesamte Produktionskette vom Milchlieferanten bis zur Verpackung möglichst nachhaltig und regional gestaltet. Auf dem Dach der Käserei liefert eine Photovoltaikanlage Strom. Zusätzlich sind Wärme- und Kälteanlagen in ein energiesparendes System integriert. Dabei erwärmt die Abwärme der Kälteanlage das Warmwasser für die Milchverarbeitung. So deckt die Molkerei ihren gesamten Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien. Die Hochschule Offenburg betreute zusammen mit den beteiligten Anlagefirmen das Projekt und sorgte für die wissenschaftliche Auswertung, so dass auch andere interessierte Molkereien auf die Erfahrungen von Monte Ziego zurückgreifen konnten und können.