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Schulsanierung beipielhaft geplant

Die DIN V 18559 setzt den Standard für die energetische Bewertung von Nichtwohngebäuden. Bisher kam sie überwiegend bei Neubauten zum Einsatz, das Projekt erprobt nun, inwieweit die Norm auch dafür geeignet sind, Sanierungskonzepte zu erstellen. Die Städte Lörrach und Zell testen das am praktischen Objekt, nämlich bei neun Schulen, bei der die Norm hilft, verschiedene Optionen durchzuspielen. Bevor die Kommunen sich für eine Sanierungsvariante entscheiden, vergleichen sie verschiedene energiesparende Standards. (Niedrigenergiehaus, Passivenergiehaus oder der 3-Liter-Hausstandard) Die Verantwortlichen gehen davon aus, schlussendlich etwa 300 Tonnen CO2 pro Jahr zu sparen.

Auch weil sie sehr umfangreich und umständlich anzuwenden ist, verwenden Kommunen die Norm bisher kaum. Nur über Computerprogramme lässt sich die Norm bewältigen, wobei erste Programme noch Fehler aufwiesen. Erst seit kurzem steht ein ausgereiftes Programm zur Verfügung, dass DIN V 18559 einfacher zu handhaben macht.

Informationsveranstaltungen und ein Bericht im Internet zeigen ein Projekt mit großem Vorbildcharakter, nicht nur für die viele Schulen, die auf ihre Sanierung warten.

Projektdaten

Projektnummer 2008-19
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Städte Lörrach und Zell i.W.
Laufzeit bis August 2009
Zuschuss 26.420

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Anschubfinanzierung der Energieagentur
Offenburg

Eine Energieagentur für die Ortenau

Mit dem Interesse an erneuerbaren Energien und umweltfreundlichen Anlagen steigt auch der Wunsch nach kompetenten, unabhängigen Ansprechpartnern. Zusammen mit dem Ortenaukreis gründeten die dortigen Handwerksorganisationen deshalb im Oktober 2002 die Energieagentur Ortenau, deren Sitz das Haus des Handwerks in Offenburg ist. Ihr Ziel ist es, Kommunen, Bürger und Betriebe dabei zu unterstützen, Energie effizient, klimafreundlich und nachhaltig zu nutzen. Neben Vorträgen, Seminaren und Aktionen gehört vor allem die Beratung zur Aufgabe der Energieagentur. Neutral und weitgehend kostenfrei erklären Fachleute in persönlichen Gesprächen, wie man Gebäude am besten modernisiert oder im Haushalt Strom und Wasser spart. Alleine bis September 2005 ließen sich 900 Personen beraten, ein Viertel davon plante konkrete Maßnahmen, um beispielsweise ihre Fenster oder Heizanlagen zu sanieren. Die Arbeit der Energieagentur stieß in diesem Zeitraum Investitionen in der Höhe von zehn Millionen Euro an, die größtenteils dem örtlichen Handwerk zu gute kamen. Auch für Kommunen analysieren die Experten, wie viel Energie sie verbrauchen und einsparen können und erstellen ausführliche Konzepte. Als Teil eines Netzwerkes tauscht sich die Ortenauer Energieagentur regelmäßig mit anderen Agenturen aus und trägst so dazu bei, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Mehr Informationen auf der Homepage der Energieagentur .

Anwendung eines innovativen kommunalen Projektierungsverfahrens zur umfassenden Nutzung erneuerbarer Energien
Lörrach

Gesamtkonzept für erneuerbare Energien im Gebäudebestand

Während es bereits zahlreiche Konzepte und Methoden gibt um Neubaugebiete möglichst energieeffizient zu gestalten, fehlt es noch an planerischen Mitteln für den Gebäudebestand. Gleichzeitig ist die Situation dort, wo die Energiestrukturen schon ausgebaut sind, besonders komplex. Interessen und Wünsche von Strom- oder Wärmenetzbetreibern, von Industrie, Hausbesitzern oder Mietern wollen berücksichtigt werden. Gleichzeitig fragen zunehmend Unternehmen oder Privatleute bei den Verwaltungen an, weil sie eine Biogasanlage, ein Holzhackschnitzelheizwerk oder eine Photovoltaikanlage errichten möchten. Die Kommunen müssen dann entscheiden, welche Lösungen auf lange Sicht umweltfreundlicher und wirtschaftlicher sind. Für diesen Entscheidungsprozess ein verlässliches Instrument zu finden, war Ziel des Projektes. Erster Schritt war ein Kriterienkatalog, der berücksichtigt, wie sich ein Vorhaben auf Umwelt und Klima auswirkt, wie es sich in die vorhandene Infrastruktur einfügt und wie groß das Potential an erneuerbaren Energien ist. Letzteres hatte die Stadt bereits 2007 in einem früheren Innovationsfondsprojekt, dem Biomassekonzept überprüft. Damals konzentrierte man sich auf die Analyse des Biomassepotentials in Lörrach und nannte noch keine konkreten Maßnahmen. Nun forderte die Stadt dazu auf, für die Stadtteile Haagen, Hauingen und Brombach Projektideen einzureichen, um sie anhand des Kriterienkatalogs zu prüfen. 2007 entstand bereits der Arbeitskreis Energie, der auch am jetzigen Vorhaben beteiligt ist und über die regionalen Aspekte urteilt. Zudem evaluierte ein Ingenieurbüro die Vorschläge auf fachlicher Ebene. Beide Seiten erstellten ein Gesamtkonzept, das den jeweiligen Teilort nach seiner Rolle in der Stadt beurteilt und die beste Kombination aus Kraftwerken und Energieformen aufzeigt. Lörrach bietet mit dem neuen Projektierungsverfahren ein Instrument, um ganze Stadtteile auf Bioenergie umstellen zu können und gezielt ökologisch und ökonomisch sinnvolle Investitionen anzustoßen. Weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Lörrach.