Zurück zur Übersicht

Standard für Lebenszyklus-orientiertes Bauen

Am Beispiel eines Neubaus der Evangelischen Hochschule Freiburg sollte das Gütesiegel der DGNB getestet und so ein Standard für lebenszyklusbezogenes Bauen geschaffen werden.

Niedriger Energieverbrauch und klimafreundliche Energieträger sind mittlerweile Standard beim Neubau von Gebäuden. Innovativ ist es, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Produktion der Baumaterialien bis zum Abriss – zu berücksichtigen. Besonders für Bauten im Bildungsbereich gibt es noch kaum Standards oder Zertifikate, die über das Entwicklungsstadium hinausgehen. Einer davon ist der Pilotstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), den diese an der Evangelischen Hochschule Freiburg überprüft. Die Evangelische Hochschule wollte wegen der wachsenden Studentenzahl ein Passivgebäude, in dem zwei Hörsäle und die Mensa untergebracht sind, errichten.

Der DGNB-Standard sollte dabei sicher stellen, dass der Neubau ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien einhält.

Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen.

Projektdaten

Projektnummer 2010-14
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Evangelische Landeskirche Baden
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

Downloads

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Modellprojekt Modernisierung der Häuser Rislerstraße, Niedrigenergiehaus im Bestand
Freiburg

Freiburger Wohnblocks Modell für Sanierung

Wohngebäude auf den neuesten energietechnischen Stand zu bringen spart Städten und Gemeinden langfristig Kosten und Energie. Die Freiburger Stadtbau GmbH nahm deshalb an einer Studie teil. Sie untersucht bundesweit Modellprojekte, die Gebäude zu Passivhäusern sanierten. Im Freiburger Fall waren dies zwei 1961 errichtete Wohngebäude mit je 18 bzw. 24 Wohnungen. Die Bewohner heizten bisher konventionell mit Gas, Öl, Kohle oder Holz und bezogen ihr Warmwasser über Durchlauferhitzer. Nun sind die Häuser an eine Zentralheizungsanlage angeschlossen, das Warmwasser kommt, unterstützt von einer Solaranlage, ebenfalls aus einer Zentrale. Um zu verhindern, dass die Gebäude ihre Heizwärme nach außen abgeben, erhielten Fassaden, Dachböden und die Kellerdecken eine isolierende Dämmschicht. Passivhausfenster reduzieren den Wärmeverlust noch zusätzlich. Ein Haus erreichte so den Bundesstandard KfW40, das andere KfW60. Vergrößerte Balkone, eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung im einen, sowie eine kontrollierte Wohnungslüftung im anderen Haus bieten den Bewohnern mehr Komfort. In der zweijährigen Messphase stellte die deutsche Energieagentur, welche die Maßnahmen begleitete, fest, dass die Häuser 80 Prozent der ursprünglichen Heizenergie einsparen. Unterstützt durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ist das Projekt Vorbild für ähnliche Vorhaben. Alleine die Freiburger Stadtbau GmbH verfügt über tausende ähnliche Gebäude.