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Standard für Lebenszyklus-orientiertes Bauen

Am Beispiel eines Neubaus der Evangelischen Hochschule Freiburg sollte das Gütesiegel der DGNB getestet und so ein Standard für lebenszyklusbezogenes Bauen geschaffen werden.

Niedriger Energieverbrauch und klimafreundliche Energieträger sind mittlerweile Standard beim Neubau von Gebäuden. Innovativ ist es, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Produktion der Baumaterialien bis zum Abriss – zu berücksichtigen. Besonders für Bauten im Bildungsbereich gibt es noch kaum Standards oder Zertifikate, die über das Entwicklungsstadium hinausgehen. Einer davon ist der Pilotstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), den diese an der Evangelischen Hochschule Freiburg überprüft. Die Evangelische Hochschule wollte wegen der wachsenden Studentenzahl ein Passivgebäude, in dem zwei Hörsäle und die Mensa untergebracht sind, errichten.

Der DGNB-Standard sollte dabei sicher stellen, dass der Neubau ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien einhält.

Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen.

Projektdaten

Projektnummer 2010-14
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Evangelische Landeskirche Baden
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

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Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg
Teningen

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Bei der Produktion von Käse und Quark entstehen große Mengen an Molke. Sie eignet sich nur bedingt als Lebens- und Futtermittel, weshalb die Molkereien sie oft teuer entsorgen müssen. Dass Molke aber energetisch wertvolle Biomasse ist, zeigte bereits 2003 ein Innovationsfondsprojekt bei der Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Dort vergärte eine Pilotanlage die Molke zu Biogas mit einem überdurchschnittlichen Methangehalt von 65 Prozent. Weil sich die Anlage unter den damaligen Umständen als noch nicht wirtschaftlich erwies, führte Breisgaumilch das Projekt nach Ende der Laufzeit jedoch nicht fort. Auf die Ergebnisse baute nun die Hofkäserei Monte Ziego in Teningen auf: Der Biobetrieb plante die erste Nullenergiekäserei Deutschlands, will also ausschließlich mit nachhaltig auf dem Betriebsgelände erzeugter Energie auskommen. Eine Molkerei im Nullenergiestandard zu errichten ist besonders ehrgeizig: Konventionelle Käsereien benötigen viel Energie, weil sie Milch und Endprodukte sowohl kühlen müssen als auch Wärme benötigen, um Käse herzustellen. Monte Ziego setzt deshalb nicht nur auf Molkevergasung. Der Bau der Produktionsstätten folgt den neuesten Standards und nutzt systematisch alle vorhandenen Energiepotentiale aus. In Teningen entsteht so erstmals in Deutschland eine Biogasanlage, in der ausschließlich Molke zum Einsatz kommt. Ein Blockheizkraftwerk verbrennt das Biogas und erzeugt Strom und Wärme. Wenn die Ziegen im Winter weniger Milch geben, können die Betreiber entweder Molke aus anderen Molkereien zukaufen oder das BHKW mit Bioerdgas befeuern. Kälte gewinnt eine klimafreundliche Absorptionskältemaschine. Die neue Käserei verfügt damit über eine vorbildliche Produktionskette, die von der Bioziegenmilch aus dem Schwarzwald bis zum energiesparend erzeugten, handwerklich gefertigten Käse reicht. Gerade bei den Biolebensmitteln, wo sich Kunden und Hersteller besonders stark an nachhaltigen Kriterien orientieren, setzt Monte Ziegos Nullenergiekäserei neue Standards.