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Umweltbildung im Planetarium

Ein Blick aus dem Weltall auf die Erde macht bewusst, wie einzigartig und fragil das Ökosystem unseres Planeten ist. Was in der Realität Astronauten vorbehalten bleibt, bilden Planetarien in ihren Kuppeln originalgetreu ab. Neben den klassischen Präsentationen zu Sternbildern bieten sie deshalb auch Vorstellungen rund um die Umweltbildung.

Das Freiburger Planetarium integriert schon seit Jahren ökologische Themen in sein Programm und zieht damit rund 50.000 Besuchern pro Jahr an. Nun stellte das Planetarium auf eine digitale Full-Dome-Video-Projektion um und eröffnete seinem Publikum damit neue Perspektiven. Bisher kannten die Zuschauer bei Filmszenen mehrere, sich überschneidende Bilder. Zukünftig präsentiert sich ihnen eine nahtlose Darstellung, die die Illusion erweckt mitten im Geschehen zu sitzen. Die neue Technik ermöglicht es beispielsweise Lufthülle der Erde anschaulich visualisieren oder Satellitenaufnahmen in Echtzeit in die Kuppel zu projizieren um so Wetterphänomene oder den Treibhauseffekt darzustellen.

Ein Bildungskonzept ergänzte die neue Vorführtechnik. Es setzt darauf, mit multimedialen Effekten Umweltthemen spannend und unterhaltsam zu vermitteln um eine besonders große Zielgruppe zu erreichen.

Dieses Bildungskonzept nennt sich „Energie im Himmel und auf Erden“ und ist nun fester Bestandteil ihres Programmangebotes. Es wurde mit großem Interesse von den Zuschauer angenommen.

Mehr Informationen auf der Homepage des Planetariums.

Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Erfreulich: Die Betreuung des Projekts durch den Badenova-Innovationsfond verlief kooperativ, flexibel und unbürokratisch. Die zuständigen Badenova-Mitarbeiterinnen und- arbeiter zeigten sich sehr hilfsbereit und kompetent bei der Lösung aller Probleme.
  • Erstaunlich: „Energie“ ist der zentrale Begriff unserer modernen technischen Zivilisation. Doch die Antwort auf die Frage: „Was ist Energie?“ ist sehr schwierig. Das Wesen der Energie im physikalischen Begriffssystem zu erklären fällt auch Physikern sehr schwer.
  • Motivierend: Die pädagogische Wirksamkeit unserer Leitidee „Verstehen durch Staunen – Staunen durch Verstehen“ wurde mir erst im Laufe des Projektes so richtig bewusst. Sie wird weiterhin die Arbeit des Planetariums nachhaltig beeinflussen.

Projektdaten

Projektnummer 2010-13
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Planetarium Freiburg
Laufzeit Januar 2013 bis Frühjahr 2015
Zuschuss 83.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

"Die Gläserne Baustelle"
Teningen

Gläserne Baustelle demonstriert Sanierungstechnik

Zwar sind Energiespartechniken im Bausektor mehr und mehr in den Medien präsent, vielen ist aber noch nicht bewusst, wie sehr man bei Altbauten Energie einsparen kann. Auch dass Bund und Länder mit Zuschüssen und vergünstigten Krediten bei den Baumaßnahmen helfen, ist oft nicht bekannt. An einem sanierungsbedürftigen Gebäude in Teningen, das Handwerker und Experten in ein energieeffizientes Haus umbauten, richtete die Energieagentur Regio Freiburg gemeinsam mit dem Landkreis Emmendingen deshalb eine ‚gläserne Baustelle’ ein. Während der Bauzeit bot das Projekt Vorträge auf der Baustelle an, danach veranstaltete die Energieagentur mehrtägige Fortbildungsseminare zu Themen wie Energieausweis oder innovative Heiztechnik und erstellte eine Filmdokumentation auf DVD. Gleichzeitig informiert die projekteigene Webseite über die Fortschritte. Interessierte finden dort auch Links und Literatur zum Thema energieeffizient Sanieren sowie eine Liste mit Energieberatern aus der Region. Nachdem ein Energiegutachten den Bedarf des Gebäudes festgestellt hatte, dämmten Handwerker beispielhaft die Außenwände und den Keller und setzten Energiesparfenster ein. Neue Balkone und eine kontrollierte Lüftungsanlagen in Küchen und Bädern werten die Gebäude auch für die Mieter auf. Eine Photovoltaikanlage liefert 15.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr. Das renovierte Haus spart pro Jahr 15.000 Kilowattstunden Erdgas ein, was 70 Prozent des bisherigen Verbrauchs ausmacht. Indem sie energieeffizientes Sanieren am praktischen Beispiel demonstriert und die Ergebnisse aktiv einer breiten Öffentlichkeit vermittelt, ist die ‚gläserne Baustelle’ ein weit über Teningen hinaus wirkendes Beispiel für Hausbesitzer, Handwerker und Architekten. Mehr Informationen auf der Homepage der gläsernen Baustelle .