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Automatisierte Datenübertragung für kommunale Gebäude in Offenburg

Einrichten einer automatisierten Datenübertragung für die Datenerfassung der Verbrauchsdaten der Gebäudeenergieverbräuche im kommunalen Energiemanagemen

Die Stadt Offenburg bemüht sich schon seit etlichen Jahren, den Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude zu senken. Unter anderem verwirklichte sie ein automatisiertes Gebäudeleitsystem und innovative Klimatisierung für die städtischen Schulen. Zu einer nachhaltigen Verwaltung der städtischen Gebäude gehört auch ein realitätsnahes Monitoring der Verbräuche, ein Unterfangen das die Stadt bei mehr als hundert öffentlichen Liegenschaften vor Herausforderungen stellt. Bisher verließ sich die Verwaltung dabei vor allem auf die Hausmeister, die ein oder mehrmals jährlich Wasser- und Stromverbrauch ablasen. Für ein effektives Monitoring sind diese Werte jedoch zu wenig, zumal neuere Anlagen wie BHKWs, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Holzpelletkessel eine engmaschigere Überwachung verlangen.

Ein Pilotprojekt automatisiert nun die Datenübertragung zunächst an zehn, dann an hundert öffentlichen Einrichtungen. Dafür installiert die Stadt in diesen Gebäuden Fernausleser, die via Internet in ein intelligentes Energiemanagementsystem integriert sind. Dafür nutzen die Mitarbeiter sogenannte smarte Zähler, die bereits in zahlreichen Stromnetzen in Gebrauch sind. Indem sie weitere Zähler in dieses System einbinden, bauen die Mitarbeiter ein kostengünstiges Überwachungssystem auf. So kann die Stadt den Energie- oder Wasserverbrauch für die einzelnen Gebäude zentral überwachen, Probleme frühzeitig erkennen und beheben. Auch der Gesamtverbrauch aller öffentlichen Liegenschaften ist so jederzeit abrufbar. Langfristig ermöglicht das automatisierte System, Energie zu sparen und die kommunalen Gebäude nachhaltiger und kostengünstiger betreiben. Die Stadt veröffentlicht anschließend ihre Ergebnisse und stellt ihre Erfahrungen anderen Kommunen zur Verfügung.

Aktuelle Informationen zum Projektstand können Sie dem Zwischenbericht entnehmen.

Projektdaten

Projektnummer 2015-06
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Offenburg
Laufzeit April 2015 bis Dezember 2020
Zuschuss 99.573

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Aero Ball – Von der Entwicklung des Blähofens bis hin zur Systemprüfung mit Ziegelsteinen und Aero-Ball-Putzen für die Anforderungen der kommenden Wärmeschutzverordnungen 2018
Müllheim

Ökologisches Dämmen mit Aero Balls-Leichtgranulat

Moderne Dämmmaterialien sollen hochisolierend, schwer entflammbar, nachhaltig und umweltfreundlich zu entsorgen sein. Das Leichgranulat Aero Ball der Firma ADT Aero Dämm Technik erfüllt diese Kriterien. Aero Ball werden aus Perliten, einem Vulkangestein, in einem Blähofen hergestellt, wo sich das Ursprungsgranulat bei großer Hitze und unter Dampfzugabe auf ein bis zu 20-fach größeres Volumen ausdehnt. Anders als herkömmliche Perlite – die man beispielsweise als Katzenstreu kennt – sind die geschlossenzelligen Aero Ball bruchfest, staubarm, transportstabil und nehmen kein Wasser auf. Auch sind sie besonders leicht, was die Transportkosten senkt und die Arbeit am Bau vereinfacht. Das Projekt zielte unter anderem darauf ab, den Blähofen weiterzuentwickeln und energieeffizienter zu machen. Dafür baute die ADT bei einem namhaften deutschen Ziegelhersteller eine Blähanlage und entwickelt dort ein Produkt, inklusive neuartiger Verfülltechnik, das der neuen Wärmeschutzverordnung von 2018 entspricht. Die Projektpartner testeten unter anderem verschiedene Ausgangsmaterialien für die Verblähung und verbesserten die Schüttdichte. Herkömmliche, mit Holzwolle, Styropor oder Glasfasern verfüllte Ziegel müssen chemisch gegen Schimmel- und Fäulnisbefall behandelt werden und gehören deshalb nach dem Abriss auf den Sondermüll. Wegen ihrer mineralischen Struktur ist dies bei mit Aero Ball befüllte Ziegeln nicht mehr nötig, sie sind umweltverträglich abbaubar. Gleichzeitig entwickelte die ADT in Zusammenarbeit mit Putz-und Ziegelherstellern verschiedene mineralische Dämmputze, die möglichst leicht, formstabil und wärmedämmend sein sollen. Beide Produkte sind integriert in ein Gesamtkonzept von der Herstellung über die Lagerung, Befüllung und den Transport bis hin zur Anwendung. Das Projekt und die Idee von Herr Martin Maier wurde zum vollen Erfolg. Weiterführende Details zum Projekt sowie den zahlreichen Produkten der Firma ADT . Vier wesentliche Erkenntnisse: 1. Optimierung des Bläh-Prozesses der Expansionsanlage. Durch die Herstellung eines leichteren Granulates - Erreichen von besseren Dämmwerten beim gleichzeitigen Einsatz von mineralischen, nicht brennbaren und natürlichen Baustoffen. 2. Weiterentwicklung diverser Fertigprodukte (Baustoffe) auf Aero Ball Basis. Infolge dessen - Verbesserung der aktuellen logistischen Fragen sowie Erleichterung der Verarbeitbarkeit. 3. Entwicklung der ersten mit Aero Ball verfüllten Ziegel, die rein mineralisch, nachhaltig in der Entsorgung sowie nicht brennbar sind.

Interkommunale Nahwärmeversorgung Oberwolfach und Wolfach
Oberwolfach

Interkommunale Nahwärmeversorgung Oberwolfach und Wolfach

Ziel des Vorhabens ist es, die bestehende Nahwärmeversorgung zu modernisieren und in den Bereichen der Nachbargemeinde Wolfach und dem Ortsteil Oberwolfach auszubauen und so den lokalen Beitrag zum Klimaschutz zu steigern. Das Herzstück der bestehenden Nahwärmeversorgung ist der Holzhackschnitzelkessel in der Heizzentrale. Auch in der neuen Heizzentrale soll ein möglichst hoher Anteil über einen zentralen Holzhackschnitzelkessel gedeckt werden. Zusätzlich zu der in der Heizzentrale genutzten Holzheizung soll ein externer Holzkessel einer Schreinerei in den Wärmeverbund integriert werden. Das dort bei der Produktion anfallende Resteholz kann so energieeffizient und ressourcenschonend eingesetzt werden. Die Grundlast der Wärmeversorgung soll zukünftig in der Heizperiode über den Holzhackschnitzelkessel in der Heizzentrale und in den Sommermonaten über den Holzkessel in der Schreinerei gedeckt werden. Parallel zu den beiden Holzkesseln wird ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von rund 1.000 kWel installiert. Dieses große Blockheizkraftwerk soll hierbei in Verbindung mit einem großen Pufferspeicher nach Anforderungen des Strommarktes betrieben werden und anfallende Stromspitzen verringern. Dadurch soll der lokale Stromspitzenbezug reduziert werden. In den Sommermonaten, in denen große Mengen Photovoltaikstrom verfügbar sind, wird das Blockheizkraftwerk nicht betrieben. Zur Optimierung der Effizienz und Wärmeausbeute wird zusätzlich eine Wärmepumpe in der Heizzentrale errichtet. Diese soll sowohl die Abwärme des Blockheizkraftwerkes als auch zusätzlich über eine Abgaskondensation nutzbar gemachte Wärme der Holzheizung als Quelle nutzen. Ein ähnliches, ebenfalls überwiegend auf dem Energieträger Holz basierendes Nahwärmenetz wurde auch in Schnellingen innerhalb eines Innovationsfonds Projekts, umgesetzt.