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Besseres Klima für Kirchen

Pilotprojekt Flächendeckendes KlimaControlling in Kirchen

Kirchen energieeffizient zu heizen und zu lüften ist schwierig. Geheizt werden sie meist nur punktuell zu Gottesdienstzeiten und kühlen ansonsten, besonders im Winter, stark aus. Diese Schwankungen bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit setzen der Inneneinrichtung und besonders Gemälden oder Kunstgegenständen zu und können zu Schimmelbefall in der Orgel führen. In der Region Südbaden beschäftigen sich die Firma econzept und die Erzdiözese Freiburg schon seit 2006 mit dieser Herausforderung und erstellten in zwei vom Innovationsfonds geförderten Projekten Konzepte für eine optimale Lüftung und Heizung. Grundlage waren jedoch meist nur kurzfristige oder punktuelle Messungen, die langfristige Entwicklungen nicht abbildeten, oder aufwändige und teure Jahresklimamessungen. Das Folgeprojekt entwickelt deshalb ein kostengünstiges automatisiertes Mess- und Auswertungssystem, das den Hausmeistern oder Mesmer kritische Zustände meldet und so ein schnelles und einfaches Eingreifen möglich macht. Die Messgeräte sind leicht zu installieren und senden die Daten drahtlos an das Auswertungsprogramm, das für die Nutzer als laienfreundliches Webportal zur Verfügung steht. Besteht Handlungsbedarf alarmiert das System die Nutzer per Email oder SMS. Mit diesen Informationen können die Verantwortlichen langfristig ihre Heizstrategien optimieren.

Zunächst entwickeln die Projektpartner das Messsystem an rund 150 Kirchen in Südbaden, die entweder schon Teil der vorherigen Projekte waren oder spezifische Schimmel- oder Feuchtigkeitsprobleme haben. Nach Projektabschluss bietet sich das System an für die rund 45.000 Kirchengebäude in Deutschland, ebenso wie für Gebäude mit ähnlich stoßartiger Nutzung, wie beispielsweise Festsäle oder Vereinsheime.

Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen

Projektdaten

Projektnummer 2018-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger econzept Energieplanung GmbH
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Lörrach macht Elektrizität mobil
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Elektroautos im Carsharing Lörrach

Elektrofahrzeuge beschäftigen zwar Politik, Medien und Forschung, im Alltag der meisten Menschen sind sie jedoch noch nicht angekommen. Hohe Anschaffungskosten und geringe Reichweiten machen die Elektromobile bisher wenig attraktiv für Privatpersonen. Die Stadt Lörrach und die Stadtmobil Südbaden AG kombinieren Elektroautos nun mit einem anderen Trend: Weil sich ein eigenes Auto für viele Stadtbewohner oft nicht lohnt, wird Carsharing – also das gemeinschaftliche Nutzen eines Leihautos - im Stadtverkehr in Zukunft noch zunehmen. Dort, wo die meisten Wege ohnehin recht kurz sind, fallen die noch beschränkten Laufzeiten von Elektroautos nicht ins Gewicht. Die Stadt und die Stadtmobil AG analysierten zunächst Markt und Nutzer. Dadurch lässt sich das Model anschließend sicher und einfach auf andere Städte umsetzen. Anschließend ersetzte Stadtmobil bis zu drei ihrer sechs Lörracher Autos mit Elektromobilen. Dadurch sinkt der CO2-Austoß pro Auto von bisher 147 Gramm je Kilometer um 90 Gramm. Wenn die Autos wie geplant später mit Ökostrom laufen, stoßen sie nur noch 30 g aus. Im Idealfall spart das Projekt so 14,700 Tonnen CO2 ein. Öffentlichkeitsarbeit und eine Broschüre mit den Ergebnissen ergänzen das Projekt, bei dem erstmals ein Elektroauto dauerhaft als Carsharingwagen dient. Die Zusammenarbeit von Stadt und Carsharing-Unternehmen demonstriert damit, dass Elektromobilität auch in kleineren Kommunen möglich ist. Darstellung westentlicher Projekterkenntniss Ein ERSATZ von konventionellen Fahrzeugen im CarSharing-Fuhrpark mit Ergänzung durch konventionell angetriebene Fahrzeuge, für den Einsatzzweck und die Reichweiten, die e-Autos nicht erfüllen können, ist möglich.Die in Bundesverkehrsstudien veröffentlichten Zahlen über durchschnittliche Streckenlängen von PKW-Fahrten in Agglomerationen (vgl. MID Studie¹) und damit deren Komptabilität der nutzbaren Reichweiten der Speicher von Elektromobilen wurden über Buchungsauswertungen von CarSharing-Nutzungen bestätigt.Die Praxis zeigt, dass der Großteil der Fahrten keine großen Fahrtweiten hat und grundsätzlichfast keine Nachladepausen nötig wären für die tägliche Nutzung, da zumeist das Auto mit einem recht vollen Akku zurück gebracht wird.Reichweitenängste von Kunden sind unbegründet. Man muss Ihnen aber psychologisch begegnen.Auch und insbesondere im ländlicheren Raum bzw. außerhalb von großen Ballungsgebieten kann e-Mobilität im Carsharing den Mobilitätsanforderungen der Menschen gerecht werden. Höhere Ladeströme mit Gleichstromladung sind außer ggf. für den Einsatz an Autobahnen / weite Autoreisen nicht unbedingt notwendig, wenn ein flächendeckendes Nachladesystem vorhanden ist. Man könnte auch mit günstigeren Wechselstromladesäulen weiter den generellen Infrastrukturausbau in Deutschland vorantreiben. Für den privaten Einsatz wie z.B. Parken und Nachladen bei Einkaufsgängen in die Innenstadtsind Beladezeiten von 1,5-2 h für eine Ladung (22 kW / 32 A AC) von leer auf voll durchaus akzeptabel. Sollten aber die „Stillstandszeiten“ der Fahrzeuge, wie in einem CarSharing-Betrieb(insbesondere bei hohen Auslastungsquoten der Fahrzeuge wie in der Innenstadt) reduziert sein, so bietet, die im Projekt genutzte Belademöglichkeit mit Wechselstrom und höheren Strömen (43 kW / 64 A für einen Ladepunkt), aktuell das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Ein technischer Kümmerer, der sich technischen und kommunikativen Probleme im Zusammenspiel der Betriebskomponenten Ladesäule, e-Auto, Buchungssystem und Rückkopplung von Kunden annimmt, ist nötig.