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Biomasse aus der Landschaftspflege

Unterstützt vom Innovationsfonds, hat sich die Deponie Kahlenberg große Mengen an Grünschnitt an. Diese Biomasse aus der Landschaftspflege bleibt trotz einiger Pilotprojekte, beispielsweise in Bad Säckingen, oft noch ungenutzt. Als nachwachsender regionaler Rohstoff bietet diese Biomasse jedoch ein zusätzliches Potential zur nachhaltigen und klimafreundlichen Energieerzeugung.

Das Zentrum Kahlenberg erstellt nun ein Konzept, in dem für verschiedene Grünflächen durch eine auf Artenvielfalt orientierte Landschaftspflege die Biodiversität verbessert, die dabei gewonnene Biomasse optimal geerntet, gelagert und in einem Biomassekessel verbrannt wird. Dabei trocknen die Betreiber die Biomasse konventionell (Trockenhalmgut) und verbrennen sie bedarfsgerecht in einer Anlage mit einer Leistung von 300 kW thermisch. Die erzeugte Wärme wird ins Ringsheimer Fernwärmenetz eingespeist. Durch moderne Filter und eine speziell an die Brennstoffeigenschaften angepasste Brennkesseltechnik liegen die Schadstoffemissionen deutlich unter den Grenzwerten. Anders als beim Vergasen von Biomasse, muss der Kessel nicht ständig laufen und kann den trockenen Brennstoff je nach Bedarf verfeuern. Die Verantwortlichen optimieren die Biodiversität von Grünflächen, verbessern Filter, Verbrennung und Lagerung der Biobrennstoffe und analysieren außerdem, wie sich der Mahdzeitpunkt auf die Brennstoffeigenschaften auswirken.

In Zukunft kann Energie aus Biomasse die Energie aus der Deponiegasverwertung ersetzen, die in Zukunft durch die schwindenden Deponiegasmengen in immer kleineren Mengen anfällt. Das Projekt zeigt so innovative Wege auf, um Artenreichtum in heimischen Kulturlandschaften zu erhalten und zu erweitern, sowie nachhaltige Biomasse zu produzieren und hochwertig zu verwerten, ohne in Landwirtschaft oder Siedlungsplanung einzugreifen.

Einen ergänzenden Überblick erhalten Sie durch die im Projekt entstandenen Infotafel (JPG, 1.5MB) (JPG 1,6 MB).

Projektdaten

Projektnummer 2012-03
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg
Laufzeit Mai 2012 bis Frühjahr 2017
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Forschendes Lernen an neuem innovativen Kleinwasserkraftwerk
Binzen

Forschendes Lernen an neuem innovativen Kleinwasserkraftwerk

Am neu zu errichtenden Kleinwasserkraftwerk Binzen-Eimeldingen in innovativer Kompaktbauweise soll ein Bildungsstandort integriert werden, um Kindern die Erzeugung regenerativer Energie durch Wasserkraft im Einklang mit den ökologischen Erfordernissen nahezubringen. Im Gegensatz zu Wasserkraftstandorten am Rhein gibt es bis jetzt keine Angebote an der Kander bzw. im Markgräflerland. Diese Lücke soll mit dem Projekt geschlossen werden. Die Kinder sollen durch eigenes Experimentieren vor Ort die Kraft des Wassers erfahren und die Grundlagen der Stromerzeugung kennenlernen. Der Fokus wird auf Kinder im Vor- und Grundschulalter gelegt. Entsprechend werden für jede Altersgruppe spezifische Schulungseinheiten entwickelt, um dem Alter entsprechend passende Schwerpunkte zur Thematik zu vermitteln. Das resultierende „Forscher“-Angebot wird dann vor Ort von geschulten und erfahrenen Personen durchgeführt. Es kann von Kindergärten und Schulen im Landkreis kostenlos genutzt werden. Es sollen ganz explizit bereits Kinder in so jungem Alter erreicht werden, da der Drang, die Welt zu verstehen, in diesem Alter sehr hoch ist. Daher ist dieses Alter ein idealer Zeitpunkt, um bei der jungen Generation über das Verständnis ein Interesse an regenerativer Energiegewinnung zu erzeugen und sie so letztendlich zu einem nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt zu erziehen. Die innovative Kompaktbauweise des Kleinwasserkraftwerks „Powergate“ hat die Besonderheit, dass das Powergate mittels Spülklappe sowohl überspült als auch durch minimales Anheben unterspült werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die bodennahen Sedimente samt Mikroorganismen einfach weitertransportiert werden können, was den neuesten ökologischen Vorgaben entspricht. Zudem kann das Powergate im Hochwasserfall einfach aus dem Kanal gehoben werden, um zum einen den Hochwasserabfluss zu vergrößern und zum anderen die Anlage vor Schäden zu schützen. Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen.

GoodMotion - der intelligente Fahrradanhänger
Freiburg

GoodMotion - der intelligente Fahrradanhänger

Immer mehr Städte stehen vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Die bestehende Infrastruktur ist vielerorts am Limit, man wünscht sich das Paket bis vor die Haustüre und gleichzeitig eine lebenswerte Stadt, ohne Lärm und Luftverschmutzung, mit Parks und Fußgängerzonen. Die Elektromobilität soll hier auf vielen Ebenen Lösungen bringen, dazu braucht es kreative Lösungen für eine weitreichende Verkehrswende. GoodMotion entwickelt den Lastenanhänger weiter und stattet diesen mit innovativer Technik für eine nachhaltige und intelligente Mobilität aus. In der Stadt von Morgen soll niemand mehr auf ein Auto angewiesen sein, um Transportaufgaben des alltäglichen Bedarfs zu erledigen. Ein Fahrradanhänger, ausgerüstet mit einer intelligenten Elektronik, macht jedes Fahrrad zum Lastenrad und bietet damit eine Alternative im Transportbereich zum PKW und Kleintransporter. Der Antrieb des Anhängers wird stets so geregelt, dass er keine Kraft auf das Zugfahrrad überträgt und gibt so ein leichtes Fahrgefühl, auch bei schweren Lasten. Ein umfassendes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass der Anhänger immer sicher zum Stehen kommt. Durch eine App bekommt er ein modernes Interface und verbunden mit dem Internet wird er Teil der Sharing-Economy. Der solare Betrieb und Rekuperation macht dieses Fahrzeug zur umweltfreundlichen Alternative, leise, sauber und sicher. So bereichert ein Fahrradanhänger ein lebendiges Stadtbild und nutzt alle Wege der Infrastruktur. Von der Straße und dem Radweg geht es als Handwagen direkt ins Gebäude. Mit dieser ausgestatteten Technik vereinfacht der Fahrradanhänger seine Handhabung und eignet sich der daher auch gut für Verleihstationen oder Baumärkte und macht das Fahrrad zum Transporter.Mehr Informationen zu dem neuen intelligenten Fahrradanhänger und dem Projekt finden sich auf der Unternehmenswebseite von GoodMotion .