Zurück zur Übersicht

Brennstoffzelle für den Rappenecker Hof

Der Rappenecker Hof, ein beliebtes Ausflugsziel etwa eine Wanderstunde von Oberried entfernt, ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Bis 1987 versorgte ein Dieselgenerator den Hof mit Strom, danach lieferten eine Photovoltaik- und eine Windkraftanlage zusätzlich Energie. 2002 kam eine moderne Brennstoffzelle hinzu, die im Vergleich zum Dieselgenerator nur halb so viel Energie verbraucht. Anders als Verbrennungsmotoren wandelt sie in einem chemischen Prozess Wasserstoff und Sauerstoff direkt in Strom um. Schadstoffe entstehen keine, das Reaktionsprodukt ist reines Wasser. Bisher kommt der benötigte Wasserstoff noch aus Gasflaschen und muss besonders rein sein. Deshalb ist die Anlage für den Dauerbetrieb noch zu teuer. In Zukunft könnte jedoch auch Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen zum Einsatz kommen und die Technik noch effizienter und umweltfreundlicher machen.

Wissenschaftler vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) überwachten die Anlage aus der Ferne, so dass für die Hofbesitzer kaum Wartungsaufwand anfiel.

Mit der Kombination von Brennstoffzelle und Wind- und Sonnenenergie ist der Rappenecker Hof ein Beispiel für eine autarke und umweltfreundliche Energieversorgung.

Projektdaten

Projektnummer 2002-15
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Fraunhofer ISE
Laufzeit Februar 2003 bis Januar 2006
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Flottenmanagement eines hybriden Fahrzeugparks der badenova mittels Smart Metering Technologie
Freiburg

Elektrofahrzeuge intelligent in eine Flotte integriert

Bei der Forschung und Entwicklung von Elektroautos, die keine klimaschädlichen Gase ausstoßen, gab es in den letzten Jahren große Fortschritte. Mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben könnten sie grundlegend dazu beitragen, Individualverkehr und Klimaschutz zu vereinen. Gleichzeitig eignen sich Elektro- und Hybridfahrzeuge auch prinzipiell als so genannte Duel-Use-Speicher, d. h. sie können Strom aus dem Netz dezentral speichern, um dieses zu entlasten. Das ist besonders wichtig, weil erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie stärker als konventionelle Kraftwerke Stromspitzen produzieren. Deshalb untersuchte das Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) zusammen mit badenova, wie sich Stromangebot und Nachfrage regeln lässt, wenn immer mehr Elektroautos als potentielle Speicher auf den Straßen unterwegs sind. Ziel ist ein System, dass die Autos an ihrem jeweiligen Standort erfasst, sowohl den momentanen Netzzustand wie auch die Strompreise kennt, und die Autos mit einem so genannten Smart Metering Gateway leitet. Dieses gibt den Fahrern Auskunft darüber, ob es sich gerade lohnt, Strom zu laden oder wieder ins Netz einzuspeisen. Im Projekt untersuchte das ISE anhand der Fahrzeugflotte der Badenova, wieweit sich Elektrofahzeuge ökologisch und ökonomisch sinnvoll einsetzen lassen. An einem Testauto erprobten sie das Konzept schließlich für ein halbes Jahr in der Praxis. Es wurde eine intelligente Ladestation entwickelt, die erkennt, wann es sinnvoll ist Strom zu tanken oder abzugeben.