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CO2 freies Schulgebäude

An der Freien Christlichen Schule in Freiburg entstand ein Neubau, der mit erneuerbare Energien Technologie eden Energiebedarf CO2-frei deckt. Mit Erd- und Solarwärme sowie einer automatisierten Lüftungsanlage enstand so ein effizientes System aus weitgehend bewährten Technologien.

Im Winter erwärmen Erdwärmetauscher und eine Solaranlage die Luft im Heizsystem, im Sommer kühlt das Erdreich diese. Die Lüftungsanlage nutzt außerdem die Wärme aus der verbrauchten Luft. Die Fernwärmeversorgung der badenova in Landwasser, betrieben mit Deponie-und Biogas liefert die restliche Energie. Ein automatisiertes System steuert Wärme und Kälte je nach Bedarf und sorgt so für ein stets angenehmes Raumklima.

Mit einem umfangreichen Monitoring verfolgten die Verantwortlichen Verbrauch und Bedarf und veröffentlichen die Ergebnisse in schulinternen und öffentlichen Veranstaltungen. Pro Jahr spart die Schule 26 Tonnen CO2 ein und demonstriert den 600 Schülern klimaschonende Technologien.

Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Es gibt grundsätzlich durchaus Möglichkeiten zukunftsfähig und dennoch wirtschaftlich zu bauen. Aber es ist klar, dass für eine erfolgreiche Umsetzung solcher „Ideen“ durchdachte Konzepte, projektspezifische Planungsleistungen, sorgfältige Ausführung und ein kontinuierlich überwachter Betrieb sowie deren Auswertung und Umsetzung Hand in Hand gehen müssen.
  • Aus Bauherrensicht stellen wir fest, dass sich der Mehraufwand für die Erarbeitung, Prüfung und Entscheidung der verschiedenen Konzepte, erhöhten Investition und das aufwendige Monitoring durch die bereits jetzt schon sichtbaren Ergebnisse auf jeden Fall gelohnt hat.
  • Eine weitere Erkenntnis ist, dass eine gewisse Flexibilität notwendig ist, um sich während der Planungs-, Ausführungs- und Betriebsphase neuen Gegebenheiten anzupassen und sicherlich eine Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

Projektdaten

Projektnummer 2012-08
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Freie Christliche Schule Freiburg
Laufzeit Oktober 2011 bis April 2017
Zuschuss 37.250

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Innovatives Fahrradverleihsystem in Offenburg
Offenburg

Innovatives Fahrradverleihsystem

„Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.“ Mit dem Motto der bundesweiten Kampagne wirbt die Stadt Offenburg für ihr nachhaltiges Verkehrskonzept. Um die Lebensqualität zu verbessern und das Klima zu schonen, engagiert sich die Stadt schon lange dafür, ihre Straßen radfreundlicher zu machen und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Mit Erfolg: Bereits über die Hälfte der Wege legen Pendler, Touristen und Einwohner innerhalb Offenburgs mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß zurück. Um den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, plante die Stadt ein innovatives Leihsystem. Während deutschlandweit schon etliche Großstädte ihren Bürgern und Besuchern Leihräder anbieten, ist dieser Service in mittelgroßen Städten wie Offenburg noch selten. Auch dass Stammkunden des Tarifverbundes Ortenau die Fahrräder im ersten Jahr umsonst nutzen konnten, zeichnet das Offenburger Projekt aus.Das Leihsystem ist unkompliziert: Die 85 Leihfahrräder stehen am Hauptbahnhof und in einem Umkreis von drei Kilometern an benutzerfreundlichen Stationen. Über einen berührungsempfindlichen Bildschirm registrieren sich die Nutzer und können ihre Daten verwalten. Auch über das Handy kann man seit Juli 2010 auf das System zugreifen. Ein Netzwerk von Partnern sorgt dafür, dass der Verleih reibungslos funktioniert. Als Schnittstelle zwischen Radverleih und öffentlichen Nahverkehr koordinierte der Tarifverbund Ortenau (TGO) das Projekt. Die Firma nextbike, die schon in zahlreichen deutschen und österreichischen Städten ein erfolgreiches Radleihsystem betreibt, stellte die Räder bereit und wickelte die Logistik ab. Eine Offenburger Firma führt die Räder an die verschiedenen Standorte zurück, während das Notfalltelefon der städtischen Betriebe Störungsmeldungen entgegen nimmt und weiterleitet. Zur Zielgruppe gehören zum einen die 6.000 Kunden, die den öffentlichen Nahverkehr in Offenburg bereits täglich nutzen. Besonders für die 2.600 Berufspendler mit Jobticket, für ausländische Studenten oder Touristen ist das Angebot interessant. Gleichzeitig hofft die Stadt, auch Neukunden dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und auf Bus, Bahn und Fahrrad umzusteigen. Mit Plakaten, Flyern und im Internet machte die Stadt ihr Leihsystem bekannt. Eine Anzeigetafel, die via Netzwerkverbindung mit den Ausleihstationen verbunden ist, zeigt außerdem an, wie viel CO2 gegenüber einer Fahrt mit dem Auto eingespart wird.

Einsatz einer voll-elektrischen Straßenkehrmaschine der 2m³-Klasse
Freiburg

Leise, emissionsarme Straßenkehrmaschine für Freiburg

Die Straßenkehrmaschinen der Abfall- und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sind täglich unterwegs und halten die Stadt sauber. Die herkömmlichen, dieselbetriebenen Fahrzeuge sind aber laut und haben eine hohe CO2- und Schadstoffemission. Pro Jahr verbrauchen sie durchschnittlich 8.400 Liter Diesel. Ein Feldversuch der ASF erprobte deshalb eine vollelektrische und damit wesentlich leisere Kehrmaschine. Solche Maschinen sind bereits kommerziell erhältlich, wegen der teuren Akkus aber für die meisten Gemeinden noch nicht wirtschaftlich. Sind die höheren Anschaffungskosten jedoch gestemmt, liegen die Betriebskosten und Emissionswerte weit unter denen herkömlicher Fahrzeuge. So lassen sich mit einem einzigen Fahrzeug pro Jahr etwa 27 Tonnen CO2 einsparen. Eine ausführliche Dokumentation und Evaluation von Energieverbrauch, Reinigungsleistung, Geräuschemission, sowie den Betriebserfahrungen begleiteten das Projekt. Die Innovationsfondsförderung half, den Mehraufwand bei der Integration innovativer Technologien in bestehende Arbeitsabläufe und Kontexte zu kompensieren, und das Projekt übertragbar zu machen. Die Freiburger Kehrmaschine dient auch anderen Städten und Kommunen als Anschauungsobjekt. Bei Erfolg können sie nach und nach dieselbetriebene mit elektrischen Straßenkehrmaschinen ersetzen. 2011 erprobte die ASF bereits in einem weiteren Innovationsfondsprojekt ein Müllauto mit diesel-elektrischem Hybridbantrieb , das weiterhin im Einsatz ist. Stadtarbeiter und Anwohner loben regelmäßig den angenehm leisen Betrieb und die niedrige Abgasemisssion. Die Stadt Achern führt ein ähnliches Projekt mit einem elektrischem Müllsammelfahrzeug und elektrischen Geräten für die städtische Gartenpflege durch. Vier wesentliche Erkenntnisse: Die technische Funktionalität der eSKM im Innenstadtgebiet konnte bewiesen werden. alle Zielsetzungen wurden erfüllt. Die Einsparungen der Betriebskosten gegenüber einer konventionellen dieselbetriebenen Staßenkehrmaschine lag im Projektzeitraum bei 82%. Die CO2-Emmissionen konnten um rd. 25t/a gesenkt werden Die Mitarbeiter haben die technische Umstellung positiv angenommen