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Demonstrationsobjekt für die Innendämmung im Freiburger Stubenareal

Die Gebäudedämmung gehört zu den wichtigsten Methoden, um den Energieverbrauchs älterer Häuser zu senken. Bei vielen Gebäuden, besonders wenn sie unter Denkmalschutz stehen, kommt aber nur eine Dämmung von innen in Frage, um historische Fassaden nicht zu verändern. In der Stadt Freiburg beispielsweise fallen zwölf Prozent der Wohngebäude in diese Kategorie. Während sich die Außendämmung in den vergangenen Jahren etabliert hat, haben Handwerker, Hausbesitzer und Architekten bei einer solchen Dämmung von innen noch wenig Erfahrungswerte. Deshalb renoviert die Stadt Freiburg nun das „Stubenareal“ in St. Georgen als regionales und landesweites Demonstrationsobjekt. Dort steht ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert, der bisher als Gemeindesekretariat und Gaststätte mit Vereinsräumen dient. Nach der Sanierung stehen auch bisher nicht nutzbare Flächen als Veranstaltungsräume zur Verfügung. Für eine beheizte Fläche von rund 1.300 Quadratmetern senken die Sanierungsmaßnahmen den Primärenergiebedarf von 305 auf 114 Megawattstunden pro Jahr und reduzieren damit den CO2-Ausstoß um 71 Tonnen.

In Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum Bauen und Energie in Freiburg, der Energieagentur Regio Freiburg, der Handwerks- und der Architektenkammer sowie den Denkmalbehörden begleitet das Freiburger Umweltschutzamt die Sanierung mit einem ausführlichen Monitoring. Am Anfang steht die Auswahl geeigneter Dämmstoffe durch Simulationsverfahren. Anschließend installieren die Bauherren an kritischen Stellen (Wärmebrücken, Anschlusspunkten oder Balkenköpfen) Messegeräte, um für zwei Jahre unter anderem Feuchtigkeit und Temperatur in der Luft und in den Gebäudeteilen zu messen. Aus der folgenden Datenanalyse entsteht ein Model für andere Projekte und Gebäude.

Als Bürgerzentrum mit Gasthaus, geplantem Café und Stadtteilbibliothek ist das Stubenareal ein ideales Demonstrationsobjekt, um Fachpublikum und Laien mit den Methoden der Innendämmung vertraut zu machen. Schautafeln und Videoclips veranschaulichen Material und Methoden. Mehrere Fachtagungen bieten Handwerkern, Architekten, Energieberatern und Bauherren die Möglichkeit, sich umfassender zu informieren. Berichte im Internet und den Printmedien vermitteln das Thema Innendämmung einem breiterem Publikum.

Projektdaten

Projektnummer 2015-04
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stadt Freiburg, Umweltschutzamt
Laufzeit November 2015 bis Dezember 2022
Zuschuss 59.442

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

SchulverWaldung - Konzeption und Umsetzung temporärer Entschulungsmodelle
Freiburg

Unterrichtsprojekte im Waldhaus Freiburg

Seit 2008 vernetzt das Informations- und Bildungszentrum Waldhaus Freiburg alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit den Themen ‚Holz’ und ‚Ökosystem Wald’ in Kontakt kommen. Besonders konzentriert sich die Stiftung auf Bildungsprojekte für Kinder, die bisher auf halb- oder ganztägige Veranstaltungen beschränkt waren. Unter dem Motto ‚SchulverWaldung’ weitete das Waldhaus sein erlebnispädagogisches Konzept aus. Ziel war und ist nach erfolgreichem Projektabschluss weiterhin, für Jugendlichen der Klassen 7 und 8 ganze Unterrichtsblöcke vom Klassenzimmer in den Wald zu verlegen um den Schülern Zusammenhänge aus Biologie und Physik aber auch Politik und Wirtschaft zu vermitteln. Das Projekt erarbeitete hierfür ein umfassendes Konzept. Die ‚Zukunftswerkstatt Wald und Nachhaltigkeit’ wendete sich gezielt an die Mittelstufe, denn gerade in diesem Alter bedarf es hohen Aufwandes, um Jugendliche für den Schulalltag und theoretisches Wissen zu motivieren. Deshalb setzte das Waldhaus auf ‚Entschulung’. Nicht im Klassenzimmer über Büchern, sondern im Wald erfuhren die Jugendlichen in Aktionen und Projekten, wie flexibel der Rohstoff Holz ist. So verinnerlichten sie den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und eigenem Handeln. Das Bildungskonzept ist für alle Schularten angelegt und leitet Jugendliche dazu an, kritisch und selbstständig zu denken und nachhaltig zu handeln. Die Erprobung und Umsetzung temporärer Entschulungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes Schulverwaldung verlief äußerst erfolgreich. Die im Förderantrag anvisierte Verstetigung des Projektes ist durch Mittel aus dem deutschen Nachhaltigkeitspreis für weitere drei Jahre gesichert. Die Stiftung Waldhaus ist bestrebt, eine Dauerfinanzierung zu generieren, damit dieses erfolgreiche Projekt unbefristet angeboten werden kann. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Waldhauses.

FESS (FahrradEnergieSystem-Software)
Freiburg

Energie erleben mit FESS

Das Fahrrad-Energie-System (FES) von Solare Zukunft konnte von 2011 bis 2014 durch eine Förderung des badenova Innovationsfonds entwickelt werden. Inzwischen sind zwei optimierte Versionen entstanden. Bei einer handelt es sich um die Energieerlebnisräder für Kinder , die in ihrer Größe speziell für Kleinkinder angepasst sind, wodurch auch schon im frühen Kindesalter eine Sensibilisierung stattfinden kann. Aber auch das Konzept des FahrradKinos im Bildungsbereich des Vereins erfreut sich nach wie vor einer großen Nachfrage. Die Schnittstelle und die Maske, mit der einzelne Leistungsparameter auf der Leinwand gezeigt werden, haben sich allerdings seit der ersten Version kaum verändert. In diesem Projekt sollen viele neue Ideen umgesetzt werden, die das FES noch attraktiver machen. Durch die Entwicklung neuer Software kann das FES genutzt werden, um Spiele, Wettbewerbe, Energiesimulationen (Lastgänge) oder auch Themen wie z.B. Energie in der Nahrung, Energie und Konsum oder Kraftwerksmanagement erlebbar zu vermitteln. Die Hardware konnte über Jahre hinweg getestet werden. Hierbei wurden Ideen dazu gesammelt, wie das FES vielseitiger einsetzbar ist. In Freiburg hat sich inzwischen die FahrradDisco bewährt. Dabei werden sogar nur fünf Räder benötigt, um die erforderliche Energie zu erzeugen. Kurzum: Durch die Entwicklung einer neuen Software soll eine noch bessere visuelle Darstellung der Energiedaten erreicht werden. Durch Spiele und Simulationen soll das inhaltliche (pädagogische) Angebot um eine neue Dimension erweitert werden.

1. Freiburger Bildungsforum für Erneuerbare Energien
Freiburg

1. Freiburger Bildungsforum für Erneuerbare Energien

Auch wenn das Thema regenerative Energien mittlerweile schon in vielen Schulen präsent ist, fehlt den Pädagogen oft noch der Überblick über die vorhandenen Materialien oder der Austausch mit anderen Lehrern und Erziehern. Dieser Mangel war für den Verein Solare Zukunft Anlass das erste „Freiburger Bildungsforum Erneuerbare Energien“ zu organisieren. Vom 27. bis 29. April 2009 versammelte es erstmals und einmalig in Deutschland Lehrer, Organisationen und andere Akteure. Auf dem Gelände der Messe Freiburg präsentierte sich den Besuchern ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Workshops, beispielsweise zum Thema Umweltbildung per Onlinespiele oder berufliche Weiterbildung. Lehrmittelhersteller, Verlage, Universitäten, Institutionen und Vereine präsentierten auf einer Ausstellung ihre Arbeit während Exkursionen klimafreundliche Projekte und Unternehmen in der Umgebung vorstellten, darunter die Solarsiedlung Vauban, die Solarfabrik oder die mit Hilfe von badenova sanierten Häuser in der Freiburger Rislerstraße. Zum Abschluss verabschiedeten die Beteiligten eine ‚Freiburger Resolution’ mit dem Ziel, das Thema erneuerbare Energien im Bildungssektor stärker zu berücksichtigen. Außerdem war das Bildungsforum eingebunden in die internationale Konferenz Local Renewables Freiburg 2009, deren Teilnehmer nach Wegen suchte, erneuerbarer Energien in Städten, Gemeinden noch stärker zu fördern.