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Digitalisierung der Landwirtschaft

Die Globalisierung der letzten Jahrzehnte ist vor allem auf Kosten des ländlichen Raums gegangen. Sie hat allein in Deutschland 1,1 Millionen Landwirten die wirtschaftliche Grundlage genommen und zu einer enormen Stadt-Land-Entfremdung geführt. Während sich auf der einen Seite die Landwirte mehr und mehr abgehängt fühlen, steigt in weiten Teilen der städtischen Bevölkerung das Bewusstsein für eine ökologische Ernährung. Doch selbst in 2017 lag der Anteil an Bio-Lebensmittel in Deutschland nur bei 5,7%. Das Projekt hat den Aufbau und die Weiterentwicklung einer Online-Plattform zur Direktvermarktung von regionalen ökologischen Fleischprodukten zum Ziel. Das besondere hierbei ist, dass gezielt der Absatz vergessener Nutztierrassen gesteigert werden soll, von denen bereits zwei Drittel auf der roten Liste stehen und vom Aussterben bedroht sind. Das Projekt stößt daher einen nachhaltig transformativen Prozess an, der zu einem größeren Bewusstsein, gegenüber der aktuellen Landwirtschaft und dem Lebensmittel Fleisch führt. Durch den Ansatz der am Anfang der Wertschöpfungskette beim Landwirt ansetzt und bis zum Verbraucher reicht, kann das Projekt zu einem sozial und ökologisch positiven Fußabdruck beitragen.

Projektdaten

Projektnummer 2019-04
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Cowfunding Netzwerk UG
Laufzeit 10.04.2019 - 31.03.2021
Zuschuss 91.250€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

CO2-freier Schulanbau
Freiburg

CO2 freies Schulgebäude

An der Freien Christlichen Schule in Freiburg entstand ein Neubau, der mit erneuerbare Energien Technologie eden Energiebedarf CO2-frei deckt. Mit Erd- und Solarwärme sowie einer automatisierten Lüftungsanlage enstand so ein effizientes System aus weitgehend bewährten Technologien. Im Winter erwärmen Erdwärmetauscher und eine Solaranlage die Luft im Heizsystem, im Sommer kühlt das Erdreich diese. Die Lüftungsanlage nutzt außerdem die Wärme aus der verbrauchten Luft. Die Fernwärmeversorgung der badenova in Landwasser, betrieben mit Deponie-und Biogas liefert die restliche Energie. Ein automatisiertes System steuert Wärme und Kälte je nach Bedarf und sorgt so für ein stets angenehmes Raumklima. Mit einem umfangreichen Monitoring verfolgten die Verantwortlichen Verbrauch und Bedarf und veröffentlichen die Ergebnisse in schulinternen und öffentlichen Veranstaltungen. Pro Jahr spart die Schule 26 Tonnen CO2 ein und demonstriert den 600 Schülern klimaschonende Technologien. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Es gibt grundsätzlich durchaus Möglichkeiten zukunftsfähig und dennoch wirtschaftlich zu bauen. Aber es ist klar, dass für eine erfolgreiche Umsetzung solcher „Ideen“ durchdachte Konzepte, projektspezifische Planungsleistungen, sorgfältige Ausführung und ein kontinuierlich überwachter Betrieb sowie deren Auswertung und Umsetzung Hand in Hand gehen müssen. Aus Bauherrensicht stellen wir fest, dass sich der Mehraufwand für die Erarbeitung, Prüfung und Entscheidung der verschiedenen Konzepte, erhöhten Investition und das aufwendige Monitoring durch die bereits jetzt schon sichtbaren Ergebnisse auf jeden Fall gelohnt hat. Eine weitere Erkenntnis ist, dass eine gewisse Flexibilität notwendig ist, um sich während der Planungs-, Ausführungs- und Betriebsphase neuen Gegebenheiten anzupassen und sicherlich eine Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

Kindertagesstätte Seefelden
Buggingen

Tagesstätte im Niedrigenergiestandard für Buggingen

Auf dem Gelände der alten Grundschule errichtete die Gemeinde Buggingen eine neue Kindertagesstätte im Niedrigenergiestandard. Dabei kam ein solargeothermisches System zum Einsatz, das bisher nur in Wohnhäusern zu finden war. Ein unverglaster Metalldach-Solarkollektor erwärmt Wasser, das im Sommer über ein Röhrensystem das Erdreich erwärmt. Im Winter entzieht eine Wärmepumpe dem Boden diese Energie, um das Gebäude zu heizen. Das verringert den Stromverbrauch der Wärmepumpen. Die Lüftungsanlage misst die Luftqualität anhand von CO2-Sensoren und gewinnt Wärme aus der Abluft zurück, um so den Energieverbrauch noch weiter zu reduzieren. Mit der innovativen Kombination aus Solarenergie und Wärmepumpen nimmt Seefelden eine Vorreiterrolle unter kleinen Gemeinden ein und macht Eltern und Kinder mit nachhaltiger Bauweise vertraut. Weiterführende Informationen und erste Betriebserfahrungen können dem Abschlussbericht entnommen werden. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Nur durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten Personen kann so ein Projekt zur Zufriedenheit aller realisiert und Fehler im Vorfeld ausgemerzt werden. Die Einhaltung des Kostenrahmens setzt immer eine sehr gute Planung/Vorbereitung (unter Berücksichtigung Pkt. 1) sowie einer ausführlichen und zeitnahen Ausschreibung voraus. Die Einhaltung des Zeitrahmens kann nur durch die stetige Überwachung und Koordinierung der einzelnen Firmen erzielt werden. Zuverlässigkeit und qualitativ hochwertige Arbeit der jeweiligen Gewerke wird dabei vorausgesetzt.

Einfach e-mobiles Fahrradverleihsystem
Offenburg

Einfach e-mobiles Fahrradverleihsystem

Die seit 2015 erfolgreich betriebenen und mit dem ÖPNV-Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2019 ausgezeichneten Mobilitätsstationen mit ihren innovativen Angeboten sollen weiterentwickelt werden. Die Stadt Offenburg setzt dabei auf einen kombinierten Einsatz von Stadträdern und Pedelecs und will für einen reibungslosen Betrieb und eine sukzessive Komplettierung des Angebotes mit Pedelecs an den Stationen mit einem neu entwickelten Kombiständer für beide Fahrradtypen anbieten. An diesen Ständern können dann sowohl die bislang eingesetzten Stadträder abgestellt und abgemeldet sowie auch Pedelecs abgestellt, abgemeldet und zukünftig auch geladen werden. Dies ist für die Nutzenden wesentlich einfacher und erfüllt, was die Marke „Einfach Mobil“ verspricht. Zusätzlich sollen an ausgewählten Standorten an den Mobilitätsstationen auch Lastenräder und in einem weiteren Schritt Elektro-Lastenräder bereitgestellt werden. Mit dem Ansatz einer gemischten Flotte kann den Ansprüchen der Nutzenden sehr gut entsprochen werden. Eine solche Pilotphase erscheint für die weitere Entwicklung des Systems äußerst wichtig. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sich das Mobilitätsnetzwerk Ortenau zum Ziel gesetzt hat, die Vernetzung der Mobilitätsstationen nach dem Offenburger Vorbild in die Region voranzutreiben. Zusätzlich zu den bestehenden Stationen soll an der Hochschule Offenburg ebenfalls eine Mobilitätsstation mit Rädern mit Kombinationsständern implementiert werden. Für das Hochschulprojekt sollen zudem im Zusammenwirken mit der Hochschule und den Studierenden die geeigneten Beteiligungsformate für die Umsetzung mit anschließender Evaluation der Zielerreichung entwickelt werden. Hierbei sollen insbesondere auch die Studierenden und Beschäftigten der Hochschule aus den Kommunen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau einbezogen werden. Bei erfolgreichem Start der ersten Ausbaustufe soll spätestens nach einem Jahr die zweite Ausbaustufe mit zusätzlich 50 Rädern folgen (2. Pilotphase). Nach zwei Jahren soll dann die Verstetigungsphase anlaufen.