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Klimaneutrales Fußballstadion in Freiburg

Die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG, bestehend aus Vertretern der Stadt Freiburg und des Sport-Club Freiburg, plant den Bau eines klimafreundlichen Fußballstadions im Freiburger Westen. Der nachhaltige und ganzheitliche Ansatz sieht die Einbindung von Abwärme aus dem angrenzenden Industriegebiet vor. So wird das Stadion, passend zum Leuchtturmcharakter des „Green Industry Parks“, Teil eines großflächigen ökologischen Fernwärmenetzes. Der Energiebedarf für den Stadionbetrieb soll durch intelligente Technikplanung insgesamt minimiert werden. Für die Stromversorgung sind Photovoltaikanlagen geplant. Mit dem Bau dieses Stadions setzt Freiburg ein weithin sichtbares Signal für eine nachhaltige Energieversorgung - auch bei Großprojekten.

Projektdaten

Projektnummer 2017-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger SFG Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co.KG
Laufzeit Januar 2017 bis Dezember 2019
Zuschuss 250.000 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Bürgerbus Breisach
Breisach

Bürgerbus Breisach, mobil in der Innenstadt

Ein effizienter und bequemer öffentlicher Nahverkehr ist entscheidend, um den Individualverkehr und damit CO2-Emissionen zu reduzieren. In manchen städtischen oder ländlichen Gebieten jedoch sind normale Bus- oder Tramlinien nicht wirtschaftlich. Ehrenamtlich betriebene Bürgerbusse bieten hier eine Alternative. Der Bürgerbusverein der Stadt Breisach organisiert seit Dezember 2012 solch einen Fahrdienst. 20 ehrenamtliche und speziell geschulte Fahrer fahren den Kleinbus mit acht Sitzplätzen. Zwei Buslinien fahren den Innenstadtbereich ab und erreichen auch den Münsterberg, der wegen der engen historischen Gassen bisher nicht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen war. Vom Bahnhof aus fahren die Kleinbusse außerdem stündlich wichtige Knotenpunkte wie den Marktplatz, das Rathaus und das Seniorenheim an. Der Verein ist Mitglied beim regionalen Nahverkehrsverbund RFV, dessen Regiokarte im Bürgerbus gültig ist. Weiterhin gelten der Schwerbehindertenausweis und die Schwarzwälder Gästekarte Konus. Haltestellen und Fahrpläne sind mit dem Angebot des RFV abgestimmt, so dass die Fahrgäste ohne lange Wartezeiten auf Bus und Bahn umsteigen können. Der Bürgerbus spart Fahrten mit dem eigenen PKW und ermöglicht Menschen ohne Auto Arztbesuche, Einkäufe und Ausflüge. Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz verknüpft der Bürgerbusverein soziales Engagement und Klimaschutz und erhöht die Lebensqualität der Breisacher Bürger. Die Entwicklung im Projekt hin zu erfolgreichem Linienverkehr können dem Abschlussbericht (PDF, 3.1MB) entnommen werden. Drüber hinaus gibt die Webseite des Bürgerbusses

baum20g - Stärkung der Resilienz von Stadtbaumen im Zeichen des Klimawandels durch ein integriertes und vernetztes urbanes Baumquartiers- und Wassermanagement für Offenburg
Offenburg

baum2Og - Wassermanagement für Stadtbäume

Um die aus zahlreichen Gründen vorteilhaften Stadtbäume zu schützen, will die Stadt Offenburg mit diesem Projekt ein vernetztes Wassermanagement sowie Messinstrumente für eine optimale Bewässerung etablieren. Gleichzeitig sollen bewusst Baumarten für die Stadtbegrünung ausgewählt werden, die dem sich verändernden Klima gewachsen sind. Eine der größten Herausforderungen, denen Stadtbäume aktuell ausgesetzt sind, ist der Klimawandel. Gerade die letzten drei Sommerperioden haben gezeigt, dass es tendenziell immer wärmer und trockener wird. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge wird zunehmend durch lokale Extremereignisse beeinflusst. Hierdurch werden Stadtbäume besonders belastet. Die innerstädtischen Standortbedingungen sind aufgrund von Wärmespeicherung und -abstrahlung durch Gebäude und versiegelte Flächen sowie aufgrund von Nutzungsdruck und Verkehrsbelastung ungleich schwieriger als in freier Natur. Zusätzlich beeinträchtigen verschiedene Erkrankungen ein nachhaltiges und gesundes Wachstum der Bäume. Stadtbäume haben viele wichtige Funktionen: sie verbessern die Luftqualität und spenden Schatten, wodurch sie für ein angenehmeres Klima in der Stadt sorgen. Außerdem bieten Stadtbäume Lebensraum für zahlreiche Tiere und tragen somit zum Erhalt der Biodiversität bei. Ein System für eine resiliente Stadtbaumbepflanzung, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist und in ihrer Struktur auch vor temporär auftretenden Krankheiten und Schädlingen gefeit ist, wird somit immer wichtiger. Das Projekt baum2Og verfolgt deshalb zum einen das Ziel, durch ein integriertes und vernetztes (Regen-) Wassermanagement eine Grundlage zur zukünftigen Sicherung der städtischen Grünräume und Bäume zu erreichen. Nach dem Prinzip der Schwammstadt soll die Verknüpfung von Stadtgrün als urbaner grüner Infrastruktur mit dem urbanen Wasserhaushalt erfolgen. Dazu soll das auf versiegelten Flächen des Straßenraums oder Dachflächen öffentlicher wie privater Gebäude anfallende Niederschlagswasser in angrenzenden Grünräumen genutzt werden. Auf diese Weise soll Wasser so lange wie möglich im Stadtraum gehalten und nutzbar gemacht werden. Das stetige Bevölkerungswachstum erfordert bauliche Nachverdichtung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an urbane Freiräume, inklusive der Förderung von Biodiversität. In diesem Spannungsfeld gilt es, die genannte „Wasserstrategie“ zu implementieren. Dies kann nur gelingen, wenn die drei infrastrukturellen Aspekte Bauwerke, Regenwassersystem und Grünanlagen integriert und ganzheitlich betrachtet werden. Ferner bedarf es einer Vernetzung, indem bei der Anlage neuer oder der Sanierung bestehender Baumquartiere Messinstrumente installiert werden, die über Sensoren Temperatur und Feuchtigkeit in verschiedenen Schichten erfassen und digital an eine Leitstelle (technische Betriebe) übermitteln. Hierdurch sollen die nötigen Bewässerungsgänge optimiert und dauerhaft Ressourcen wie Finanzmittel und Wasser eingespart werden. Ein weiteres Ziel besteht in einer Steigerung der Anpassungsfähigkeit der Stadtbäume an die neuen Herausforderungen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist hierbei die Auswahl von Bäumen, die mit verlängerten Hitze- und Trockenperioden zurechtkommen. Gerade hier in der Region des Oberrheins können wir uns heute jedoch leider nicht mehr auf ortstypische Arten beschränken, sondern müssen verstärkt klimaresistente Arten aus südlicheren Regionen pflanzen.

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg
Teningen

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg

Bei der Produktion von Käse und Quark entstehen große Mengen an Molke. Sie eignet sich nur bedingt als Lebens- und Futtermittel, weshalb die Molkereien sie oft teuer entsorgen müssen. Dass Molke aber energetisch wertvolle Biomasse ist, zeigte bereits 2003 ein Innovationsfondsprojekt bei der Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Dort vergärte eine Pilotanlage die Molke zu Biogas mit einem überdurchschnittlichen Methangehalt von 65 Prozent. Weil sich die Anlage unter den damaligen Umständen als noch nicht wirtschaftlich erwies, führte Breisgaumilch das Projekt nach Ende der Laufzeit jedoch nicht fort. Auf die Ergebnisse baute nun die Hofkäserei Monte Ziego in Teningen auf: Der Biobetrieb plante die erste Nullenergiekäserei Deutschlands, will also ausschließlich mit nachhaltig auf dem Betriebsgelände erzeugter Energie auskommen. Eine Molkerei im Nullenergiestandard zu errichten ist besonders ehrgeizig: Konventionelle Käsereien benötigen viel Energie, weil sie Milch und Endprodukte sowohl kühlen müssen als auch Wärme benötigen, um Käse herzustellen. Monte Ziego setzt deshalb nicht nur auf Molkevergasung. Der Bau der Produktionsstätten folgt den neuesten Standards und nutzt systematisch alle vorhandenen Energiepotentiale aus. In Teningen entsteht so erstmals in Deutschland eine Biogasanlage, in der ausschließlich Molke zum Einsatz kommt. Ein Blockheizkraftwerk verbrennt das Biogas und erzeugt Strom und Wärme. Wenn die Ziegen im Winter weniger Milch geben, können die Betreiber entweder Molke aus anderen Molkereien zukaufen oder das BHKW mit Bioerdgas befeuern. Kälte gewinnt eine klimafreundliche Absorptionskältemaschine. Die neue Käserei verfügt damit über eine vorbildliche Produktionskette, die von der Bioziegenmilch aus dem Schwarzwald bis zum energiesparend erzeugten, handwerklich gefertigten Käse reicht. Gerade bei den Biolebensmitteln, wo sich Kunden und Hersteller besonders stark an nachhaltigen Kriterien orientieren, setzt Monte Ziegos Nullenergiekäserei neue Standards.