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Klimaneutrales Fußballstadion in Freiburg

Die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG, bestehend aus Vertretern der Stadt Freiburg und des Sport-Club Freiburg, plant den Bau eines klimafreundlichen Fußballstadions im Freiburger Westen. Der nachhaltige und ganzheitliche Ansatz sieht die Einbindung von Abwärme aus dem angrenzenden Industriegebiet vor. So wird das Stadion, passend zum Leuchtturmcharakter des „Green Industry Parks“, Teil eines großflächigen ökologischen Fernwärmenetzes. Der Energiebedarf für den Stadionbetrieb soll durch intelligente Technikplanung insgesamt minimiert werden. Für die Stromversorgung sind Photovoltaikanlagen geplant. Mit dem Bau dieses Stadions setzt Freiburg ein weithin sichtbares Signal für eine nachhaltige Energieversorgung - auch bei Großprojekten.

Projektdaten

Projektnummer 2017-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger SFG Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co.KG
Laufzeit Januar 2017 bis Dezember 2019
Zuschuss 250.000 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einrichten einer automatisierten Datenübertragung für die Datenerfassung der Verbrauchsdaten der Gebäudeenergieverbräuche im kommunalen Energiemanagemen
Offenburg

Automatisierte Datenübertragung für kommunale Gebäude in Offenburg

Die Stadt Offenburg bemüht sich schon seit etlichen Jahren, den Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude zu senken. Unter anderem verwirklichte sie ein automatisiertes Gebäudeleitsystem und innovative Klimatisierung für die städtischen Schulen. Zu einer nachhaltigen Verwaltung der städtischen Gebäude gehört auch ein realitätsnahes Monitoring der Verbräuche, ein Unterfangen das die Stadt bei mehr als hundert öffentlichen Liegenschaften vor Herausforderungen stellt. Bisher verließ sich die Verwaltung dabei vor allem auf die Hausmeister, die ein oder mehrmals jährlich Wasser- und Stromverbrauch ablasen. Für ein effektives Monitoring sind diese Werte jedoch zu wenig, zumal neuere Anlagen wie BHKWs, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Holzpelletkessel eine engmaschigere Überwachung verlangen. Ein Pilotprojekt automatisiert nun die Datenübertragung zunächst an zehn, dann an hundert öffentlichen Einrichtungen. Dafür installiert die Stadt in diesen Gebäuden Fernausleser, die via Internet in ein intelligentes Energiemanagementsystem integriert sind. Dafür nutzen die Mitarbeiter sogenannte smarte Zähler, die bereits in zahlreichen Stromnetzen in Gebrauch sind. Indem sie weitere Zähler in dieses System einbinden, bauen die Mitarbeiter ein kostengünstiges Überwachungssystem auf. So kann die Stadt den Energie- oder Wasserverbrauch für die einzelnen Gebäude zentral überwachen, Probleme frühzeitig erkennen und beheben. Auch der Gesamtverbrauch aller öffentlichen Liegenschaften ist so jederzeit abrufbar. Langfristig ermöglicht das automatisierte System, Energie zu sparen und die kommunalen Gebäude nachhaltiger und kostengünstiger betreiben. Die Stadt veröffentlicht anschließend ihre Ergebnisse und stellt ihre Erfahrungen anderen Kommunen zur Verfügung. Aktuelle Informationen zum Projektstand können Sie dem Zwischenbericht entnehmen.

bidirektionales Kalt-Wärme-Netz mit Wärme-Bus-System im neubaugebiet Karl-May-Weg in Fischerbach
Fischerbach

Bidirektionales Kalt-Wärmenetz in Fischerbach

Die Gemeinde Fischerbach hat sich 2012 entschlossen, ein Bioenergiedorf zu werden. Ein innovatives Kaltwärmenetz in einem Neubaugebiet trägt zu diesem Ziel bei. Als Alternative zu klassischen Nahwärme kommt in Fischerbach kalte Nahwärme zum Einsatz, d.h. die angeschlossenen Häuser werden mit kaltem Wasser gewärmt oder gekühlt. Um dies zu bewerkstelligen, muss das Netz bidirektional arbeiten, d. h. es muss in der Lage sein, Energie bereitzustellen sowie auch aufzunehmen. Eine Ringleitung, gefüllt mit Wasser oder einem Wasser-Glycerin-Gemisch, verbindet die 24 Neubauten am Karl May-Weg. Aus ihr entnehmen in den Häusern Wärmepumpen Energie, um die Gebäude zu wärmen oder zu kühlen. Die Ringleitung wiederum führt ihr Wasser durch einen zentralen Eisspeicher, also einer Art im Boden vergrabener Wasserzisterne, die bis unter den Gefrierpunkt abgekühlt wird. Die Kreislaufwasser entzieht dem Speicher Wärme, der schrittweise gefriert, wobei latente Wärmeenergie für das Netz freigesetzt wird. Ist der Speicher gefroren, kann er durch Wärmeenergie aus dem Netz, über Sonnenkollektoren oder Abwärme wieder aufgeladen werden. Wärmepumpen, Wassernetz, Sonnenkollektoren und Eisspeicher bilden so ein synergetisches System, das weitgehend ohne Energie von außen auskommt. Die Daten aus dem Fischerbacher Netz liefern wichtige Erfahrungswerte, um solche innovativen Systeme zu optimieren und zukünftig auch andernorts einzusetzen. Führungen, Flyer und Medienberichte machten das Projekt überregional bekannt, verschiedene andere Gemeinden planen inzwischen ein bidirektionales Kaltwärmenetz. Drei wesentliche Erkenntnisse: •Es empfiehlt sich eine genaue Evaluation des Projektplaners, um spätere Enttäuschungen und Probleme im Projektablauf zu vermeiden. •Der Energieeintrag aus dem Leitungsnetz ist deutlich größer als erwartet. Hätte dies anfangs besser berechnet werden können, hätte sich die Größe und damit die Kosten des Eisspeichers deutlich reduziert. •Unsicherheit bestand anfangs hinsichtlich der Reaktion der Grundstückkäufer auf das neue System. Dies wurde aber zum Großteil gut angenommen, die Bauherren waren froh, dass die Wärme- und Kälteversorgung bereits abgedeckt war.

Öko-Institut im Sonnenschiff
Freiburg

Innovativer Neubau des Ökoinstituts

Obwohl Passivhäuser bei den Wohngebäuden mittlerweile etabliert sind, sind sie für Bürogebäude noch kein Standard. Dass diese energiesparende Bauweise auch dort möglich ist, zeigt das neue Ökoinstitut im Freiburger Sonnenschiff. Als erstes Freiburger Plusenergiegebäude produziert es sogar mehr Energie als es benötigt. Das vom Freiburger Architekten Rolf Disch entworfene Gebäude ist damit Aushängeschild des Ökoinstituts, das seit mehr als dreißig Jahren im Umweltschutzbereich forscht und berät. Als Teil des Sonnenschiffes in der Solarsiedlung beeindruckt der sechsstöckige Institutssitz mit einer innovativen Lüftungsanlage. Ohne dass Wärme verloren geht, versorgen spezielle, farbig verkleidete Lüftungsklappen in der Fassade die Räume mit Frischluft. Ein Wärmetauscher, das Lüften während der Nacht und das Verschatten im Sommer sorgen für die richtige Temperatur. Auch die Fassaden sind dem Standard voraus: Während die Wände von Passivhäusern normalerweise mit einer 20 bis 30 cm dicken Schicht konventioneller Dämmstoffe ausgestattet sind, hat das Ökoinstitut hocheffiziente Stahl-Vakuum-Panelle, die nur fünf cm messen. Der Neubau zeigt, dass umweltfreundliches Bauen auch bei Bürogebäuden längst keine Einschränkungen mehr mit sich bringt. Mit hochwertigen Ökobaustoffen, natürlichem Licht und angenehmem Raumklima erhöht es den Komfort sogar. Dementsprechend groß ist das Interesse von Wirtschaft, Medien, Politik und selbst ausländischen Besuchergruppen. Unter anderem mit Führungen und einem Tag der offenen Tür informiert das Institut ausführlich über sein Konzept, das leicht auf andere Bürogebäude übertragbar ist.