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Ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz

Bund und Land geben vor, bis 2050 die CO2-Emission um etwa 90 Prozent zu verringern. Dieses ehrgeizige Ziel kann man nur erreichen, wenn sich alle Gesellschaftsbereiche für den Klimawandel einsetzen. Gerade kleineren Gemeinden fehlt es jedoch oft an Personal, Fachwissen und Finanzen, um Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen. Ehrenamtliches Engagement kann diese Lücke zumindest teilweise füllen und spielt heute schon eine entscheidende Rolle im Umweltschutz. So beteiligten sich in den letzten Jahren Bürger an Windkraftanlagen und kommunalen Hackschnitzelkraftwerken, initiierten Arbeitsgruppen oder setzten sich dafür ein, ihren Ort in ein Bioenergiedorf umzuwandeln.

Mit einem Regionalnetzwerk unterstützte und vernetzte der gemeinnützige Verein Fesa nun Privatpersonen und Initiativen und gab Anstoß für weitere Projekte. Das Projekt bringt damit Privatleute und Initiativen zusammen, die meist Fachwissen und Kenntnis lokaler Gegebenheiten mitbringen, oft aber wenig Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit oder rechtlichen Fragen haben. Um den Initiativen zu helfen, Wissen und Erfahrung auszutauschen, baute Fesa zunächst eine Koordinationsstelle auf, deren Datenbank alle vorhandenen Initiativen erfasst und auf einer Webseite vorstellt. Eine Hotline berät zu rechtlichen, fachlichen und organisatorischen Fragen. Ein ehrenamtlicher Expertenpool steht ebenfalls bereit. Das Bildungsnetzwerk ergänzt die Koordinationsstelle, bietet eine Übersicht über vorhandene Angebote von Fortbildungsinstitutionen zum Beispiel in Handwerk und Bildungswerken, und koordiniert diese mit den eigenen Kursen. Vorgesehen waren fachliche Themen wie Klimaschutzarbeit und erneuerbare Energien sowie Kurse zu Organisation und Projektmanagement. Öffentlichkeitsarbeit, das dritte Standbein des Regionalnetzwerks, machte die Initiativen einem größeren Publikum bekannt und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und ehrenamtlichen Akteuren.

Auf lange Sicht mobilisiert das Regionalnetzwerk großes Potential für die gesamte Region.

Projektdaten

Projektnummer 2012-19
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Fesa
Laufzeit März 2012 bis Ende 2014
Zuschuss 78.349

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Nachhaltiger Schulmarktstand
Gernsbach

Nachhaltiger Schulmarktstand

Das Projekt entstand im Rahmen der neu entwickelten Schulart „Berufsfachschule Pädagogische Erprobung“ der Handelslehranstalt Gernsbach und der für diese Schulart gegründeten Schülerfirma. Ziel dieser Schülerfirma ist es das nachhaltige kaufmännische Handeln im Rahmen eines selbstständigen Marktstandes auf dem Wochenmarkt praktisch erlebbar zu machen. Das im Unterricht erlernte Wissen setzen sie in der kaufmännischen Verkaufsabwicklung, der Kassenführung und der Abrechnung auf einem Bankkonto praktisch um. Für den klimaneutralen Transport der regionalen Waren mit einem Elektro-Lastenrad soll auf dem Schulgelände mit Unterstützung von regionalen Unternehmen eine Kleinwindkraftanlage entstehen, sodass der Strom für das Lastenrad regional erzeugt wird. Darüber hinaus soll mit der Kleinwindkraftanlage und dem Elektro-Lastenrad exemplarisch die Vereinbarkeit von kaufmännischem Handeln und einer Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen bewirkt werden. Dieses Projekt dient daher als alternative Unterrichtsform dazu, die Schüler für Veränderungspotenziale zu sensibilisieren und eigenes Handeln anzustoßen. Neues aus dem Projekt: Für Ihre Aktivitäten im Rahmen des Projekts werden die Schüler nun in Stuttgart mit einem Preis im Wettbewerb „Nachhaltiges Wirtschaften“ ausgezeichnet. Bei der Ehrung am 28. November durch das Umwelt- und das Kultusministerium erhalten die Schüler nicht nur ein Preisgeld von 500 Euro, sondern auch einen Workshop in der L-Bank. Überreicht wird die Urkunde von Staatssekretär Dr. Andre Baumann. Zudem hat es das Projekt der HLA Gernsbach unter die TOP 10 des StartGreen@School-Award geschafft, wo nun über die Halbfinalisten online abgestimmt werden kann. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 5.000 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. November 2019 im Bundesumweltministerium in Berlin statt.