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Verborgener Lebensraum Grundwasser

Das Grundwasser ist Lebensraum einer bisher kaum erforschten Vielzahl an Kleinstlebewesen wie winzigen Krebsen, Milben oder Würmern. Diese Tierwelt spielt eine wichtige Rolle dabei, das Grundwasser zu säubern und damit unsere Trinkwasserversorgung sicherzustellen. In der Region Südbaden ist die Biodiversität im Grundwasser besonders hoch, wenn auch noch wenig erforscht. Im Vorfeld der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein planen die Veranstalter, den Lebensraum Grundwasser und seine Bewohner ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Innovativ ist der Ansatz als Citizen-Science-Projekt, bei dem möglichst viele Bürger, Schüler oder Studenten direkt an der Erfassung der Grundwasserorganismen mithelfen. Ziel ist es, so etwa 200-300 Grundwassermessstellen zu beproben und die Ergebnisse in studentischen Qualifikationsarbeiten zu analysieren.

Neben der Erfassung und Kartierung der Grundwasserorganismen erstellen die Projektpartner zusammen mit Studenten der Universität Koblenz-Landau Unterrichtseinheiten und Materialien für Schulen und Umweltverbände. Die Ergebnisse des Projektes werden auf der Landesgartenschau Neuenburg 2022 präsentiert und dienen als Grundlage für die zukünftige grundwasserökologische Forschung und wasserwirtschaftliche Planung.

Projektdaten

Projektnummer 2018-06
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein
Laufzeit Juni 2018 bis Mai 2021
Zuschuss 150.000 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Regionales Konzept zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien und zur Reduzierung der CO2-Emissionen
südlicher Oberrhein

Energieatlas - Verbrauch und Potential der Region

Seit 2008 zur Partnerschaft ‚Klimaschutz am Oberrhein’ zusammengefasst, hatten es sich die die Landkreise Ortenau, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadtkreis Freiburg schon vorher zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch zu senken. Unterstützt durch die Energieagenturen aus Freiburg und Offenburg erarbeiten die Kreise des Regionalverbandes südlicher Oberrhein deshalb ein regionales Entwicklungskonzept und verwendet dieses Planungsinstrument erstmals mit Schwerpunkt auf den erneuerbaren Energien. Teil 1, der Energieatlas Region Südlicher Oberrhein, der sich auf Daten der Verwaltungen und Energieversorger stützt, beschreibt den gegenwärtigen Zustand. Er stellte fest, dass die Region pro Jahr 24.000 Gigawattstunden Energie benötigt, was in etwa 2,4 Millionen Litern Heizöl entspräche. Tatsächlich macht das Öl nur noch 28 Prozent aus während Erdgas ein gutes Drittel beansprucht. Die Industrie verbraucht knapp ein Drittel, die Privathaushalte knapp die Hälfte der Energiemenge, wobei der Atlas besonders im Immobilienbereich große Einsparpotentiale feststellt: Dort verbrauchen die Gebäude, die älter sind als die Wärmeschutzverordnung von 1984, über 80 % der Energie. Indem man die Gebäude besser dämmt oder klimafreundliche Heizoptionen einbaut lässt sich dieser Wert wesentlich reduzieren. Insgesamt kann die Region ihren Energieverbrauch halbieren, indem sie beispielsweise noch stärker Kraftwärmekopplung oder alternative Energiequellen wie Wasser oder Biomasse nutzt. Das ist das Ergebnis der langfristigen Klimaschutzstrategie, mit dem sich der zweite Teil der Studie beschäftigt. Mit der ausführlichen Studie sowie den konkreten Plänen, Energie effizienter einzusetzen und mehr erneuerbare Energiequellen zu verwenden ist der Regionalverband südlicher Oberrhein Vorbild für andere Regionen. Auf einer regionalen Ebene betrachtet, veranschaulicht das Projekt, das immense Marktpotential, das sich im Bereich klimafreundlicher Technologie für das lokale Handwerk ergibt. Mehr Informationen auf der Homepage des Projektes .

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südlicher Oberrhein

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